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Test: DJI Osmo 360 – 360-Grad-Actioncam vom Drohnenspezialist - DJI Studio

| Joachim Sauer

Seite 4 von 5: DJI Studio

DJI STUDIO

{loadposition_rc1}Um die volle Auflösung der Osmo 360 auch im Schnittprogramm nutzen zu können, muss man auf die DJI Studio-Software zurückgreifen. Wir haben vorab Zugang zu einer Beta-Version bekommen, die noch einige Kinderkrankheiten aufweist. So spielt beispielsweise das Vorschaubild verrückt, wenn man, ohne vorher einen Keyframe zu setzen, den Bildausschnitt ändern möchte. Hier hilft dann nur noch das erneute Einfügen des Clips in die Timeline. Sonst offenbart DJI Studio in Aufbau und Funktion Parallelen zu Insta360 Studio, der Software des großen Konkurrenten. Naheliegend, denn alle dortigen Funktionen erwartet man in ähnlicher Form auch hier. So sind für jeden Keyframe Bildausschnitte einstellbar, wobei man auch die Übergänge zwischen den einzelnen Ankerpunkten anhand von Presets anpassen kann. Besonderes Merkmal der Software ist die Farbkorrektur, wo DJI einen eigenen Menüpunkt für die Farbwiederherstellung von Log-Aufnahmen platziert hat. Anhand des Dropdown-Menüs, in dem man die Actioncam, Drohne oder in diesem Fall die Osmo 360 auswählt, korrigiert DJI Studio automatisch den Log-Farbraum und passt die Farben an den Rec. 709-Farbraum an, welche sich dann mit den gewohnten Einstellungsreglern weiterbearbeiten lassen. Ähnlich wie Adobe mit der automatischen Farbraum-Erkennung eliminiert das so einen Arbeitsschritt und nimmt gerade Neulingen und Hobbyisten die Furcht vor der Arbeit mit Log-Material

DJI Studio präsentiert sich als kleines Schnittprogramm, das auch eine Timeline mit mehreren Spuren bereithält.

{loadposition_rc2}Was im Gegensatz zu Insta360s Studio fehlt, sind die verschiedenen Stitching-Optionen. Um das hier vorwegzunehmen: das Stitching funktioniert grundsätzlich gut, dennoch nehmen wir bei Aufnahmen mit der Insta360 X5 gerne die verschiedenen Optionen zur Hand, die abhängig von den Aufnahmen zu besseren Übergängen zwischen den Kameras und realistischeren Objektproportionen führen. Was DJI der Konkurrenz voraus hat, ist Stock-Material in Form von Musikstücken, die eine große Bandbreite an Genres und Stimmungen abdecken und gleichzeitig die Zielrichtung der Einsteiger klarer definiert. Diese erfreuen sich auch an den Kreativ-Filtern des Programms und können so schnell kleine Produktionen erstellen und mit der passenden Musik in den Sozialen Medien teilen.

Eine Besonderheit der Studio-Software ist die Farbwiederherstellung, die das Bearbeiten von Log-Material erheblich erleichtert.

{loadposition_rc3}Am wichtigsten dürfte jedoch die Export-Funktion sein, denn hier besteht die Möglichkeit des Exports von Panorama-Videos in voller 8K-Auflösung. Allerdings sollte man seinen Bildausschnitt auch in diesem Fall im Voraus bestimmen, da das exportierte 2D-Panoramavideo natürlich Kanten hat und diese auch im Schnittprogramm übernommen werden. Auch bei Anwendung des Insta 360 Reframe-Plugins auf die Aufnahmen in Premiere Pro sorgten die Kanten für eine deutlich sichtbare Schnittstelle. Ein eigenes Plugin für Schnittprogramme bot DJI zum Testzeitpunkt nicht.

DJI bietet aktuell noch kein eigenes Plugin für Premiere Pro oder andere Schnittprogramme an. So bleibt auch bei den exportierten 8K-Panoramavideos eine sichtbare Kante, wenn man Reframe-Plugins auf die Clips legt.

Laufzeit und Akku, Fazit und Testergebnisse
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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