Dell: XPS 16 und KI-Workstations mit RTX Spark
Nach Asus und MSI erweitert auch Dell sein Windows-Portfolio für lokale KI: Ein XPS-Notebook, ein kompakter Desktop und eine GB300-Workstation zielen auf Kreative.
Mit der XPS 16 Creator Edition bringt Dell erstmals Nvidia RTX Spark in sein XPS-Notebook. Der Nvidia Chip verbindet eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen, eine Blackwell-RTX-GPU mit bis zu 6.144 Kernen und maximal 128 GB gemeinsamem Speicher. Dell nennt, wie die anderen Hersteller auch, bis zu ein Petaflop FP4-Rechenleistung. Für Video- und 3D-Arbeit sind Hardware-Encoding und -Decoding von 4:2:2-Material, Raytracing sowie lokale KI-Modelle interessant. Das 17,8 Millimeter flache Aluminiumgehäuse beherbergt ein 3,2K-Tandem-OLED mit 20 bis 120 Hz, DisplayHDR True Black 600, bis zu 1.000 Nits Spitzenhelligkeit und vollständiger DCI-P3-Abdeckung. Ab Werk soll das Panel auf Delta E unter 2 kalibriert und Pantone-validiert sein – womit das Laptop weitgehend ähnliche Eckdaten hat wie das Asus ProArt P16 und in Teilen auch das ProArt P14. Beim Dell XPS gibt es HDMI 2.1b, drei USB4-Anschlüsse mit DisplayPort 2.1 und Stromversorgung, ein vollformatiger SDXC-Leser sowie eine Audiobuchse sollen Adapter im Produktionsalltag weitgehend ersparen. Unter Windows 11 laufen laut Dell unter anderem DaVinci Resolve, Blender, Adobe Photoshop und Premiere nativ; weitere x86-Anwendungen können über Microsofts Prism-Emulation genutzt werden.
Für stationäre Arbeitsplätze überträgt Dell dieselbe RTX-Spark-Plattform mit bis zu 128 GB gemeinsamem Speicher in den kompakten Creator Edition Desktop. Ohne die Akku- und Temperaturgrenzen eines Notebook-Gehäuses soll er längere Render-, 3D- und KI-Läufe bei bis zu einem Petaflop FP4 bewältigen und Modelle mit bis zu 200 Milliarden Parametern lokal ausführen. Am oberen Ende benennt Dell die bisherigen Pro Max mit GB10 und GB300 in Pro Precision mit GB10 und GB300 um. Die Pro Precision mit GB300 erhält zusätzlich Windows-Unterstützung und kombiniert den Nvidia GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Chip mit bis zu 20 Petaflops FP4 und 748 GB kohärentem Speicher; über das Windows-Subsystem für Linux bleiben CUDA- und Linux-Werkzeuge erreichbar. Dell zufolge lassen sich damit Modelle bis zu einer Billion Parameter lokal bearbeiten, wobei solche Angaben stark von Modellformat, Quantisierung und Aufgabe abhängen. Die XPS 16 Creator Edition soll in Deutschland ab 17. Oktober 2026 erscheinen, ein deutscher Preis steht noch aus. In den USA ist sie für 3.800 US-Dollar vorbestellbar, was rund 3.400 Euro entspricht. Creator Edition Desktop und Pro Precision mit GB300 für Windows sollen in Kürze folgen; Preise nennt Dell noch nicht.
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