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Praxistest Insta360 X6: die bessere Actioncam? - Sensoren, Prozessor, Videoformate und Farben

| Joachim Sauer

Seite 3 von 4: Sensoren, Prozessor, Videoformate und Farben

SENSOREN UND PROZESSOR

Insta360 spricht von „speziell entwickelten quadratischen Sony-Sensoren – was nicht bedeuten muss, dass diese exklusiv bei Insta360 zum Einsatz kommen. Doch sie sollen deutlich lichtstärker sein und werden zudem von einem KI-Chip unterstützt, der einerseits mehr Rechenleistung und gleichzeitig geringeren Stromverbrauch haben soll. Dank dem neuen Prozessor verspricht man eine höhere Leistung in der Rauschunterdrückung und im Abgleich der beiden Kameramodule – was wir später nochmal später beleuchten und im Video auch reichlich Belegmaterial liefern. Soviel sei aber jetzt schon mal gesagt: Wenig erstaunlich zeigt sich die X6 der X5 überlegen – vor allem in kritischen Lichtsituationen. Insofern kann man festhalten, dass Insta360 nicht nur die Bauform geändert hat, sondern auch deutlich an der inneren Architektur gearbeitet hat.

Wer nur eine Kamera aktiviert kann in 5K mit 60 Bildern, oder in 4K mit Zeitlupenoption von 120 Bildern aufzeichnen.

VIDEOFORMATE

Bleiben wir nochmal im Single-Lens-Modus, denn die X6 filmt mit einer Linse mit bis zu 5K Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde oder 4K bei 120 Bildern pro Sekunde. Damit bewegt man sich auf einem ordentlichen Niveau im Actioncam-Umfeld, ohne mit den derzeitigen Spitzenmodellen (hier im Test) wirklich mithalten zu können. Diese bieten in der Regel höhere Bildraten und teils auch höhere Auflösungen. Nutz man die X6 wirklich als 360-Grad-Kamera ist der 8K-Modus genau genommen Pflicht, auch wenn man wahlweise die Auflösung auf 6K reduzieren kann. Sinnvoll ist das allenfalls wenn man höhere Bildraten benötigt, wobei man hierzulande den Vorteil hat, dass die Kamera immerhin 8K mit 50, nicht jedoch mit 60 Bildern aufzeichnen kann. Das geht dann erst im 6K-Modus. Für Zeitlupe bietet die Kamera einen eigenen Modus mit 8K mit 100 Bildern oder 6K mit 120 Bildern. Bei Zeitraffer kann man sowohl die Laufzeit als auch die Beschleunigung vorgeben, wobei man hier nur in 8K mit wahlweise 25 oder 30 Bildern aufzeichnen kann. Gespeichert wird auf microSD-Karte oder den internen Speicher, der 64 GB groß ist, von denen man aber nur 47 GB zur Aufzeichnung nutzen kann.

Mehr wie 50 Bilder in der Sekunde bekommt die X6 nicht hin – was hierzulande völlig in Ordnung ist, aber für Länder mit 60 Herz Netzfrequenz nicht ideal ist.

FARBENFROH

Der I-Log-Modus ist bereits von den Action- und Gimbal-Kameras bekannt und auch die X5, hatte bereits I-Log – allerdings nur bei auf 5,7K reduzierter Auflösung. Die X6 beherrscht I-Log und Dolby Vision nun auch in 8K, so dass aus unserer Sicht nichts mehr gegen die Aufzeichnung mit 10-Bit mit Farbprofil spricht, zumal der Standard-Modus prinzipiell zwar gut abgestimmt, aber manchmal etwas bunt wirkt, denn die Farbabstimmung bleibt einfach etwas sehr ländertypisches und auf uns wirkt das asiatisch Bunte etwas unecht. Wer es dennoch hinterher so hindrehen möchte, kann dies auch mit I-Log hinbekommen und hat zudem den Vorteil in hellen und dunklen Bereichen etwas mehr Informationen vorzufinden, so dass die Bilddynamik besser ausfällt. Deshalb können wir auch nicht wirklich nachvollziehen, warum (zumindest bisher) das I-Log-Profil verschwindet, solange man nur eine der beiden Kameras verwendet. Das bedeutet letztlich, dass man sinnvoller weiße immer in 360-Grad aufzeichnen müsste.

Die Kamera hat nicht nur einen I-Log-Modus für alle Auflösungen, sondern zeigt auf dem Display ein bereits korrigiertes Bild an.

Optische Fragen, Ton und Fazit
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, MEDIENBUREAU

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