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GoPro, DJI und Insta360: Wer baut die beste 360-Grad-Kamera? - Auflösungen und Formate

| Jonas Schupp

Seite 2 von 5: Auflösungen und Formate

AUFLÖSUNGEN UND FORMATE

Alle Kameras sind nicht nur für Video, sondern auch für die Fotografie geeignet und lassen sich sehr gut für die 360-Grad-Rundgänge einsetzen, wie man sie von Google Streetview kennt. Videos zeichnen alle vier in maximal 8K-Auflösung auf, wobei das Bild aus zwei 4K-Signalen zusammengerechnet wird. Die Osmo360 schafft das mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde, alle anderen bekommen maximal 30 Bilder in 8K hin. Natürlich bieten alle Modelle auch reduzierte Auflösungen und Optionen für Einzelkamera-Aufnahmen an. Bei letzteren können Anwendende die filmende Perspektive selbst einstellen und wie bei Smartphones auch zwischen Front- und rückseitiger Kamera wechseln, es entsteht dann ein „klassisches“ 16:9- oder 9:16-Video. Aufgezeichnet wird immer auf microSD-Karten, wobei die maximale Datenrate bei der Max 2 120 Mbit/s, bei der Osmo 360 170 Mbit/s und bei X5 und X4 Air 180 Mbit/s beträgt. Das DJI-Modell besitzt als einzige Kamera zusätzlich einen internen Speicher mit 105 Gigabyte an.

Insta360 X4 Air Lens Replacement KitMit 1/2,3 Zoll hat die Max 2 die kleinsten Sensoren im Test, die anderen liegen mit 1/1,8 Zoll (X4 Air), 1/1,28 Zoll (X5) und 1/1,1 Zoll (Osmo 360) darüber.

8K klingt nach (zu) viel Auflösung, doch dabei handelt es sich genau genommen nur um die machbare Auflösung, die zwar tatsächlich aufgezeichnet wird, aber eben nicht komplett genutzt wird. Damit man ein verzerrfreies Bild bekommmt, zoomt man in die Panorama-Aufnahmen hinein. So bekommt man mit 8K-Panaroamaaufnahmen durch die Prostproduktion zu einem verzerrfreien 4K-Bild, die geringere 6K- (DJI) respektive 5,7K- (Insta360) oder 5,6K-Auflösung (GoPro) reicht für ein Full-HD-Bild ohne Verzerrungen aus. Neben normalen Bildprofilen bieten Osmo 360, Max 2 und X5 jeweils ein Log-Profil für mehr Bilddynamik an, wobei erstere Kamera mit D-Log M das „kleine“ Log-Profil von DJI besitzt und die X5 Insta360s I-Log lediglich in geringerer 5,7K-Auflösung anbietet. Ganz auf ein Log-Profil verzichtet die X4 Air und verfügt stattdessen, genau wie die X5, über ein „Adaptive Tone“ genanntes Farbprofil, bei welchem die Kamera laut Insta360 automatisch Helligkeit und Farbe in Abhängigkeit von der Umgebung anpasst. Somit ist klar: Wer auf professionelle Farbverarbeitung wert legt, ist mit der GoPro am besten, mit DJIs Osmo 360 und Instas X5 noch gut bedient.

Insta360 X4 Air BildeinstellungenGoPros GP-Log ist ein "echtes" Log-Format und deshalb sehr komprimiert (links), zur Wandlung in ein Bild mit natürlichen Farben und hoher Dynamik ist ein Look-Up-Table erforderlich (rechts).

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Autor:
Joanas Schupp
Bildquellen:
DJI, Insta360, GoPro, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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