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Praxistest Insta360 X6: die bessere Actioncam? - Bedienung, Sensoren, Prozessor

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Bedienung, Sensoren, Prozessor

BEDIENUNG

Immer noch lästig ist die nötige Registrierung über die App, für die wir immer noch kein Verständnis entwickeln können – aber in dieser völlig überflüssigen Untugend ist man sich ja sogar mit der schlimmsten Konkurrenz einig, so dass man derzeit bei diesen Kameras kaum Alternativen hat. Die App funktioniert bekanntermaßen gut und bietet nicht nur die Steuerung, den Zugriff auf die Video- und Fotodaten, sondern auch den vergleichsweise einfachen Videoschnitt an – wobei das alles nichts neues ist. Verbessert hat Insta360 die Bedienlogik, denn nun sind die seitlichen Tasten klarer voneinander unterscheidbar – sowohl optisch als auch haptisch. Neu ist zudem die kleine Taste an der Front, mit der sich nun der Kameramodus schneller wechseln lässt. Das klappt somit deutlich leichter wie mit der Touchscreen-Funktion, die allerdings nun auch genauer geworden ist.

Die seitlichen Tasten haben nun eine unterschiedliche Haptik und die Aufnahmetaste ist rot markiert. Recht unscheinbar an der Front findet man nun die Umschaltung der Kameramodi, die bei der X5 noch unterhalb vom Display angebracht war. 

Dass der Akku nicht mehr Teil des Gehäuses ist, haben wir schon erwähnt – die zweite seitliche Klappe offenbart immer noch den USB-C-Anschluss. Im immer noch gut organisierten Menü findet man nun einen AI Director, der das Material nach Highlights durchsucht – wahlweise sofort oder aber wenn die Kamera in „Pause“ ist, was zwangsläufig auf die Akkukapazität geht. Dafür hilft die Funktion dabei den richtigen Blickwinkel aus der 360-Grad Aufnahme herauszufischen – und das vergleichsweise gut. Statt eine Actioncam auszurichten, überlässt man es nun also der Rundumsicht alles aufzunehmen und lässt dann die KI arbeiten, damit man dennoch einen passenden Ausschnitt hat. Damit ist klar: 360-Grad-Kameras bedeutet nicht nur Effekthascherei, sondern sie haben einen tatsächlich nennenswerten Vorteil gegenüber normalen Actioncams.

Der AI Director hilft dabei Highlights im aufgezeichneten Videomaterial ausfindig zu machen.

360-GRAD ODER ACTIONCAM

Die Insta360 X6 bietet, wie schon die Vorgängerversionen, auch einen ganz herkömmlichen Actioncam-Modus, wobei man mittels InstaFrame 2. Motive automatisch verfolgen und daraus ein flaches 4K-Video ausgeben. In desem Single-Lens-Modus lassen sich, wie mit einer Gimbal-Kamera, ein horizontaler oder vertikaler Rundumschwenk erstellen – nur bewegt sich hier eben nichts, sondern die Bewegung ergibt sich durch eine Veränderung des Blickwinkels. Gleichzeitig kann die Bildberuhigung hier tatsächlich mit mehr Puffer arbeiten, was zu einer extrem guten Bildberuhigung führt, die auch bei Aufnahmen am langen Selfie-Stick auf Schotterpisten noch gute Ergebnisse abliefert. Im Gegensatz zum Vorgängermodell gibt es nun aber nicht nur drei Bildwinkel, sondern letztlich die freie Wahl zwischen MaxView mit 160 und Liniear mit 80 Grad Bildwinkel. Damit hat man sogar deutlich mehr Freiheiten als bei der klassischen Actioncam.

Statt lediglich drei Blickwinkel zu bieten bekommt man im Actioncam-Modus die freie Wahl zwischen 80 und 160 Grad Bildwinkel.

Sensoren, Prozessor, Videoformate und Farben
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, MEDIENBUREAU

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