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Praxistest: Sony PXW-Z300 – Allround-Profi-Camcorder und die Konkurrenzkonzepte - Bildeindruck, Bildrauschen und Fazit

| Joachim Sauer

Seite 5 von 5: Bildeindruck, Bildrauschen und Fazit

BILDEINDRUCK

Dass ein Camcorder geringere Freistellungseigenschaften über einen unscharfen Hintergrund haben – das ist eine Binsenweisheit. Doch genau hier darf man, zumindest mit mehr Abstand und einer entsprechenden höheren gewählten Brennweite durchaus mit dem Camcorder arbeiten. Dank des guten Autofokus bleibt das anviesierte Objekt auch ordentlich scharf – aber eben, und das ist erstaunlich, nicht ganz so scharf, wie man dies eigentlich erwarten würde. Hier zeigt sich, wie sich die Sehgewohnheiten verändern, denn die Sensoreinheit mit 8,3 Megapixel liefert einfach kein ganz so klares Bild wie ein durch Oversampling generiertes Bild der Vollformatboliden. Nicht meckern kann man in Sachen Farbtreue – hier zeigt Sony ein ausgewogenes Bild, das sich so wie es aus dem Camcorder kommt über den Sender schicken lässt. Genau das ist auch die Idee hinter so einem Gerät: Schneller am Ziel zu sein – denn bei Reportagen ist oft Zeit Geld.

Sony PXW Z300 LichtstaerkeDie von den heutigen Vollformatkameras gewohne Lichtstärke kann der Z300 nicht bieten und bei 18 dB Verstärkung ist bereits die Grenze des akzeptablem Bildrauschens erreicht. 

BILDRAUSCHEN

Gerade bei der Farbverarbeitung verweist Sony auf den Vorteil des 3-Sensor-Systems - benennt dabei auch eine verbesserte Schwachlichteigenschaft. Wir haben, wie bei Reportagen üblich, nicht immer unter Idealbedingungen gedreht. Auf dem Camgaroo Award haben wir bewusst auf ein Kopflicht verzichtet und können festhalten: Das macht der Camcorder sehr gut. Kritisch wird es erst, wenn man echte Low-Light-Konditionen hat. Wir haben das zu später Stunde sowohl am Seeufer als auch bei einen Dreh auf einer Hotelanlage ausprobiert und können Festhalten: 9Db-Verstärkung gehen noch absolut in Ordnung, doch bei +18dB zeigt sich bereits ein sehr deutliches Bildrauschen, das Sender früher glatt abgelehnt hätten und wohl auch heute nur ungern über den Äther schicken.

 

FAZIT

Die vielen Bildbeispiele aus der Drehpraxis zeigen, dass der PXW-Z300 gerade im Reportagebereich seine Stärken ausspielt. Er ist schnell am Punkt und dank der Telebrennweite ab und zu schneller als Filmschaffende mit geringerer Brennweite. Dabei sorgt er dann auch dank der lichtstarken Optik noch für eine ordentliche Hintergrund- (oder Vordergrund)-Unschärfe. Das Bild ist insgesamt ausgewogen – und vor allem auch im Automatikmodus extrem verlässlich gut. Die automatische Belichtung, der variable ND-Filter und der gute automatische Weißabgleich sind klare Argumente – die in dieser Kombination in Vollformatkameras derzeit nicht verfügbar sind. Auch wenn der erste Blick auf den Camcorder es vielleicht nicht offenbart: Es ist ein Arbeitswerkzeug für all diejenigen, die sich nicht mit Kameratechnik rumschlagen wollen, sondern eher Inhaltsgetrieben einen Beitrag erstellen wollen. Sprich: Der Z300 ist perfekt für Redakteure und Content Creator, die eher allein arbeiten und dabei sich nicht auf ein bestimmtes Genres festlegen können: mal eine Reportage, mal ein Live-Event und mal ein Selfie-Streaming – das klappt mit dem Z300 sehr gut – man muss ihn sich nur leisten können. In der Realtität wird er wohl häufig auch in der Vermietung eingesetzt werden – gerade wegen der hohen Flexibilität in der Anwendung.
Allerdings wollen wir Sony gerne zwei Dinge auf den Weg geben: Auch bei Camcordern dürfen neue Technologien wie die 32-Bit Float Tonaufzeichnung Einzug halten – ohne dass man dabei auf eigentlich klassische Camcorder-Qualitäten verzichten müsste. Aber genau hier beruft sich Sony auf moderne Trends und verzichtet auf den echten Sucher, was in dieser Kameraklasse eigentlich nicht verständlich ist.

+ hohe Konnektivität
+ großer Brennweitenbereich bei gleichbleibender Blende
+ variabler ND-Filter mit Automatik
- keine LOG-Profile

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DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Hersteller Sony
Modell  PXW-Z300
Preis 8793 Euro
Objektiv (Preis) integriert
Internet sony.de
DATEN
Aufzeichnungsformate UHD (60/50/30/25/24p), Full-HD (120/100/60/50/30/25/24p)
Codecs (Dateiformate)  H.265, H.264, All-Intra, MOV, MP4, MXF
Max. Abtastung intern 4:2:0, 4:2:2 (8 Bit, 10 Bit)
Max. Abtastung externe Aufnahme 4:2:0, 4:2:2 (8 Bit, 10 Bit)
Aufnahmemedien 2x CFexpress Typ A, 2x SDXC
Bildwandler/Auflösung 3x 1/2,3 Zoll/8,3 Megapixel
Objektiv-Bajonett fest ewingebaut
Zoomfaktor/Brennweite
(KB-äquivalent)
16,9 fach/30,5 bis 515 mm (F1,9 - F1,9)
Gewicht mit Objektiv 2600 Gramm
BILDQUALITÄT max. 30 Punkte 18,6/gut
Schärfe befriedigend
Dynamikumfang  befriedigend
Bewegungsauflösung gut 
Rauschen/Bildfehler ausreichend
Lichtempfindlichkeit befriedigend 
Farbwiedergabe sehr gut 
Schärfentiefe-Qualität befriedigend 
Bildstabilisierung befriedigend
Autofokus hervorragend 
TON max. 10 Punkte 8,9/sehr gut
Tonformate PCM 2ch, PCM 4ch, AAC 2ch
Manuelle
Tonaussteuerung 
Mikrofon-/Kopfhörer-/
XLR-Buchsen
●/●/●
Tonqualität internes Mikrofon sehr gut
AUSSTATTUNG max. 30 Punkte 21,5/gut
Bildstabilisator
Body/Optik
/— 
Sucher  — 
Display/Diagonale /3,5 Zoll (8,8 cm)
Display kippen/drehen/
Touchscreen
●/●/●
Blende/Shutter/ISO
manuell
●/●/●
Weißabgl. manuell/
Presets/Kelvin
●/●/●
Fokus manuell per/
Hilfen
Fokusring, Touchscreen/Ausschnittsvergrößerung, Kantenbetonung
Farbe/Kontrast/Schärfe
einstellbar
●/●/●
Zeitraffer/Zeitlupe —/— (UHD max. 60p )
Log/Log-Vorschau/RAW/HDR —/—/—/HLG
LAN/WLAN/Bluetooth ●/●/●
Datei-Upload/Livestreaming  ●/●/●
Zubehörschuh standard
/intelligent 
●/●
Digitalausgang  USB-C, SDI, 3G-SDI, HDMI
BEDIENUNG max. 30 Punkte 26,7/sehr gut
Bedienungsanleitung mehrsprachig, PDF, online
Ergonomie  sehr gut
Bedienelemente hervorragend
Menü(Benutzerführung) sehr gut
Fernsteuermöglichkeit hervorragend 
Smartphone-App Motion & Control App
 
Urteil max. 100 Punkte sehr gut 75,7
Preis/Leistung gut

 

 

Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
Sony, MEDIENBUREAU

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