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Gimbal-Kamera-Vergleich: DJI Osmo Pocket 4P vs. Insta360 Luna Ultra - Objekttracking, Stabilisierung

| Joachim Sauer

Seite 4 von 5: Objekttracking, Stabilisierung

OBJEKTTRACKING

Bei einzelnen Personen arbeiten beide Kameras zuverlässig. Sie erkennen das Motiv, halten es im Bild - wenn auch leider sehr mittig kartiert. Dennoch ermöglichen Solo-Creatorn somit Aufnahmen mit viel Bewegungsfreiheit ohne eine Person hinter der Kamera. Auch der Autofokus profitiert von der Motiverkennung und sitzt bei klar erkannten Einzelmotiven sicher. Schwieriger wird es naturgemäß, wenn eine Personengruppen im Bild ist. Dann wechselt die originär per Touch auf das Display oder via Joystick festgelegte Priorisierung auf die passende Person bei beiden Modellen zu schnell auf andere im Bild befindliche Gesichter. Die Luna Ultra lässt sich bei Perspektivwechseln irritieren und verursacht ruckige Bewegungen beim Gimbal. Bei DJI springt in Gruppen mitunter der Fokuspunkt, dafür sind die Ausgleichsbewegungen des Gimbals harmonischer. Allerdings reagierte uns das Tracking bei Moderationen selbst in der langsamsten Einstellung stellenweise zu eifrig. Für Einzelpersonen sind beide stark, komplexere Szenen verlangen dann bei beiden die manuelle Kontrolle. Dennoch kann man DJI hier als (knappen) Sieger benennen, da das Gimbal insgesamt harmonischer arbeitet.

Neben dem sehr dynamischen FPV-Modus können beide Gimbal-Kameras auch die Gimbal-Achsen "blockieren", sprich so stabil halten, dass Aufnahmen wie auf Schienen geführt aussehen. 

STABILISIERUNG

Die mechanische Bildberuhigung gehört bei beiden zu den größten Stärken. Die Luna Ultra hält den Bildausschnitt auch beim Gehen sehr ruhig und bietet neben horizonterhaltenden Modi einen FPV-Modus für bewusst dynamischere Bewegungen. Einen besonders weichen Gang verlangt sie nicht, auch wenn die übliche vorsichtige Gimbal-Schritttechnik weiterhin hilft. DJI zeigt in diesem Punkt seine lange Erfahrung. Trotz des gegenüber der kleineren Pcket 4 größeren Kameramoduls arbeitet die Pocket 4P sehr souverän, lässt sich im FPV-Modus gut führen und kann die Horizontale zuverlässig stabilisieren. Es bleiben die gleichen leichten Höhenbewegungen beim sorglosen Laufen wie bei Insta360. Wegen der präziseren manuellen Steuerung über den Joy-Stick und der etwas besseren Bildberuhigung geht dieser Punkt aber dennoch an DJI.

DJI Insta360 VergleichBeide Kameras arbeiten mit einen Drei-Achs Gimbal und beruhigen sehr gut. In der Horizontalen gleicht DJI Gehbewegungen etwas besser aus und liefert ein klein bisschen mehr Hormonie in den Bewegungen. 

NACHTMODUS

Bei wenig Licht überzeugt die Osmo Pocket 4P mit einem gut abgestimmten Nachtmodus. Er ist auf 30 Bilder pro Sekunde begrenzt und deaktiviert Log sowie HDR, hebt dunkle Szenen aber stark an und findet einen brauchbaren Kompromiss aus Helligkeit, Rauschminderung und Details. Aber um das klar zu sagen: Hier muss sich Insta360 nicht verstecken, die bei der Luna Ultra ebenfalls einen leistungsstarken Nachtmodus integriert haben.

Man könnte meinen, die Aufnahmen wären zu verschiedenen Tageszeiten aufgenommen worden, so sehr hebt der Nachtmodus die Helligkeit an. Dabei verlieren allerdings auch bei beiden Kameras die Bilder an Detailschärfe. 

Ton und Fazit
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Insta360, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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