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Leica SL-3P: 44 Megapixel und bessere Rolling Shutter-Performance

| Jonas Schupp

Leica stellt das neueste Mitglied der SL-Familie vor, welches sich zwischen SL-3 und SL-3S einreiht und mit einem schneller auslesbarem 44 Megapixel-Sensor ausgestattet ist.

Die Auslesegeschwindigkeit des Sensors liege dabei bei etwas unter 40 Millisekunden, was in besserer Rolling Shutter-Performance sowie einem präziserem Autofokus resultiere. Auch wenn die SL-Serie sich in Sachen Bedienung enger an bekannten Konzepten orientiert (ebenso wie beispielsweise Fujifilms X-H-Serie), bleibt der Wetzlarer Hersteller bei Konzept aus wenig, dafür individualisierbaren Tasten, großen Bedienrädern sowie einem Schulter- und einem Hauptdisplay. Dieses ist wie bei den Schwestern der SL-3P lediglich neigbar und besitzt 766.667 RGB-Pixel. Ergänzt wird es von einem Sucher mit satten 1.920.000 Bildpunkten, den man an hellen Tagen gerne zu Hilfe nehmen dürfte. 

Das Gehäuse der Leica SL-3P sieht nicht nur widerstandsfähig aus, sondern ist es mit einer IP54-Zertifizierung auch.

Auf der Videoseite hat Leica ein neues Filmmenü eingeführt, welches mehr Übersicht und ein leichteres Erreichen von wichtigen Einstellungen bieten soll. Der beweglich gelagerte Sensor, welcher einigen aus der Panasonic Lumix S1RII bekannt sein dürfte, schafft maximal 8K-Auflösung mit bis zu 30 Bildern in der Sekunde, schneller wird es in 5,9K (bis zu 60p) und 4K (bis zu 120p), wobei man ab 4K30p oder weniger einen Dynamik-Boost zuschalten kann – auf Kosten der Rolling Shutter-Performance. Zudem funktioniert die Motiverkennung bei hohen Auflösungen nicht in allen Bildwiederholraten. Intern gespeichert wird in H.264, H.265 und ProRes, wobei ProRes RAW nur extern über HDMI aufgezeichnet werden kann. Nutzende von anamorphen Objektiven werden die interne Desqueeze-Funktion zu schätzen wissen.

Leica stellt zusätzlich zur SL-3P auch zwei neue Objektive vor, zum einen das Summilux-SL 1,4/50 mm Asph. und zum anderen das Apo-Macro-Elmarit-SL 2,8/100 mm.

Die Leica SL-3P ist ab sofort für 5.990 erhältlich, wobei Leica zeitgleich mit der Kamera zwei neue Objektive vorgestellt. Das 2.450 Euro teure Apo-Macro-Elmarit-SL 2,8/100 mm ist dabei – wenig verwunderlich – ein Makro-Objektiv mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 bei der Naheinstellgrenze von 29 cm. Es besitzt ein 67-Millimter-Filtergewinde und kommt bei Abmessungen von 7,7 x 13,7 cm auf ein Gewicht von 800 Gramm. Mit neun Blendenlamellen besitzt es derer zwei weniger als das Summilux-SL 1:1,4/50 mm Asph., welches das nunmehr zehn Jahre alte Vorgängermodell ersetzt und 4.500 Euro kosten wird. Ebenfalls mit einem 67 mm-Filtergewinde ausgestattet, ist es mit 7,4 x 7,6 cm kleiner und mit 584 Gramm leichter. Die naheinstellgrenze gibt Leica mit 50 cm an, zusätzlich ist die Festbrennweite nach IP54-Standard wettergeschützt. Beide Objektive sollen Ende 2026 erscheinen.