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Praxistest: Fujifilm X100VI – das unterschätzte Video-Talent - Auflösungen, Formate und Bedienung

| Jonas Schupp

Seite 2 von 5: Auflösungen, Formate und Bedienung

AUFLÖSUNGEN UND FORMATE

Unter der Haube arbeitet ein Fujifilm-typischer APS-C-Sensor mit 40,2 Megapixeln, der so in etwa in einigen anderen aktuellen Kameras des Herstellers wie der X-M5, X-T30 III, X-E5 oder X-T50 (hier zum Test) zum Einsatz kommen dürfte. Dementsprechend ähnlich sind die Videoeigenschaften aller genannten Kameras. Im Falle der X100VI bedeutet das 6,2K als maximale Auflösung mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde, wobei dann ein zusätzlicher 1,23-facher Crop auf den Aufnahmen liegt. Mit einem ebensolchen Crop muss man in den „Fine“-Modi für UHD-4K und DCI-4K leben, erst wenn man in die wohl nicht oversampleten „Standard“-4K-Auflösungen wechselt, verschwindet der Crop – zumindest teilweise, denn ab 50p liegt wieder ein 1,14-facher Crop auf der Aufnahme. Die maximale Bildwiederholungsrate liegt bei 240p im speziellen Zeitlupenmodus und Full HD-Auflösung, gespeichert wird mit maximal 200 MB/s auf eine SD-Karte, welche neben dem Akku Platz findet. Keine Überraschung bei den Bildprofilen: neben den digitalen Filmsimulationen à la Eterna & Co. ist HLG und mit F-Log und F-Log 2 zwei professionelle Log-Profile mit höherer Dynamik an Bord. 

Bauartbedingt rutscht die SD-Karte neben den Akku. Simultanaufnahmen auf zwei Speichermedien sind nicht möglich.

BEDIENUNG

Fujifilm stellt Anwendende vor die Wahl: Zum einen die retro-insprierte Steuerung über ISO- und Belichtungskorrektur-Rad, zum anderen die „Film-optimierte Steuerung“, bei denen die kleinen Räder die Einstellung von Blende und Verschlusszeit übernehmen, wobei man via Drücken auf das vordere Bedienrad weitere Punkte wie beispielsweise Belichtungskorrektur oder ISO einstellen kann. Das hintere Bedienrad kann ebenso mit einer individuellen Drück-Funktion belegt werden. Wir haben uns darauf den Weißabgleich gelegt, um so wenig wie möglich in das Quickmenü wechseln zu müssen und schneller arbeiten zu können.

Am vorderen Bedienrad lässt sich mittels Druck zwischen drei Funktionen wechseln.

Gewöhnungsbedürftig ist die Modus-Umschaltung über die „Drive/Delete“-Taste, Fujifilm trennt dankenswerterweise zwischen Foto- und Videomodus, was sich beispielsweise in unterschiedlichen Menüs widerspiegelt. Dieses ist – wie inzwischen bei jeder Digitalkamera – überladen, mit etwas Eingewöhnung navigiert man aber schnell durch die einzelnen Punkte. Praktisch ist das Übersichtsmenü für die Filmeinstellungen, von dem sich direkt auf Auflösung, Format und Bildprofil zugreifen lässt. Damit hebt sich Fujifilm von beispielsweise Panasonic ab, welche auf ein derartiges Menü komplett verzichten, besser macht es allerdings Sony, deren Haupt-Filmmenü Zugang zu quasi allen relevanten Funktionen bietet und mühsames Navigieren unnötig macht.

Fujifilm X100VI Drive DeleteWill man zwischen Foto- und Videomodus wechseln, muss man die „Drive/Delete“-Taste drücken und zum jeweiligen Punkt navigieren.

ND-Filter, Lichtstärke und Audio
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Autor:
Jonas Schupp
Bildquellen:
Fujifilm, MEDIENBUREAU

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