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Drohnentest: DJI Mini 5 Pro – 1-Zoll-Sensor und LIDAR auf 249 Gramm - Flugeigenschaften und Sicherheit

| Jonas Schupp

Seite 3 von 5: Flugeigenschaften und Sicherheit

FLUGEIGENSCHAFTEN

In der Fly More Combo enthalten ist die bekannte RC-2-Fernbedienung und ebenso bekannt und seit Jahren von uns bemängelt ist deren Eigenheit, immer im Normal-Flugmodus zu starten, auch wenn sich der Modus-Wahlschalter im Cine- oder Sportmodus befindet. Ein schnelles Umschalten in den gewünschten Modus direkt nach dem Anschalten ist uns deshalb zur Gewohnheit geworden, nervig ist es trotzdem. Ohne die in Europa nicht erhältliche Intelligent Flight Battery Plus schafft die Drohne eine Geschwindigkeit von 18 m/s, was 65 km/h entspricht (sonst 19 m/s respektive 68 km/h). Dabei gleicht sie laut DJI Windgeschwindigkeiten von bis zu 12 M/s (43 km/h) aus. Ebenjene Windgeschwindigkeiten hatten wir im Testzeitraum nicht, dennoch können wir der Mini 5 Pro auch in der frischen Bodensee-Brise ein ruhiges Flugverhalten bescheinigen, obwohl die Drohne teilweise mit den Böen zu kämpfen hatte. Auch wenn schwerere Drohnen naturgemäß noch ruhiger in der Luft liegen, steht die Mini stabil und ruhiger als die Flip. Im Flug reagiert die Drohne DJI-gewohnt feinfühlig auf Steuerbefehle, auch wenn sie gerade im Sportmodus einen Deut nervöser als die Air- und Mavic-Modelle ist. Eine Leisetreterin ist sie dabei aber nicht, mit 81 dB Fluglärm muss man schon weit entfernt sein, um die Drohne nicht mehr zu hören.

 

Bei mehr Wind steht die Mini 5 Pro etwas unstet in der Luft, gleicht die Bewegungen aber so gut aus, dass man in der Aufnahme nichts davon sieht.

Einen großen Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell und der Flip hat die Mini 5 Pro bei der Sicherheit, denn nicht nur verfügt sie über optische Abstandssensoren, welche das gesamte Umfeld abdecken, sondern besitzt ebenso nach vorne gerichtete LIDAR-Sensoren. Diese Laser-Sensoren sollen unabhängig vom Licht funktionieren und tatsächlich konnten wir die Drohne im abgedunkelten Studio nicht davon überzeugen, frontal in die Wand zu fliegen. Mehr Vorsicht ist bei der seitlichen und rückseitigen Hinderniserkennung geboten, die im Studio nicht mehr funktionierte und die Drohne bedenklich nah der Wand fliegen ließ. Bei normalen Lichtverhältnissen, ob frühmorgens, am späten Abend oder dazwischen, erkannte die Mini 5 Pro jedoch Hindernisse zuverlässig und stoppte in deren Nähe.

 

DJI ergänzt die optischen Sensoren um nach vor gerichtete LIDAR-Sensoren, die dank Lasermessung auch bei Dunkelheit Hindernisse erkennen.

Die Mini 5 Pro gehört wie alle anderen Mini-Drohnen zur Klasse C0, besitzt also ein Abfluggewicht von weniger als 250 Gramm. Deshalb ist sie ohne „Führerschein“ benutzbar, wenn man sich selbst beim Luftfahrtbundesamt registriert hat und die Drohne versichert ist. Natürlich behalten alle anderen Regeln wie beispielsweise Flugverbotszonen unabhängig vom Drohnengewicht ihre Gültigkeit. Grundsätzlich ist es hilfreich, sich vor dem Dreh über Regeln und Begebenheiten des Drehorts zu informieren, da sonst im Midestfall empfindliche Geldstrafen drohen.

 

Mit einer Akkuladung schafft die Drohne laut DJI 21 Minuten Videoaufnahme. Ist man nicht nur im Sportmodus unterwegs, kann man abhängig von äußeren Einflüssen wie Wind und Temperatur auch 30 Minuten erreichen.

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