Trendnet und Hiperwall: Managed Switches für AV-over-IP-Videowände
Eine Partnerschaft kombiniert Hiperwalls Videowand-Plattform mit Trendnet-Switches für planbare AV-over-IP-Installationen.
Für Videowände entscheidet nicht allein die Displaytechnik über den Betrieb. Auch das Netzwerk muss mehrere hochauflösende Quellen, Steuerdaten und Rückmeldungen zuverlässig transportieren. Trendnet und Hiperwall haben deshalb eine Partnerschaft angekündigt, in deren Rahmen ausgewählte Managed Switches für den Einsatz mit der Hiperwall-Plattform zertifiziert werden. Die Zertifizierung richtet sich vor allem an Systemintegratoren und Betreiber von Leitstellen, Kontrollräumen, Konferenzumgebungen und großen Informationsflächen. Sie erhalten damit eine dokumentierte Auswahl kompatibler Netzwerkkomponenten, statt die Eignung jedes Switches für eine AV-over-IP-Installation selbst bewerten zu müssen.
Hiperwall setzt auf eine softwarebasierte Videowand-Architektur, die auf Standard-PCs und im vorhandenen Kundennetz läuft. Ein proprietärer Hardware-Controller ist nach Angaben des Herstellers nicht erforderlich. Quellen sollen sich über das IP-Netz auf mehrere Displays verteilen, anordnen und zwischen Arbeitsplätzen beziehungsweise Videowänden teilen lassen. Damit hängt die praktische Leistung des Systems in hohem Maß von Bandbreite, Multicast-Verarbeitung und stabiler Switch-Konfiguration ab.
Die freigegebene Auswahl umfasst 17 Trendnet-Modelle aus den Bereichen Gigabit, Multi-Gigabit sowie PoE+ und UPoE. Dazu gehören unter anderem die Gigabit-Switches TEG-082WS, TEG-204WS, TEG-284WS und TEG-524WS. Für höhere Uplink-Raten nennt Trendnet den TEG-30284 mit vier 10-Gigabit-SFP+-Ports sowie die Multi-Gigabit-Modelle TEG-3182WS und TEG-3284WS. Für AV-over-IP sind neben der nominellen Datenrate insbesondere Funktionen wie VLAN, QoS und IGMP-Snooping relevant. Nach Angaben der Anbieter sollen sie dabei helfen, Videoströme zu segmentieren, zu priorisieren und nur an benötigte Ports weiterzugeben. Mehrere der zertifizierten Modelle bieten außerdem 10-Gigabit-SFP+-Uplinks, wodurch sich zentrale Verbindungen zwischen Switches oder zu Servern mit zusätzlicher Reserve planen lassen. Die Kooperation ersetzt dennoch keine projektspezifische Netzplanung. Auflösung, Bildrate, Kompression, Zahl paralleler Streams und Redundanzanforderungen bestimmen die tatsächliche Last. Für geschäftskritische Umgebungen bleiben daher ein abgestimmtes Multicast-Konzept, Monitoring und dokumentierte Ausfallszenarien wichtig.
Eine gemeinsame Paketpreisangabe nennt die Pressemitteilung nicht. Die Videowandsoftware von Hiperwall ist ab sofort über autorisierte Händler sowie direkt beim Hersteller erhältlich. Die zertifizierten Trendnet-Switches sind im Trendnet Store und weltweit über Vertriebs- und Handelspartner verfügbar; Preise unterscheiden sich je nach Modell und Region.
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Bildquellen: Trendnet |