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Samyang AF 60-180mm F2.8: kompaktes Zoomobjektiv für Sony-Filmende

| Jonas Schupp

Die Zusammenarbeit von Samyang und Schneider-Kreuznach trägt weiter Früchte. Neuestes „Obst“ ist ein kompaktes Telezoom-Objektiv, welches in Konkurrenz zu den klassischen 70-200mm-Exemplaren tritt.

Bei vergleichbarer F2.8-Blende muss man beim Samyang-Modell auf 20 Millimeter am Tele-Ende verzichten, liegt dafür jedoch mit 60 Millimeter am Weitwinkel-Ende ziemlich genau zwischen Tele- und Normalbrennweiten. Es schließt sich dabei den bereits erschienen Samyang/Schneider Kreuznach AF 14-24mm F2.8 und AF 24-60mm F2.8 an, womit sich Samyang seine eigene „Heilige Dreifaltigkeit“ schafft. Das Telezoom soll dabei mit 730 Gramm und einer maximalen Länge von 174 cm leichter und kompakter sein als vergleichbare 70-200mm-Zooms – besitzt aber im Gegensatz zu diesen keine Stabilisierung. Die Teleskop-Zoomkonstruktion lässt sich verriegeln, um ungewolltes Ausfahren zu verhindern. Außerdem solle ein Floating-Focus-System die Bildschärfe über den gesamten Entfernungsbereich konstant halten.

Optisch setzt sich das Samyang AF 60-180mm F2.8 aus 17 Linsenelementen zusammen, welche in 14 Gruppen angeordnet sind. Ein HR-, sieben ED- und zwei asphärische Elemente sollen zu einer hohen Bildqualität beitragen.

Die zwei Bedienringe für Fokus und Brennweite werden durch ebenjene Zoom-Lock-Taste sowie eine mit kompatiblen Kameras frei belegbare AFL-Taste und einen Fokus-Schalter. Per „LK Lens Management“-Software kann man den Fokusring auch als Blendenring konfigurieren. Das frontseitige Filtergewinde besitzt einen Durchmesser von 77 mm, die Naheinstellgrenze liegt bei vergleichsweise kurzen 35 cm. Letztere soll das Objektiv in Kombination mit dem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:3,8 für Detailaufnahmen im Nahbereich qualifizieren. Dabei helfe auch der Autofokus, welcher dank linearem STM-Motor ebenso schnell wie präzise arbeiten soll. Das Samyang AF 60-180mm F2.8 soll laut Distributor Transcontinenta Ende Juli erscheinen, wobei der Preis bei 999 Euro liegen wird. Anschlussseitig wird zunächst nur Sonys E-Bajonett bedient, ob, wie beispielsweise beim 14-24mm, Ausführungen mit L-Mount oder gar anderen Herstellerbajonette folgen werden, ist derzeit unbekannt.