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Drohnenversicherung: Tarifchecker von Drohnen-Camp zeigt große Lücken

| Jonas Schupp

Ein Tarifvergleich des Drohnen-Portals Drohnen-Camp zeigt große Unterschiede bei Beitrag und Leistungsumfang von Drohnen-Versicherungen. Ein neuer Rechner soll zuerst den geplanten Drohneneinsatz klären.

Drohnen-Camp hat Versicherungsangebote von sieben Anbietern ausgewertet und erhebliche Unterschiede zwischen Preis, Deckung und eingeschlossenen Einsätzen festgestellt. Bei privaten Policen mit fünf Millionen Euro Deckung reicht der Jahresbeitrag laut Portal von 46,41 bis 95,20 Euro und unterscheidet sich damit um mehr als das Doppelte. Die Deckungssumme allein sagt jedoch wenig darüber aus, ob ein Tarif zum Einsatzprofil passt. Rund drei Viertel der geprüften Varianten schließen Flüge außerhalb der direkten Sichtweite, sogenannte BVLOS-Flüge, aus. Streu- oder Sprühflüge sind demnach bei rund 93 Prozent nicht standardmäßig versichert. Relevant sind außerdem die Anzahl der versicherten Drohnen, der geografische Geltungsbereich und die Abgrenzung zwischen privater und gewerblicher Nutzung. Das betrifft Medienschaffende unmittelbar: Beispielsweise gelten Social-Media-Aufnahmen nicht automatisch als privater Einsatz, und einzelne Privatpolicen erlauben eine nebenberufliche oder gewerbliche Nutzung nur bis zu einer festgelegten Umsatzgrenze.

Wer hierzulande Drohnen wie die HoverAir Aqua fliegen möchte, muss diese versichern. Zwischen Bedingungen und Beitragshöhe gibt es deutliche Unterschiede, wie Drohnen-Camp jetzt festgestellt hat.

Der neue Spezialrechner, den Drohnen-Camp auf ihrer Website implementiert hat, setze deshalb vor dem eigentlichen Preisvergleich an. Nutzer geben zunächst an, ob sie privat oder gewerblich fliegen, mehrere Drohnen betreiben, im Ausland arbeiten oder besondere Anwendungen wie Rehkitzrettung, Landwirtschaft und Flüge außerhalb der Sichtweite planen. Erst danach grenzt das Portal die benötigte Versicherungsart ein und stellt passende Angebote gegenüber. Damit soll verhindert werden, dass ein niedriger Beitrag oder eine hohe Deckungssumme über Leistungsausschlüsse hinwegtäuscht. Die eigene Drohnen-Camp-Plus-Mitgliedschaft mit Versicherungsleistungen ist nach Angaben des Portals nicht in die Auswertung eingeflossen. Vor dem Abschluss sollten Interessierte dennoch Versicherungsbedingungen, Selbstbeteiligung, Länderausschlüsse und die Einstufung ihrer Foto-, Video- oder Social-Media-Tätigkeit prüfen.