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Gimbal-Kamera-Vergleich: DJI Osmo Pocket 4P vs. Insta360 Luna Ultra - Cine-Look und Auflösung

| Joachim Sauer

Seite 3 von 5: Cine-Look und Auflösung

CINE-LOOK?

Die Hauptkameras beider Modelle arbeiten mit einem 1-Zoll-Sensor und hinter beiden 60-Millimeter-Optiken arbeitet ein kleinerer 1/1,3-Zoll-Sensor. Auch wenn der Sensor im Tele etwas kleiner ausfällt: Beide Kameras können den Hintergrund mit der längeren Brennweite sichtbar unscharf darstellen. Das ersetzt keine Vollformatkamera, erzeugt für diese Größenklasse aber eine erstaunlich „cineastisch anmutende“ Wirkung. Zugegeben das sind sehr große Worte, aber für die 60 Millimeter mit kleinem Sensor sieht das schon ganz gut aus. Beide bieten übrigens eine 6- beziehungsweise 12-fache Vergrößerung, doch dabei zoomt man ins Bild, was beim 6-fach-Zoom bei DJI noch etwas besser als Insta360 aussieht, sichtbar verlustfrei ist die Vergrößerung aber bei beiden nicht. Die 12-fache Vergrößerung können wir bei beiden Gimbal-Kameras nicht empfehlen – zumindest nicht mit dem Anspruch nach einem Cineastischen Look.

Ist das Tracking aktiv, erscheint ein grüner Rahmen um die erkannte Person und mit einem Druck auf den Joystick ist es aktiviert. Das funktioniert bei beiden Gimbal-Kameras identisch, wobei DJI die etwas harmonischeren Bewegungen hat. 

Insta360 erleichtert den schnellen Weg zum fertigen Bild mit Leica-Farbprofilen und Dolby Vision in 10 Bit und Rec. 2020. Die automatische Belichtung regelt dabei angenehm sanft. Wer möglichst wenig nachbearbeiten will, erhält mit der Luna Ultra sehr direkt einen charaktervollen Look. Für beide Optiken bietet man aber auch das I-Log-Profil an und kann in diesem Modus dennoch die Vorschau auf dem Display korrigiert darstellen.
Das klappt auch bei DJI, doch hier setzt man auch wenn man ebenfalls sechs fertige Filmlooks in vier Intensitätsstufen findet, klarer auf D-Log und das neue D-Log 2. Im Test zeigte D-Log 2 deutlich mehr Farbnuancen und Helligkeitsdetails als D-Log. Der Haken: D-Log 2 funktioniert nur mit der Hauptkamera, während die Telekamera auf das normale D-Log beschränkt bleibt.

Durch den 1-Zoll-Sensor bekommt man bei beiden Kameras durchaus eine cineastisch anmutende Unschärfe in seine Bilder, wobei sie auch in Sachen Autofokus auf Augenhöhe liegen.

AUFLÖSUNG

Bei den Aufnahmeformaten setzt sich Insta360 deutlich ab. Die Luna Ultra zeichnet bis zu 8K mit 30 Bildern pro Sekunde, 4K mit bis zu 120 Bildern und Full-HD mit bis zu 240 Bildern auf. Hochkant sind 3K mit bis zu 60 Bildern möglich. Damit besitzt sie mehr Reserven für Beschnitt, Reframing und hochwertige Zeitlupe.
Die Osmo Pocket 4P erreicht im normalen Videomodus derzeit maximal 4K/60p; auch Full-HD endet dort bei 60p. Bis zu 240 Bilder pro Sekunde gibt es nur im speziellen Zeitlupenmodus, dann ohne Ton sowie ohne HDR- oder Log-Profile. Der dedizierte Hochkant-Modus ist ebenfalls auf 3K begrenzt. Für beide Kameras gilt: Wer mehrere Social-Plattformen bedienen möchte, fährt oft mit einer Querformataufnahme besser und schneidet daraus später eine vertikale Fassung.

Insta360 LunaUltra Praxistest AufloesungenInsta360 hat bei der Auflösung mit maximal 8K mit 30 Bildern klar die Nase vorn, denn die Osmo Pocket 4P beherrscht maximal 4K mit 60P. 

Objekttracking, Stabilisierung
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Insta360, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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