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Praxistest Proton Cam und Proton Zoom: Broadcast-Zwerge statt Actioncam - Bildqualität und Fazit

| VIDEOAKTIV

Seite 4 von 4: Bildqualität und Fazit

BILDQUALITÄT

So viel ist klar: Für spontane Einzelaufnahmen sind die beiden Kameras nicht konzipiert. Der Aufwand, bis es losgehen kann, ist deutlich größer als bei einer Actioncam und erfordert mehr Equipment und mehr Fachwissen. In einer professionellen Produktion ist die externe Signalkette dagegen kein Nachteil, sondern ein Vorteil, weil es Teil des Konzepts ist. Das Kamerabild lässt sich direkt überwachen, mischen und in bestehende Broadcast-Technik integrieren. Die Aufnahmen haben uns besonders im Nahbereich überzeugt – ohne dass wir damit sagen wollen, dass sie bei Totalen weniger gut wären. Auch hier spielen sie ihren Vorteil der wechselbaren und sichtlich besseren Optiken aus. Feine Strukturen werden sauber herausgearbeitet und die frei einstellbare Optik erlaubt eine Bildwirkung, die mit typischen Actioncams nicht erreichbar ist. Statt einen vorgegebenen Ultraweitwinkel nachträglich beschneiden und entzerren zu müssen, kann man den gewünschten Bildwinkel bereits optisch festlegen. Hinzu kommt die Unterstützung professioneller HDR- und Log-Profile. Mit S-Log3 lässt sich das Material besser an andere Kameras einer Produktion angleichen. Gerade bei Mehrkamera-Setups ist das wichtiger als ein möglichst schnell fertiges, intern stark bearbeitetes Actioncam-Bild. Die Proton-Kameras eignen sich deshalb besonders für Sportübertragungen, Fahrzeug- und Helmmontagen, Drohneneinsätze, kleine Studiokameras sowie ungewöhnliche Perspektiven – wie sie bei versteckten Kameras üblich sind. 

Proton Camera NematodenDie Full HD-Aufnahmen aus der Proton Cam sind so hochwertig codiert, dass sie sich ohne Probleme in eine 4K-Produktion einbinden ließen. In der Bildmitte eines der winzigen Krabbeltierchen.

 

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Die Proton Cam und Proton 4K Zoom sind keine komfortableren Actioncams – und wollen es auch nicht sein. Für Freizeitaufnahmen wären beide unnötig kompliziert, dafür spielen sie in der professionellen Produktion ihre Stärken aus. Die Proton Cam ist extrem klein und leicht, erlaubt wechselbare Optiken und beeindruckt besonders mit ihren Makrofähigkeiten. Die Proton 4K Zoom benötigt etwas mehr Platz, bietet dafür den variableren Bildausschnitt und eine bequemere Anpassung an wechselnde Aufnahmesituationen.

Entscheidend ist die Bildgestaltung: Wo eine Actioncam einen weitgehend festgelegten Look liefert, lassen sich bei den Proton-Modellen Optik, Fokus, Schärfentiefe, Bildprofil und Signalkette gezielt kontrollieren. Das Ergebnis ist kein typischer Actioncam-Kompromiss, sondern ein professionell weiterzuverarbeitendes Kamerasignal.

Proton Cam:

+ extrem kompakte Bauform
+ sehr gute Bildqualität mit u.a. S-Log 3
+ wechselbare Optiken
+ Ã¼berzeugende Makrofähigkeiten 
- externe Stromversorgung und Aufzeichnung erforderlich

 

Proton 4K Zoom:

+ extrem kompakte Bauform
+ sehr gute Bildqualität mit u.a. S-Log 3
+ optischer Zoom
+ Autofokus 
- externe Stromversorgung und Aufzeichnung erforderlich

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DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Proton Camera Tabellenbild

Hersteller Proton
Modell  Cam
Preis 1199 Euro
Objektiv (Preis) diverse M12-Objektive, 100-150 Euro
Internet www.proton-camera.com
DATEN
Aufzeichnungsformate Full-HD (60/50/48/30/25/24p)
Codecs (Dateiformate)  H.265, H.264, MOV, MP4, MXF
Max. Abtastung intern 4:2:0, 4:2:2, (8 Bit, 10 Bit, 12 Bit)
Max. Abtastung 4:2:0, 4:2:2, (8 Bit, 10 Bit, 12 Bit)
Aufnahmemedien — 
Bildwandler/Auflösung nicht spezifiziert
Objektiv-Bajonett M12-Mount
Zoomfaktor/Brennweite
(KB-äquivalent)
— 
Gewicht mit Objektiv 24 Gramm
BILDQUALITÄT  sehr gut
TON  gut
AUSSTATTUNG  sehr gut
BEDIENUNG  sehr gut
 
Urteil max.100 Punkte sehr gut
Preis/Leistung sehr gut

 

 

Seite
Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
Proton, MEDIENBUREAU

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