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Tontest: Sony ECM-W3: die Funkstrecke für Sony-Filmer - Praxis und Fazit

| Jonas Schupp

Seite 3 von 3: Praxis und Fazit

PRAXISDer Test des Sony ECM-W3 erfolgte in Norddeutschland, welches sich in der Regel durch beständigen Wind auszeichnet. Der Fell-Windschutz ist damit bei Dreharbeiten unerlässlich und dämpft leichten Wind zuverlässig ab, quittiert jedoch schon bei frischen Brisen den Dienst. Enttäuscht hat uns die Reichweite, auch wenn die von Sony versprochenen maximalen 150 Meter bei Sichtkontakt von Sender zu Empfänger im Test realistisch erschienen. Doch bei Körperblockade kam es schon bei etwa 40 Metern zu deutlichen Verbindungsabbrüchen. Wer beispielsweise in der Nähe lauter Maschinen oder wie in unserem Fall einer stark befahrenen Straße filmt, wird die Nebengeräusch-Reduzierung zu schätzen wissen, die ebensolche Störgeräusche gut abdämpft, wenn auch auf Kosten eines topfigeren Klangbildes. Bei deaktivierter Reduzierung liefern die internen Sendermikrofone einen klaren und ausgewogenen Ton, der mit anderen Funkstrecken in dieser Preisklasse problemlos mithalten kann.

Sony ECM W3 Ladeschale

Für Verbindungs- und Akkuladungszustand integriert Sony Status-LEDs in Sender und Empfänger.

 

 

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Sony ECM W3 Tabellenbild

Hersteller Sony Produkt ECM-W3 Preis 379 Euro Internet sony.de DATEN                                              Bauart Stereo-Funkstrecke (2 Sender, 1 Empfänger) Funktionsweise kabellos Mikrofon 2x in Sender integriert Mikrofonanschluss TRS Stromversorgung interner Akku Ausstattung Ladeschale, Transporttasche, 2x Fell-Windschutz va logo kl 100   Urteil gut Preis/Leistung befriedigend

FAZIT

Jonas Schupp VIDEOAKTIV AutorEines ist klar: Sony umwirbt mit dem ECM-W3 definitiv primär die Filmer, die auch Kameras des Herstellers benutzen. Wer mit Kameras von Fujifilm, Canon, Lumix und Co. arbeitet, findet in dem Preissegment Mitbewerber mit potenteren Eigenschaften wie beispielsweise interner Aufnahme in 32 Bit oder größerer Reichweite. Für Nutzende von Sony-Digitalkameras ist das ECM-W3 aber attraktiv, denn durch den kompakten Empfänger bleibt das System kompakter als beispielsweise mit einem XLR-Adapter. Gleichzeitig spart man sich das lästige TRS-Kabel und das Überwachen des Empfänger-Akkuladezustands. Auch klanglich konnte das ECM-W3 mit einem klarem, natürlichen Klangbild punkten, auch wenn man dort mit einem externen Lavalier-Mikrofon noch mehr herausholen kann. Mit dem ECM-L1 hat Sony auch selbst ein solches Mikrofon im Angebot – hier kommt Ihr zum Test. + kompatibel mit Sonys Multifunktionschuh+ natürlicher Klang der internen Mikrofone- kurze Reichweite- keine interne Aufnahme

 

 

Autor: Jonas Schupp / Bilder: Sony, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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