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Gimbal-Kamera-Vergleich: DJI Osmo Pocket 4P vs. Insta360 Luna Ultra - Bauform, Ausstattung und Bedienung

| Joachim Sauer

Seite 2 von 5: Bauform, Ausstattung und Bedienung

BAUFORM UND AUSSTATTUNG

Die Ingenieure von DJI sind die Erfinder der Gimbal-Kamera-Kategorie und bleiben auch bei der Osmo Pocket 4P dem bekannten Aufbau treu. Joystick und Aufnahmetaste bilden die zentrale Bedienung, bei quer gedrehtem Display kommen zwei weitere Tasten hinzu. Das Vlog Combo ergänzt die Kamera um einen großen Zusatzakku mit 1/4-Zoll-Gewinde, ein separates Dreibeinstativ, eine Fernbedienung, ein kleines Kopflicht und einen Mic Mini 2-Funksender. Alle Komponenten finden in der gepolsterten Tasche Platz, allerdings verlängert der Zusatzakku bei beiden das ansonsten sehr kompakte Gehäuse deutlich.

In die kompakte Transporttasche passt alles rein - aber man muss schon jedes mal etwas puzzeln um bei der V-log-Combo-Ausstattung den Reisverschluss zu zubekommen. 

Allerdings bietet Insta360 mit dem harten Schutzgehäuse die bessere Transportlösung. Bei der Luna Ultra sind die zwei Kameramodule nicht übereinander sondern nebeneinander im Kamerakopf untergebracht, was diesen minimal größer macht. Der entscheidende Unterschied sitzt darunter: Die Bedieneinheit mit Display lässt sich abnehmen und als Fernsteuerung verwenden. Ihr integriertes Mikrofon kann zugleich als drahtlose Tonquelle dienen. Das ist im Alltag ein echter Mehrwert, weil man Bildkontrolle und einfache Tonaufnahme ohne zusätzliches Zubehör vom Kamerakopf lösen kann. Das Disply ist erheblich größer als das der DJI Fernsteuerung. Auch ein kleines „Draht“-Stativ ist in den Zusatzakku integriert – das Luna Ultra steht zwar nicht ganz so sicher wie die Osmo Pocket 4P mit dem kleine mitgelieferten Tripod – aber es ist, wie die Fernsteuerung, immer dabei und kann nicht verloren gehen. Beim Funktionsumfang gewinnt dieses Kapitel deshalb die Luna Ultra, auch wenn sie mit 47 GB den kleineren internen Speicher bietet. DJI liefert bei der Osmo Pocket 4P immerhin 103 GB internen Speicher.

Das Hardcover der Luna Ultra ist in der täglichen Praxis von Vorteil weil die Gimbal-Kamera so schneller geschützt verstaut werden kann. 

BEDIENUNG

Die Bedienung via Touchscreen ähnelt sich sehr stark: Wischgesten führen zu Wiedergabe, Aufnahmeparametern und Grundeinstellungen. DJIs Piktogramme können Einsteiger zunächst fordern, nach kurzer Eingewöhnung ist die Osmo Pocket 4P aber schnell beherrscht. Vor allem die Steuerung des Gimbals wirkt reifer und lässt sich sinnvoll in den Aufnahmeablauf integrieren. Die Luna Ultra verspielt dagegen einen Teil des Vorteils ihrer abnehmbaren Fernbedienung. Ihr Joystick kennt in jeder Richtung nur Ein oder Aus, fährt schon bei mittlerer Geschwindigkeit recht abrupt an und erlaubt keine gleichzeitige horizontale und vertikale Bewegung. Diagonale Kamerafahrten sind somit nicht möglich und die Steuerung damit klar Eingeschränkt, was besonders aus der Ferne wirklich lästig ist. Der eigene Zoomschieber ist praktisch zum Finden des Bildausschnitts, macht aus dem digitalen Zwischenbereich aber keinen optischen Zoom. In der Summe bietet Insta360 die originellere Hardware, DJI jedoch die kontrollierbarere Kamerabewegung.

2026 06 Insta360 LunaUltra SteuerungDie abnehmbare Fernsteuerung der Luna Ultra ist ein echter Mehrwert, nur schade, dass der Joystick keine sensitive Steuerung des Gimbals erlaubt. 

Cine-Look und Auflösung
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Insta360, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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