Adobe-Report 2026: Kreative KI wird fester Teil der Content-Produktion
Mit dem Creators’ Toolkit Report veröffentlicht Adobe eine weltweite Umfrage unter mehr als 16.000 Kreativen aus acht Ländern, die zeigt, dass kreative KI für viele Content Creator vom Experiment zum festen Produktionswerkzeug geworden ist.
87 Prozent der Befragten, die kreative KI nutzen, sehen dadurch ein schnelleres Wachstum ihres Unternehmens oder ihrer Reichweite, 75 Prozent bezeichnen KI bereits als integrierten oder unverzichtbaren Teil ihres Workflows. Für Deutschland nennt Adobe ähnliche Werte: 80 Prozent der befragten Kreativen berichten von schnellerem Wachstum durch kreative KI, 74 Prozent nutzen sie fest im Arbeitsprozess. Für Creator ist dabei vor allem relevant, dass KI nicht nur einzelne Aufgaben beschleunigt, sondern den gesamten Produktionsablauf verändert. Sie hilft bei Ideenfindung, Skripten, Bild- und Videovarianten, Social-Media-Adaptionen, Hintergrundwechseln, Layouts, Untertiteln, Thumbnails und der Anpassung von Inhalten an verschiedene Plattformen. Damit verschiebt sich der Aufwand: Weniger Zeit fließt in Routinevarianten, mehr in Konzept, Auswahl und Feinschliff.
Laut Report sagen 93 Prozent der Kreativen, dass kreative KI-Inhalte schneller produzierbar macht. Gleichzeitig bleibt die Nacharbeit ein wichtiger Faktor, denn 57 Prozent müssen KI-Ergebnisse vor der Veröffentlichung noch moderat oder umfangreich überarbeiten. 77 Prozent der deutschen Befragten wollen die letzte kreative Entscheidung beim Menschen belassen, 85 Prozent halten Urheberrechtsschutz für KI-unterstützte Werke für wichtig. Auch bei kommenden KI-Agenten wünschen sich Kreative nachvollziehbare Abläufe, klare Grenzen und jederzeitige Eingriffsmöglichkeiten. KI kann also Tempo schaffen, ersetzt aber laut der Umfrage weder redaktionelle Entscheidung noch Stilgefühl, Dramaturgie, Timing oder Markenverständnis. Allerdings leidet die Sichtbarkeit durch den dichter werdenden Content-Markt. 53 Prozent der Befragten finden es heute schwerer finden aufzufallen und 42 Prozent verweisen dabei auf KI-generierte Arbeiten. Gleichzeitig fühlen sich 58 Prozent seit der Nutzung kreativer KI besser in der Lage, mit größeren Teams oder Studios zu konkurrieren.
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