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Nvidia RTX Spark: KI-Apps zum Start der SoC-Plattform

| Joachim Sauer

Zum Marktstart der RTX-Spark-Notebooks aktualisieren Nvidia und Partner Werkzeuge für lokale KI, Content-Produktion und Spiele unter Windows.

RTX-Spark ist die neue ARM-basierte System-on-a-Chip (SoC)-Plattform von Nvidia für Windows-Laptops und kompakte Desktop-PCs, die am 16. Oktober 2026 erstmals ausgeliefert wird. Dafür baut Nvidia das Software-Ökosystem für lokale KI-Anwendungen aus und kooperiert mit den Rechnerherstellern. Die neuen Geräte kombinieren eine Blackwell-GPU mit bis zu 6.144 Rechenkernen, eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und bis zu 128 GB gemeinsamen Speicher; für KI-Berechnungen nennt der Hersteller (wie schon mehrfach zitiert) bis zu ein Petaflop FP4-Leistung. Nvidia PAIR verlässt die Betaphase und verteilt Inferenzaufgaben zwischen kompatiblen RTX-Rechnern im lokalen Netzwerk. Dadurch sollen sich Modelle verarbeiten lassen, die den Speicher eines einzelnen Systems überschreiten. Unterstützt werden unter anderem llama.cpp und die neue Windows-App Llama von Hugging Face. Letztere soll den lokalen Einsatz von Modellen über eine grafische Oberfläche vereinfachen. Für den 15. Oktober kündigt Nvidia außerdem Nemotron 3.5 Bolt 74B A9B an: Das Modell umfasst 74 Milliarden Parameter, aktiviert pro Anfrage neun Milliarden davon und benötigt laut Hersteller 24 GB Speicher.

Nvidia greift die Prozessorhersteller inzwischen direkt an und hat mit RTX Spark eine ARM baiserte Plattform, die auf Dauer auch Intel gefährlich werden kann. 

Für Medienschaffende bringt Nvidia Broadcast 2.3 die Bearbeitung bereits aufgezeichneter Dateien sowie eine Betaversion aus RTX Video Super Resolution und Frame Generation. Neue Studio-Voice-Profile sollen Sprache auch bei schwierigen Aufnahmen verständlicher machen; über MCP lässt sich die Anwendung zudem in automatisierte Abläufe einbinden. Adobe passt Photoshop, Premiere und Substance 3D an RTX Spark an. Abhängig von Anwendung und Modell soll die Leistung laut Nvidia gegenüber bisherigen Windows-Systemen bis zu doppelt so hoch ausfallen. ComfyUI erhält Knoten für RTX Video Frame Generation und HDR, während Blender 5.3 im November DLSS Ray Reconstruction für Vorschau und Rendering integrieren soll. Parallel kommen Aktualisierungen für lokale Spiel- und Agentenmodelle sowie neue DLSS-Unterstützung, der Schwerpunkt der Ankündigung liegt jedoch auf KI-Workflows direkt auf dem PC.

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