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Asus und MSI: RTX-Spark-Notebooks für Creator

| Joachim Sauer

Drei neue Mobilrechner kombinieren Nvidias N1X-Chip mit viel gemeinsamem Speicher, unterscheiden sich aber deutlich bei Format und Bedienung.

Asus und MSI richten ihre neuen Creator-Notebooks an dieselbe Zielgruppe: Medienschaffende, die KI-Modelle, Videos und 3D-Projekte möglichst lokal auf einem mobilen System bearbeiten wollen. Im ProArt P14 H7407, ProArt P16 H7607 und Prestige N16 Flip AI+ C1XMT arbeitet Nvidias RTX-Spark-Plattform mit dem N1X-Chip, der eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und eine Blackwell-RTX-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen verbindet. Die Hersteller nennen bis zu ein Petaflop FP4-Rechenleistung und maximal 128 GB LPDDR5X-Speicher, auf den CPU und GPU gemeinsam zugreifen. Dadurch sollen auch größere Sprach- und Bildmodelle, agentenbasierte Abläufe sowie umfangreiche Video- und 3D-Projekte ohne Cloud-Verarbeitung möglich werden. Asus verweist unter anderem auf 12K-Video in 4:2:2, 4K-KI-Videogenerierung und Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern, MSI auf lokale Projekte mit bis zu 90 GB Datenumfang. In der Praxis hängen Leistung und nutzbare Modellgröße jedoch von Speicherausbau, Quantisierung und Software ab. Da alle drei Geräte Windows 11 einsetzen, sollten Anwender zudem prüfen, ob ihre Programme und Erweiterungen nativ laufen oder über Emulation ausgeführt werden.

MSI will mit dem neuen Prestige N16 Flip AI+ verstärkt Creator ansprechen und erlaubt nicht nur die klassische arbeitsweise, sondern bietet dank entsprechendem Scharnier nach dem Umklappen Nutzung wie ein Tablet an. 

Die Unterschiede liegen vor allem im Gerätekonzept. Asus bietet das 1,48 Kilogramm schwere ProArt P14 mit bis zu 3K-OLED und 90-Wh-Akku sowie das 1,77 Kilogramm schwere ProArt P16 mit bis zu 4K-OLED, 120 Hertz, einer angegebenen HDR-Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits und 99,9-Wh-Akku an. Beide Displays unterstützen Touch- und Stifteingabe; die Werkskalibrierung mit Delta E kleiner 1 soll eine verlässliche Farbdarstellung ermöglichen. MSI setzt beim 1,9 Kilogramm schweren Prestige N16 Flip AI+ auf ein 360-Grad-Scharnier, einen mitgelieferten und im Gehäuse ladbaren Nano Pen sowie wahlweise ein UHD+-Tandem-OLED oder ein 2,8K-OLED mit 30 bis 120 Hertz. Ein SD-Kartenleser, zweimal USB4, zweimal USB-A und HDMI 2.1 sind auf Medienproduktionen ausgelegt. Damit stehen ein besonders kompaktes 14-Zoll-Modell, ein klassisches 16-Zoll-Creator-Notebook und ein 16-Zoll-Convertible mit derselben Rechenplattform zur Wahl. Das Asus ProArt P14 kostet 3.299 Euro, das ProArt P16 beginnt bei 2.999 Euro; beide sind vorbestellbar und sollen ab Mitte Oktober ausgeliefert werden. Das MSI Prestige N16 Flip AI+ kostet mit 32, 64 oder 128 GB Speicher 3.449, 4.749 beziehungsweise 7.999 Euro und ist ebenfalls vorbestellbar, ohne dass der Hersteller derzeit einen Termin für die Auslieferung nennt.

Asus bietet den Nvidia Spark Prozessor in der ProArt-Notebook-Reihen mit 14 und 17 Zoll OLED-Display an. 

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