Praxistest: Sony FX2 – die unterschätzte Cine-Kamera
| Joachim Sauer
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Zwischen FX30 und FX3 platziert Sony die FX2 als Vollformat-Einstieg in die Cine-Serie. Etwa ein Jahr nach unserem Hands-On ist die Kamera mit ihrem einzigartigen Sucher nun zum Test eingetroffen und wir gehen der Frage nach, für wen diese Kamera eigentlich geeignet ist.
IM TEST: Sony ILME-FX2, 3199 Euro getestet mit Sony FE 16-35mm F2,8 GM, 1899 Euro
Die FX2 nimmt in Sonys Cine-Serie eine Sonderrolle ein: Zum einen soll sie ein Upgrade zum APS-C-Modell FX30 sein und einen Vollformat-Einstieg in die FX-Kameralinie bieten, zum anderen besitzt sie mit einem Camcorder-artigen, neigbarem Sucher eine Alleinstellung nicht nur bei Sony-Kameras, sondern bei kompakten Cine-Kameras allgemein. Nachdem wir die Kamera bereits zu ihrem Erscheinen in einem ersten Hands-On testen konnten, betrachten wir die Kamera nun mit etwas Abstand und gehen unter anderem der Frage auf den Grund, ob die FX2 für manche Anwendungsgebiete nicht die bessere, weil günstigere Alternative zur FX3 ist und für welche Zielgruppe die Kamera eigentlich ideal ist.
Im Gegensatz zum Hands-On, wo wir „freihändig“ mit der Kamera drehten, kam die FX2 im Praxistest hauptsächlich auf dem Gimbal zum Einsatz. Im Video berichtet Joachim Sauer, wie sich die Kamera dabei geschlagen hat.
ERGONOMIE
Der einzige wirkliche Unterschied beim Gehäuse der FX2 im Gegensatz zu ihren Schwestern ist das leicht andere Schalter-Layout, weil der Sucher beispielsweise den Menü-Knopf verdrängt. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Kleine Hände werden den Griff für etwas zu groß halten, der Joystick ist auf der Gehäuseoberseite kaum zu erreichen. Davon abgesehen ist die Ergonomie aber, wie von der FX-Serie gewohnt, sehr gut. Uns gefällt vor allem die ausgewachsene Augenmuschel für den Sucher und dessen hohe Auflösung von 1.228.800 RGB-Pixeln, welcher Arbeiten à la Camcorder ermöglicht und an hellen Tagen unersetzbar ist – auch, weil das Display weder besonders hell noch mit 345.600 RGB-Pixeln besonders hochauflösend ist.
Keine Überraschungen beim Gehäuse, einzig der Sucher sorgt für ein etwas anderes Schalterlayout.
Keine Überraschungen auch im Menü, wobei Sony nach wie vor alle wichtigen Filmeinstellungen, wie zum Beispiel Auflösung, Bildwiederholungsrate aber auch Autofokus und Dateibenennung, in einem zweiseitigen Übersichtsmenü zusammenfasst. Dessen Kachel-Struktur mag auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig sein, ist aber auf den zweiten Blick ein Segen. Denn eigentlich muss man so im täglichen Betrieb nicht mehr in das – klassisch für hybride Digitalkameras – überladene Menü abtauchen. Mit einem dedizierten Übersichts-Filmmenü steht Sony aktuell ziemlich allein auf weiter Flur da. Lediglich Fujifilm bietet beispielsweise in der X100VI ein ähnliches Feature, erreicht dabei aber nicht die Tiefe von Sony.
Ein großer Pluspunkt ist das zweiseitige Filmmenü, welches in den allermeisten Fällen lästiges Suchen nach der gewünschten Einstellung erspart.
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