GoPro Mission 1 Pro ILS: 8K-Kamera mit MFT-Bajonett kommt
Mit der Mission 1 Pro ILS bringt GoPro am 2. September 2026 die dritte Actioncam der Mission-1-Reihe in den Handel. Das 197 Gramm leichte Gehäuse übernimmt die Technik der Mission 1 Pro, ersetzt deren Festoptik aber durch ein Micro-Four-Thirds-Bajonett.
Mit der neuen Mission 1 Pro ILS zielt GoPro auf kleine Rigs, Fahrzeugaufnahmen und schwer zugängliche Kamerapositionen. Neu ist die Serie für VIDEOAKTIV-Leser nicht, denn dass sie kommt war schon mit der Ankündigung der Mission 1-Serie Mitte April klar. Zudem haben wir die technische Basis, die Mission 1 Pro bereits ausführlich getestet und mit der Insta360 Ace Pro 2 sowie der DJI Osmo Action 6 verglichen. Der 50-Megapixel-Sensor im 1-Zoll-Format und der GP3-Prozessor ermöglichen bis zu 8K60 und 4K240. Open Gate nutzt das 4:3-Sensorformat mit maximal 8K30 oder 4K120. Eine auf zehn Sekunden begrenzte 1080p-Zeitlupe erreicht 960 Bilder pro Sekunde, allerdings nur in 8 Bit und ohne GP-Log2. Das MFT-Bajonett besitzt keine elektronischen Kontakte. Geeignet sind daher manuell fokussierbare Objektive mit fester Blende bis f/4,5 oder eigener Blendensteuerung; weitere Optiken lassen sich adaptieren. Fokuslupe und Focus Peaking helfen bei der Schärfekontrolle, HyperSmooth stabilisiert intern. GoPro nennt Brennweiten von 6 bis 500 Millimetern, garantiert die Wirkung bei rectilinearen Objektiven aber nur bis 50 Millimeter.
Die Mission 1 Pro ILS arbeitet mit einem MFT-Bajonett ohne Kontakte und ist somit auf den manuellen Fokus angewiesen. Sie ist damit eher etwas für die feste Montage auf engem Raum - wenn gleichzeitig der Hintergrund unscharf sein soll. Die technische Basis ist jedoch mit der bereits getesteten Mission 1 Pro identisch.
Aufgezeichnet wird mit 10 Bit, GP-Log2 oder HLG-HDR und bis zu 240 Mbit/s. Hinzu kommen Timecode-Synchronisation, vier Mikrofone, Mehrspurton und eine separate 32-Bit-Float-WAV-Datei. Der 2.150-mAh-Akku soll mehr als drei Stunden 4K30 beziehungsweise fünf Stunden 1080p30 schaffen. Die kostenlose Mission Monitor App für iPhone und iPad ab iOS 18 überträgt das Livebild und bietet Fokuslupe, Peaking, Zebra, Raster sowie LUT-Vorschauen. Auch Aufnahme und Modus lassen sich steuern. So kann das Mobilgerät bei kleinen Produktionen einen Kontrollmonitor ersetzen, sofern die Funkverbindung zuverlässig arbeitet. Die Mission 1 Pro ILS hätte bereits länger in der VIDEOAKTIV-Redaktion eintreffen sollen; Versandschwierigkeiten haben dazu geführt, dass diese nur wenige Stunden vor dem Launch eingetroffen ist. Ein eigener Praxistest folgt aber entsprechend baldmöglichst. Erst dann lässt sich beurteilen, wie gut das manuelle MFT-Konzept, die Stabilisierung und die Monitor-App im Drehalltag zusammenspielen. In den USA kostet die Mission 1 Pro ILS 699,99 US-Dollar, für verlängernde Jahresabonnenten 599,99 US-Dollar. Nach dem derzeitigen entspricht das rund 600 beziehungsweise 514 Euro, jeweils ohne deutsche Steuern und Importkosten. Wir liefern genauere Euro-Preise sobald uns die bekannt sind. Die Kamera lässt sich nun vorbestellen und soll ab 2. September 2026 weltweit ausgeliefert werden.
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