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Antigravity A1 im Test: Der 360-Grad-Angriff auf DJI - Start, Steuerung und Goggles

| Joachim Sauer

Seite 2 von 5: Start, Steuerung und Goggles

STARTVORGANG

Die Antigravity A1 fällt zunächst durch ihre kompakte Konstruktion auf, was auch an den vergleichsweise kleinen, nach unten und oben ausgerichteten Optiken liegt – was nach vorne wie zwei Kameras aussieht, sind Abstandssensoren. Damit die untere Optik beim Starten und Landen keinen Schaden nimmt, hat die A1 ein „Fahrwerk“ das beim Start automatisch einklappt, sodass die beiden 360-Grad-Optiken oberhalb und unterhalb des Gehäuses freie Sicht erhalten. Weitere Sensoren auf der Unterseite unterstützen die Positionierung und helfen beim Landen. Damit ist klar: Per Sensoren klappt die Hindernis- und die Flughöhenerkennung – nach hinten ist unterstützt die A1 mit dem neuen Update die Erkennung über die 360-Grad-Kamera – wenn auch nicht ganz so zuverlässig und schnell wie über die Sensoren. Entsprechend kam bei uns die Warnung nach hinten so spät, dass wir uns kaum noch getraut haben, dichter ans Testobjekt heranzufliegen. Hier kann man nur auf weitere Updates hoffen. Wobei man allerdings dazu sagen muss, dass bei einer 360-Grad-Drohne genau genommen der Rückwärtsflug keine Bedeutung hat, denn schließlich kann man hinterher den sich öffnenden Blick nach hinten wählen, auch wenn man vorwärts fliegt. Einziges Gegenargument: Man sieht so schlecht, wie das Bild aussieht.

Die Antigravity A1 hat ein kleines Fahrwerk, das nach dem Start automatisch angelegt wird.

STEUERUNG

Gestartet wird über einen Schieberegler an der Fernbedienung: Zweimaliges schnelles Hochschieben aktiviert die Rotoren, längeres Betätigen lässt die Drohne abheben. Anschließend zeigt sich die Besonderheit des Bedienkonzepts, das man so allerdings auch schon von der DJI Avata kennt. Statt zweier klassischer Steuerknüppel hält der Pilot einen bewegungsempfindlichen Controller in der Hand. Ein Zeiger im Sichtfeld der Brille markiert die Flugrichtung, wird die Fernbedienung gedreht oder geneigt, folgt die Drohne dieser Bewegung. Die Steuerung reagiert nachvollziehbar, verlangt aber eine kurze Eingewöhnung. Dabei ist klar, dass der Drohenführende niemals, wie rechtlich gefordert und schon erwähnt, die Drohne im Blick behalten kann. Dafür hat er über das Brillenbild eine Rundumsicht, die nicht nur Spaß macht und schick ist, sondern tatsächlich gut hilft, wenn man die Orientierung doch mal verloren hat.

Antigravity A1 Steuerung BrilleDie gesamte Steuerung funktioniert über den Handsender, der im Display der Brille einen Zielpunkt zeigt, auf den die Drohne zufliegt.

GOGGLES

Die Videobrille wiegt etwa 320 Gramm und sitzt angenehm. Besonders praktisch ist die integrierte Dioptrienkorrektur, durch die sich das Bild an die Sehstärke des Piloten anpassen lässt. Auf der Außenseite besitzt die Brille zwei große, rund wirkende Flächen. Tatsächlich handelt es sich bei einer davon um ein Display, das das aktuelle Kamerabild nach außen zeigt und für die zweite Person, die das Fluggerät im Blick behält, eine gute Orientierungshilfe ist. Die zweite Fläche dient als Touchpad der Bedienung. Die Stromversorgung der Brille erfolgt über einen externen Akku, der an einem mitgelieferten Halsband getragen wird. Das Kabel von Akku zu Brille fällt allerdings relativ kurz aus, zudem ist die Verbindung an der Brille nicht gegen versehentliches Herausziehen gesichert, während am Akku eine entsprechende Sicherung vorhanden ist.

Antigravity A1 Brille FrontDas Display an der Front hilft der zweiten Person bei der Beurteilung, was die Drohne gerade macht – aber genau genommen muss sie die gesamte Zeit die Drohne im Blick haben, denn wer steuert sieht diese, dank Brille, nicht.

Bedienung, Auflösung und Bildqualität
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Antigravity, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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