Praxistest: Panasonic Lumix DMW-DMS1 und Nikon ME-D10 – Mikrofone mit einstellbaren Ausrichtungen
| Jonas Schupp
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Kabellosen Workflow mit vierspuriger 32 Bit-Aufnahme mitsamt einstellbarer Richtcharakteristiken versprechen die On-Camera-Mikrofone DMW-DMS1 und ME-D10. Wir haben die beiden digitalen Richtrohrmikrofone getestet.
IM TEST: Nikon ME-D10, 299 Euro Panasonic DMW-DMS1, 399 Euro
Seitdem filmende Fotokameras Camcorder nahezu vollständig abgelöst haben, sind On-Camera-Mikrofone für den Atmosphärenton unverzichtbar. Zwei professionelle wie besonders komfortable Lösungen bieten Nikon und Panasonic an, denn ME-D10 und DMW-DMS1 sind direkt mit den Multifunktionsschuhen der jeweiligen Kameras kompatibel und sparen sich damit nicht nur das Verbindungskabel zwischen Mikrofon und Kamera, sondern ermöglichen auch Vier-Kanal-Aufnahmen in 32 Bit. Als wäre das alles noch nicht genug, verwenden beide Geräte Mikrofon-Arrays und sind damit in der Lage, durch digitale EInstellungen wechselnde Ausrichtungen einzunehmen. Das klingt im Grunde nach den eierlegenden Wollmilchsäuen für Außendrehs und Atmosphärenton, doch werden die Geräte ihrem Profi-Anspruch auch gerecht?
Joachim Sauer und Jonas Schupp testeten DMW-DMS1 und ME-D10 beim Kundendreh unter Realbedingungen. Im Video gibt es den direkten Tonvergleich.
AUFBAU
Beide Mikrofone sind in dezentem Schwarz gehalten und werden einfach auf die Kameras aufgeschoben und anschließend fixiert. Das DMW-DMS1 ist dabei relativ massiv und zweiteilig aufgebaut: Auf der festen Bedieneinheit sitzt das Mikrofonarray etwas wackelig im runden Gehäuse, eine bewusste Bauweise, die es unempfindlicher gegen Trittschall und Bediengeräusche macht. An der Bedieneinheit selbst lassen sich Wind- und Nebengeräuschreduktion einstellen (Hoch/Standard/Aus), der Limiter zuschalten (Auto/An/Aus) sowie die Lautstärke einmal per Schalter (+20/0/-20 dB) sowie wie beim Camcorder per Rad genau einstellen. Der Clou ist aber die Rückseite, denn hier kann man mittels sechs Tasten ganz einfach die Ausrichtung einstellen. Dabei stehen neben schmaler Empfindlichkeit nach vorne, hinten sowie in beide Richtungen auch eine breite Empfindlichkeit nach vorn sowie zwei unterschiedlich breite Stereopanoramen zur Auswahl.
Dank der Tasten können Panasonic-Filmende schnell zwischen den unterschiedlichen Ausrichtungen wechseln.
Das Me-D10 macht einen robusteren Eindruck, ist aber genauso aufgebaut wie die Panasonic-Version. Nicht ganz so wackelig, aber dennoch entkoppelt sitzt das längliche Array auf der Bedieneinheit, die allerdings spartanischer gehalten ist und auf der einen Seite lediglich Regler für Ausrichtung (Front/All/Rear) und den Klang (Focus/Pure) bereithält. Der Clou des ME-D10 ist allerdings das große Tally-Licht auf der Vorder- und Rückseite, welches direkt über den Aufnahmestatus informiert und über einen eigenen Regler in der Helligkeit eingestellt oder deaktiviert werden kann. Beide Hersteller liefern für Außeneinsätze einen Fell-Windschutz mit, welcher sich einfach überziehen lässt.
Mit dem großen Tally-Licht gibt das ME-D10 sofort Auskunft, ob die Aufnahme läuft.
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