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Actioncam-Vergleich 2026: GoPro Mission 1 Pro gegen Insta360 Ace Pro 2 und DJI Osmo Action 6

| Jonas Schupp

Nach dem Einzeltest tritt die Mission 1 Pro gegen die günstigere Konkurrenz von DJI und Insta360 an. Wer holt im großen Actioncam-Vergleich den Sieg?

360 Grad Kameravergleich Titel

 

IM TEST:
GoPro Mission 1 Pro, 700 Euro
DJI Osmo Action 6, 436 Euro
Insta360 Ace Pro 2, 379 Euro

 

Die Mission 1-Reihe soll nicht weniger als die Rettung der Firma GoPro sein, denn diese befindet sich, wie in unserem Praxistest der Mission 1 Pro berichtet, in großen finanziellen Schwierigkeiten. Da hilft es, dass die Mission 1 Pro aktuell die VIDEOAKTIV-Bestenliste der Actioncams anführt. Doch reicht das, um gegen die günstigeren Ace Pro 2 von Insta360 und Osmo Action 6 von DJI zu bestehen? Das wollten wir wissen und sind mit den drei Actioncams im Schwarzwald unterwegs gewesen, um sie auf dem Fahrrad montiert auf Straßen, Schotter- und Buckelpisten intensiv zu testen.

Joachim Sauer hat die aktuellen Top-Actioncams von GoPro, DJI und Insta360 auf dem Gravelbike getestet und kürt im Video den Testsieger sowie die Preis-Leistungsempfehlung.

GEHÄUSE

 

Kennt man eine, kennt man alle könnte man meinen und tatsächlich trifft das auf Actioncams nahezu vollständig zu. Alle drei Kandidatinnen orientieren sich am bekannten GoPro-Design mit Anschalt- und Aufnahmetaste, die bei der Mission 1 Pro die beste Haptik besitzen. Auf der anderen Seite ist diese Kamera das größte Modell im Vergleich und quasi die Antithese zum eigentlich auf maximale Kompaktheit ausgelegten Actioncam-Konzept. Demgegenüber bleibt die Osmo Action 6 „klassisch“ und ist damit die kleinste Kamera im Vergleich, die Ace Pro 2 orientiert sich dazwischen ein. Ihre Besonderheit ist das neigbare Hauptdisplay, welches sich für Selfie-Aufnahmen komplett umklappen lässt. Das ist auch notwendig, denn im Gegensatz zu den Frontdisplays der Mitbewerberinnen, welche auch das Kamerabild anzeigen, bietet der Frontbildschirm der Ace Pro 2 lediglich Informationen über Modus, Auflösung, Format und Bildwiederholrate. Inzwischen etabliert sind die abnehmbaren Frontkappen, für die alle Hersteller Zubehör wie beispielsweise ND-Filterkappen oder Weitwinkel-Linsen anbieten.

360 Grad Kameravergleich GRWährend die Mission 1 Pro USB-Anschluss, SD- und Akkufach in einem Fach unterbringt, verwenden die anderen Actioncams derer zwei.

 

BEDIENUNG

Sehr ähnlich aufgebaut ist auch die Bedienung: je nach Modell muss man wischen oder auf die kleinen Icons tippen, um in die allgemeinen Einstellungen zu gelangen, Anpassungen am Bild respektive den Videoeinstellungen vorzunehmen oder in die Clipansicht zu wechseln. Bei den Menüpunkten gefällt uns die Gliederungen bei GoPro am besten, die jedes Icon mit einem kleinen Text unterhalb erklären und damit den Einstieg erleichtern. Wobei dieser Punkt nicht sonderlich ins Gewicht fällt, denn auch bei den anderen beiden Kameras findet man sich nach kurzer Eingewöhnung schnell zurecht.

Mission 1 Actioncamvergleich Menue GoProGoPro setzt im Menü sowohl auf Symbole als auch auf kleine, erklärende Texte und erleichtert damit Neulingen den Einstieg.


FORMATE UND AUFLÖSUNGEN

Die Mission 1 Pro besitzt mit einem 1-Zoll-Sensor den bisher größten in einer Actioncam verbauten Sensor. Dieser lässt sich im 16:9-, 9:16- oder im 4:3-Format auslesen und bietet abhängig davon verschiedene Auflösungen und Bildwiederholraten. 4K-UHD mit maximal 30 und Full-HD mit maximal 30 Bildern pro Sekunde sind im Hochkant-Format drin, weshalb man eher die Kamera um 90 Grad drehen sollte, um dann im 16:9-Format, aber Hochkant-Ausrichtung das volle Potential der Mission 1 Pro nutzen zu können. Denn hier schafft sie 8K-Auflösung mit bis zu 60, 4K-UHD mit bis zu 240 und Full-HD mit bis zu 480 Bildern pro Sekunde – alles Spitzenwerte für Actioncams. Ebenfalls 8K, aber nur mit maximal 30 Bildern bekommt man im 4:3-Format – praktisch für die gleichzeitige Aufnahme von Quer- und Hochkantvideos. In 4K-UHD sind maximal 120, darunter bis zu 480 Bilder möglich. 

Die Mission 1 Pro bietet im Actioncam-Bereich neue Spitzenwerte bei Auflösungen und Bildwiederholrate.

Mit 1/1,3 Zoll besitzt die Ace Pro 2 den kleinsten Sensor im Vergleich, der aber im Vergleich zu anderen Actioncams immer noch relativ groß ist. Auch sie bietet drei Formate, anstatt 9:16 ist jedoch mit 2,35:1 ein am Kino-Seitenverhältnis orientiertes Format. In diesem sowie in 16:9 ist wie bei GoPro ebenfalls 8K möglich, jedoch nur mit maximal 30 Bildern – 4K-UHD ist mit 120 Bildern möglich. Dem 16:9-Format vorbehalten sind 2,7K (maximal 120 Bilder) und Full-HD mit dann bis zu 240 Bildern in der Sekunde. Maximal 60 Bilder pro Sekunde sind im 4:3-Format drin, sei es in 4K, 2,7K oder 1440p.

Mission 1 Actioncamvergleich Seitenverhaeltnissse insta360Einzigartig für die Ace Pro 2 ist das 2,35:1-Format mit einem an Kinofilme erinnernden Seitenverhältnis.

1/1,1 Zoll groß ist der Sensor der Osmo Action 6 trotz damit kompakter Baugröße fast genauso groß wie beim GoPro-Modell. Trotzdem bekam man hier mit 4K-UHD die geringste Auflösung spendiert, erst per Firmware-Update rückte man mit 8K zur Konkurrenz auf. Wie bei Insta360 sind maximal 30 Bilder pro Sekunde drin, das Format ist jedoch auf 16:9 festgelegt. Daneben bietet DJI 4K-UHD und 2,7K mit maximal 120 Bildern und Full-HD mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde an, neben 16:9 stehen auch 4:3 mit maximal 120p in 4K und 2,7K sowie 9:16 mit bis zu 120p in 4K respektive 2,7K und 240p in Full-HD zur Verfügung. Alleinstellungsmerkmal ist die quadratische 4K-Aufnahme mit 3840×3840 Pixeln und bis zu 60 Bildern in der Sekunde, was, wie auch das 4:3-Format, praktisch für eine gleichzeitige Aufnahme von Hochkant- und Querformatvideos ist.

Mission 1 Actioncamvergleich interner Speicher OsmoAls einzige Kamera im Vergleich bietet die Osmo Action 6 einen internen Speicher, der mit 50 Gigabyte groß genug ist, um mehr als nur Notfall-Backup zu sein. 


BILDPROFILE

Alle drei Actioncams besitzen ein eingebautes Log-Profil für höhere Bilddynamik, wobei DJI auf das „kleine“ D-Log M, GoPro und Insta360 setzen auf die „ausgewachsenen“ GP-Log 2 und I-Log-Profile. I-Log wird man jedoch wohl kaum nutzen, denn hier ist man auf maximal 4K und 60 Bilder limitiert. Oberhalb dessen stehen nur die integrierten Bildprofile zur Auswahl, wobei sowohl Insta360-Bildstile als auch von Leica entworfene Farbabstimmungen auswählbar sind. Osmo Action 6 und Mission 1 Pro bieten ihre Log-Profile in allen Auflösungen und Bildwiederholraten an und sind damit aus professioneller Sicht einen Schritt über der Ace Pro 2.

Bei der Mission 1 Pro führt GoPro GP-Log 2 ein, welches in der Nachbearbeitung zu einer höheren Bilddynamik führt. Links das Bild direkt aus der Kamera, rechts nach der Farbkorrektur.

APP

Jeder Hersteller bietet für ihre Actioncam eine App an, wobei dessen Installation bei Insta360 und DJI Pflicht ist – sonst kann man die Kameras nach einer gewissen Anzahl an Anwendungen nicht mehr nutzen. Im Gegensatz zu Drohnen empfinden wir das hier als Gängelung, da man eine bereits gekaufte Kamera nicht künstlich sperren sollte. Mit der Mission 1 Pro darf man nach dem Kauf tatsächlich sofort filmen. Trotzdem lohnt sich eine Installation der Go Pro Quick-App, um die Firmware aktuell zu halten. Im Vergleich zu DJIs Mimo-App und vor allem zu Insta360s Anwendung ist die Quick-App spartanisch gehalten, hier sind die Chinesen in Sachen Bedienung und Funktionsumfang besser aufgestellt.

Mission 1 Actioncamvergleich GroessenvergleichStellt man die drei Kameras nebeneinander, fallen die unterschiedlichen Größen besonders auf.


BILDSTABILISATOR

Ein guter Bildstabilisator ist Grundvoraussetzung für Actioncams und alle drei Modelle können mit einem solchen punkten. Schaut man genauer hin, offenbaren sich doch Unterschiede, wenn das Tempo schnell oder das Gelände uneben wird. Die Ace Pro 2 ist hierbei am „unruhigsten“, was aber Meckern auf hohem Niveau ist. Mit neuem Sensor und dementsprechend auch einem neu entwickelten Bildstabilisator muss GoPro, bisher Vorreiter in dieser Kategorie, nun der Osmo Action 6 den Vortritt lassen – die Unterschiede sind hierbei aber sehr gering und treten vor allem bei plötzlichen Schlägen auf sonst glatter Straße auf. Getestet wurde dabei in der Standard-Stabilisierung aller drei Kameras, da diese Einstellung die allermeisten Einsatzgebiete abdeckt und somit am häufigsten verwendet werden dürfte. Bei maximaler Stabilisierung kann die Mission 1 Pro wieder die DJI-Konkurrentin ausstechen, bei welcher im „Rocksteady Plus“-Modus digitale Fehler und verwaschene Details im Bild auftreten. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann die Informationen in unserem Einzeltest der Osmo Action 6 nachlesen.

Beim Bildstabilisator hat die DJI Osmo Action 6 in der Standardeinstellung leicht die Nase vorn. 

LICHTSTÄRKE

Einer der deutlichsten Sprünge zwischen Hero 13 und Mission 1 Pro betraf die Lichtstärke – seit langem ein Schwachpunkt von GoPro. Nun können die Amerikaner zur Konkurrenz aufschließen, wie die ISO-Vergleichsaufnahmen zeigen. Die native Empfindlichkeit liegt dabei bei allen drei Kameras bei ISO 100, was prinzipiell keine hohe Lichtstärke verspricht. Deshalb steuern alle hersteller mit einer integrierten Rauschreduzierung dagegen, was sich bei ISO 800 in einem – vor allem bei der Ace Pro 2 – merklichen Detailverlust widerspiegelt. Der Detailverlust an der Insta360-Actioncam wird bei ISO 3200 so hoch ausfällt, dass bei uns bereits eine Stufe vorher bei ISO 1600 Schluss ist. Die Mission 1 Pro besitzt zwar weniger Detailverlust, allerdings ist hinsichtlich des Bildrauschens aus professioneller Sicht alles über ISO 3200 nicht mehr verwendbar. Spitzenreiter bleibt die Osmo Action 6, die lange die Waage zwischen Detailverlust und Bildrauschen hält und erst bei ISO 6400 die professionelle Grenze erreicht. Hier hat sich offensichtlich zwischen unserem ersten Test und dem Vergleich einiges getan, denn damals war schon bei ISO 1600 Schluss.

Mission 1 Actioncamvergleich ISO 800Bei ISO 800 fällt die künstliche Entrauschung bei allen drei Kameras durch Verlust der Detailschärfe auf, am deutlichsten aber bei der Insta360 Ace Pro 2.


NACHTMODUS

Speziell für Schwachlicht-Aufnahmen haben Mission 1 Pro, Osmo Action 6 und Ace Pro 2 einen dedizierten Nachtmodus integriert, welcher im Grunde eine deutliche Helligkeitsanhebung und Entrauschung auf Kosten der Detailschärfe durchführt. Hier ist man auf 4K-Auflösung und maximal 60 Bilder pro Sekunde limitiert, kann aber bei Ace Pro 2 und Mission 1 Pro die integrierten Bildstile, bei letzterer sogar HLG nutzen. Die Osmo Action 6 bietet das nicht, kann aber dafür mit dem farblich am besten abgestimmten Bild in diesem Modus punkten. Einen Hauch dahinter ist die GoPro mit leichtem Gelbstich, die Insta360 besitzt das gesättigste Bild, allerdings mit stellenweise merklichen Farbeinstichen vor allem im Magenta-Bereich.

Die Nachtmodi sollte man nur als letzte Wahl sehen, da mit ihnen immer ein deutlicher Detailverlust einhergeht. 

BILDQUALITÄT

Natürlich sind Bewertungen der Bildqualität immer zu einem gewissen Grad subjektiv, festhalten kann man jedoch, dass GoPro und DJI dank ihrer immer verfügbaren Log-Profile ein professionelleres, dynamischeres Bild bieten können als Insta360. Die Nase vorn hat einmal mehr GoPro mit der Mission 1 Pro, welcher gegenüber der Hero 13 nochmal an Dynamik und Farbabstimmung zugelegt hat und im Vergleich mit dem natürlichsten Bild punkten konnte. Auch die Osmo Action 6 kann mit guter Bilddynamik überzeugen, schafft allerdings vor allem in der Bewegung nicht die gleiche Detailschärfe. Dahinter reiht sich die Ace Pro 2 ein, deren flaches Profil in der Nachbearbeitung nicht die gleiche Dynamik zulässt. Zudem sind die Farben nicht so natürlich wie bei den anderen beiden Kameras abgestimmt und erfordern oft zusätzliche Nachbearbeitung. Filmt man allerdings in I-Log, ist die Qualität wiederum sehr gut und auf dem Niveau der anderen Kameras. Wer also die hohen Bildwiederholraten nicht braucht, bekommt mit der Ace Pro 2 die gleiche Bildqualität wie bei der Osmo Action 6. Die Mission 1 Pro bleibt jedoch ungeschlagen an der Spitze, zumal sie auch mit den geringsten Gegenlicht-Effekten punkten kann, welche besonders beim Insta360-Modell unangenehm auffallen. 

Mission 1 Actioncamvergleich BildqualitaetBei der direkten Gegenüberstellung ist gut zu sehen, dass die Ace Pro 2 im „Flat“-Profil nicht die gleiche Bildqualität besitzt wie die anderen Kameras.


ALLEINSTELLUNGSMERKMALE

Unabhängig von Bildqualität, Stabilisator und Co. hat jede der drei Kameras Eigenschaften, die sie von den anderen unterscheidet. Die Mission 1 Pro ist durch ihren großen Sensor in der Lage, Bereiche vor der relativ hohen Naheinstellgrenze von etwa 60 Zentimetern in einer cineastisch anmutenden Unschärfe darzustellen. Für die Insta360 Ace Pro 2 spricht in erster Linie das neigbare Display, was die Kamera zu mehr als nur Action-Anwendungen wie beispielsweise unauffälligen Aufnahmen aus der Hüfte qualifiziert – nicht umsonst bietet Insta360 optional einen per USB-C verbundenen Griff an, der Workflows à la Digitalkamera ermöglicht. Die Osmo Action 6 besitzt nicht nur als einzige der drei Actioncams einen internen Speicher, sondern auch eine einstellbare Blende. Diese ist zwar mit F2.0 bis F4.0 nicht besonders variabel, lässt aber trotzdem eine gewisse Manipulation der Schärfentiefe zu und verhindert besser allzu hohe Verschlusszeit-Werte und damit verbundene abgehackte Bewegungen.

Die Osmo Action besitzt als einzige Actioncam eine einstellbare Blende für bessere Bewegungsdarstellung.

TON

Die Ace Pro 2 besitzt zwei, die Osmo Action 6 drei und die Mission 1 Pro sogar vier interne Mikrofone. Die Audioqualität ist bei Positionen hinter der Kamera bei der GoPro, bei Selfie-Aufnahmen bei der Insta360 am besten – wobei ab einem gewissen Abstand von der Person zur Kamera ist der Ton der internen Mikrofone aber ohnehin vernachlässigbar sind. Deshalb besitzen alle Actioncams Bluetooth-Kompatibilität zur Verbindung mit Funkstrecken-Sendern wie beispielsweise vom Insta360 Mic Pro oder DJI Mic Mini 2, wobei dank einheitlichem Standard egal ist, welches Mikrofon man an welcher Kamera verwendet. Unterschiedlich ist aber die Aufnahmequalität: während DJI und Insta360 mit 48 kHz und 16 Bit unter dem Studiostandard bleiben, liefert GoPro mit 48 kHz und 32 Bit die inzwischen etablierte Profi-Qualität mit zusätzlichem Übersteuerungs-Schutz.

Mission 1 Actioncamvergleich Tonmenue GoProJede der drei Actioncams ist in der Lage, sich per Bluetooth mit kompatiblen Mikrofonen zu verbinden. Von welcher Marke, ist dabei egal.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Ein Ergebnis können wir direkt festhalten: Sowohl Mission 1 Pro als auch Osmo Action 6 und Ace Pro 2 sind richtig gute Actioncams und sie alle haben Eigenschaften, die sie von den anderen abheben und am Ende ausschlaggebend für einen Kauf sein können. Erst beim direkten Vergleich miteinander offenbaren sich die Unterschiede, welche dann letztendlich ausschlaggebend über die Platzierung sind.

Von den Eigenschaften am besten und damit Testsieger ist letztendlich die Mission 1 Pro, was man bei dem Preisunterschied jedoch auch erwarten darf. Sie bietet das beste Bild mit den natürlichsten Farben und der höchsten Dynamik dank GP-Log 2. Nicht nur wurden die Schwächen der Hero 13 ausgemerzt, mit 8Kp60 und 4Kp240 schafft man die derzeit besten Formate im Actioncambereich. Zudem ist man beim Kauf nicht an eine Aktivierung gebunden und kann direkt losfilmen. Günstig ist sie definitiv nicht, doch wem die 700 Euro zu viel Geld sind, sollte sich eventuell die 100 Euro günstigere Mission 1 anschauen, welche eine in den Eigenschaften nahezu gleiche Alternative darstellt.

Mit 379 Euro am günstigsten ist die Ace Pro 2, die bei der Bildqualität aus Profi-Sicht den anderen beiden Kameras nicht ganz das Wasser reichen kann. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sie für Amateure nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Im Gegenteil, man wird wohl derzeit keine andere Actioncam mit genauso gutem Preis-Leistungsverhältnis finden, die für die allermeisten Anwendungen hervorragend geeignet ist – ein klarer Preistipp.

Bleibt noch die Osmo Action 6, die sich nicht nur preislich, sondern auch im Testvergleich zwischen den beiden Mitbewerbern platziert. Sie schafft damit einen guten Spagat zwischen noch einsteigerfreundlichem Preis und professionellen Eigenschaften wie D-Log M als Log-Profil. Optisch nicht ganz auf dem Niveau der GoPro, profitiert sie von DJIs umfangreicher Peripherie. Wer also schon DJI-Geräte sein Eigen nennt, profitiert bei der Osmo Action 6 beispielsweise von passenden Akkus und idealer Kompatibilität mit den herstellereigenen Funkstrecken. Für welche Actioncam man sich entscheidet, ist damit letztendlich Geschmackssache, denn gut filmen können alle drei.

GoPro Mission 1 Pro:

+ klassenbeste Bildqualität
+ klassenbeste Formate und Auflösungen
+ 32 Bit-Tonaufnahme
- teuer

DJI OSMO Action 6:

+ interner Speicher
+ sehr gute Bilddynamik
+ lichtstark
- Zwangsaktivierung vor Gebrauch

Insta360 Ace Pro 2:

+ klappbares Display
+ umfangreiches Zubehör, auch für Nicht-Action-Anwendungen
+ bestes Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich
Bildqualität nicht ganz auf dem Niveau der Konkurrenz
- Zwangsaktivierung vor Gebrauch

 

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VA Bestenliste

DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Mission 1 Actioncamvergleich Tabellenbild Mission 1 pro

Hersteller GoPro
Modell Mission 1 Pro
Preis 700 Euro
Abmessungen 8,5 x 5,8 x 5 cm
Gewicht 150 g
Internet www.gopro.com
 
ZUR VOLLSTÄNDIGEN TESTTABELLE  
va logo kl 100  
Urteil max.100 Punkte sehr gut 81,7
Preis/Leistung gut

 

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Mission 1 Actioncamvergleich Tabellenbild Mission 1 pro

Hersteller DJI
Modell Osmo Action 6
Preis 436 Euro
Abmessungen 7.3 x 4.8 x 3.3 cm
Gewicht 192 g
Internet www.dji.com
 
ZUR VOLLSTÄNDIGEN TESTTABELLE  
va logo kl 100  
Urteil max.100 Punkte sehr gut 73,8
Preis/Leistung sehr gut

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Mission 1 Actioncamvergleich Tabellenbild Ace Pro 2

Hersteller Insta360
Modell Ace Pro 2
Preis 379 Euro 
Abmessungen 7,2 x 5,2 x 3,8 cm
Gewicht 182 g
Internet www.insta360.com
DATEN
Aufzeichnungsformate 8K (30/25/24p), UHD (120/100/60/50/48/30/25/24p), 2,7K (120/100/60/50/48/30/25/24pp), Full-HD (240/200/120/100/60/50/30/25/24p)
max. Datenrate 180 Mbit/s
Codecs (Dateiformate) H.265, H.264
Max. Abtastung intern 4:2:0 (10 Bit, 8 Bit)
Aufnahmemedien Micro-SDXC
Bildwandler/Auflösung 1/1,3 Zoll/50 Megapixel
BILDQUALITÄT max. 44 Punkte 30,5/gut
Outdoor sehr gut
Indoor gut
Lowlight gut
Bildberuhigung gut
Aufnahmewinkel (min - max.) max. 157 Grad
TON max. 7 Punkte 5,5/sehr gut
Tonaufnahme stereo
Mikrofonanschluss drahtlos
Tonqualität gut
AUSSTATTUNG max.23 Punkte 20,7/sehr gut
GPS-Empfänger/Bluetooth/WLAN •/•/•
Akkufach/Zusatz-Akku •/– 
Anschlüsse USB-C
USB-C Speicher (intern/Karte) –/Micro-SD
Spritzwasserschutz
wasserdicht/Tiefenangabe  •/12 Meter
Unterwassergehäuse
Objektiv drehbar
Überkopfkorrektur manuell/automatisch
LED-Leuchte optional
Intervall-Fotofunktion
Aufnahmeloop
Pre-Recording 90 Sek.
Lieferumfang Stativgewinde, sonstige Halterung
BEDIENUNG max.26 Punkte 22,5/sehr gut
Bedienungsanleitung nur digital, vollständig, verständlich
Akkulaufzeit  150 Minuten 
Akku-Ladezustand in Prozent
Fernbedienung optional und via App
Smartphone-App Insta360 App
Touch-Dsplay
Status/Kontroll-Display (Diagonale) •/• (5 cm)
Ein-Tasten-Aufnahme
gut erkennbare Record-Funktion
Menüstruktur übersichtlich und logisch
Fernsteuermöglichkeit sehr gut
Tasten/Handhabung gut bedienbar (auch mittels Gesten-/Sprachsteuerung, sehr klare Logik)
va logo kl 100  
Urteil max.100 Punkte sehr gut 79,2
Preis/Leistung sehr gut

 

 

 

 

 

Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
GoPro, DJI, Insta360, MEDIENBUREAU

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