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Drohnentest: DJI Avata 360 – grenzenlose Action - Nachbearbeitung und Fazit

| Joachim Sauer

Seite 4 von 4: Nachbearbeitung und Fazit

NACHBEARBEITUNG

Da DJIs 360-Grad-Aufnahmeformat nach wie vor nicht von unserem Schnittprogramm Adobe Premiere Pro erkannt wird, mussten wir, um mit den Aufnahmen arbeiten zu können, den „Umweg“ über die Studio-Software gehen. Erfreulicherweise hat sich diese seit der Osmo 360 vor etwa einem Dreivierteljahr zu einer ernstzunehmenden Lösung entwickelt, die im Test nicht nur absturz- und bugfrei funktioniert hat, sondern auch mit mehr Features wie beispielsweise unterschiedlichen Stitching-Optionen aufwarten kann. Uns gefällt aber vor allem die Möglichkeit, alle in der Timeline befindlichen und gegebenenfalls bearbeiteten Clips als Gruppe einzeln zu exportieren. DJI Studio legt diese dann in einem Ordner gesammelt am Speicherort ab.

Das DJI Studio ist nicht nur stabiler geworden, sondern offenbart nun deutlich mehr Funktionen. Amateure erhalten damit genug Ressourcen, um nicht zwingend eine separate Schnittsoftware verwenden zu müssen.

Die zweite gute Nachricht: Die harte Kante, die bei der Osmo 360 immer dann aufgetreten ist, wenn man die exportierten Panorama-Aufnahmen mit den ensprechenden Plugins von Insta360 oder Adobe reframen will, ist weg. So konnten wir die 8K-Aufnahmen gleich entspannt als Panorama aus DJI Studio exportieren und anschließend mit beiden Plugins je nach bedarf reframen und gegebenenfalls animieren – so zum Beispiel geschehen mit der Aufnahme im Hotelzimmer. Dass man nicht mehr bereits fertig bearbeitete animierte Aufnahmen verwenden muss, erleichtert den Workflow ungemein. Ein eigenes Reframe-Plugin würde DJI dennoch gut stehen, denn natürlich sind die Lösungen von GoPro und Insta360 nicht auf den Gebrauch mit DJI-Kameras ausgelegt, beispielsweise was die Linsenkorrektur angeht.

DJI Avata360 ReframeIntensive Animationen innerhalb der Panorama-Aufnahmen verleihen 360-Grad-Kameras erst die spezielle Würze. Dankenswerterweise funktionieren die Reframe-Plugins von Insta360 und GoPro auch mit der Avata 360.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Um es kurz zu machen: 360-Grad-Luftaufnahmen sind etwas besonders und beeindrucken. Denn man hat so noch einmal deutlich mehr Freiheit den passenden Blickwinkel einzufangen und zudem mehr kreative Freiheit zu einem noch weiteren Sichtfeld auf zu zoomen oder aber gar Effekte wie „little World“ zu erzeugen. Das wirkt schon wirklich klasse – zumindest so lange bis man sich an diese Effekten gewöhnt hat. Dabei macht die Avata 360 einen klasse Job – die Kamera liefert wirklich ausgewogene Bilder, die zwar nicht wirklich Cineastisch, aber für Social Media perfekt geeignet sind.

Etwas irritiert hat uns die Fluggeschwindigkeit die in allen drei Modi etwas schneller zu sein scheint und die damit einhergehende Empfindlichkeit auf Steuerbefehle. Anfangs bekommt man mit der Goggles und der Handsteuerung die sanfteren Flüge hin und kann dabei wirklich recht gut zielen. Dennoch bleibt die exaktere und vielfältigere Steuerung die RC 2, bei der man sich dann allerdings an wirklich sanfte Bewegungen der Steuerknüppel gewöhnen muss.

+ beeindruckende Bilder
+ gute Bildqualität
+ nachträgliches Tracking
- relativ nervöse Reaktion auf Flugbefehle

Jetzt die Einstufung in der VIDEOAKTIV-BESTENLISTE anschauen.

DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Canon EOS C50 Tabellenbild

Hersteller DJI
Modell  Avata 360 
Preis 459 Euro (Basismodell)
719 Euro (mit RC2-Fernbedienung)
939 Euro (Fly More Combo)
939 Euro (Motion Fly More Combo)
Internet www.dji.com
DATEN
Abfluggewicht 0,455 Kilogramm (ohne Transmitter-Modul)
Abmessungen  246 × 199 × 56 mm (Transportmaß und flugfähig)
Max. Flugzeit 22 Minuten (mit einem Akku)
Geschwindigkeit  65 km/h 
Gimbal-Neigeachse steuerbar -95 bis +173 Grad
Rotations-/Drehachse  -
Panorama-Achse 360 Grad
Kamera-Sensoren  2x 1/1.1 Zoll, 2x ~15 Megapixel (rechnerisch)
Optik (KB-äq) k. A.
Adapterring 
Videoauflösung 8K (60/50/48/30/25/24p), 
6K (60/50/48/30/25/24p),
UHD 4:3 (60/50/48/30/25/24p),
UHD (60/50/48/30/25/24p),
2,7K 4:3 (120/100/60/50/48/30/25/24p)
2,7K 16:9 (120/100/60/50/48/30/25/24p)
Videoformat OSV, MP4 (H.265), max. 180 Megabit/s
va logo kl 100  
Urteil  sehr gut
Preis/Leistung sehr gut

 

 

Seite
Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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