Sandisk NAS 600 SATA und NAS 800 NVMe: SSDs für NAS-Systeme
Sandisk erweitert sein Angebot um die SSD-Serien NAS 600 SATA und NAS 800 NVMe. Beide Baureihen sind für Netzwerkspeicher in Privathaushalten und kleinen Unternehmen vorgesehen.
Sandisks NAS 600 SATA und NAS 800 NVMe sollen sich sowohl für hybride Speichersysteme als auch für vollständig mit Flash-Speicher ausgestattete NAS-Systeme eignen. Die Sandisk NAS 600 SATA wird im 2,5-Zoll-Format mit einer Bauhöhe von 7 Millimetern angeboten. Damit lässt sie sich laut Hersteller in kompatiblen NAS-Einschüben verwenden, gegebenenfalls ist dafür ein Adapter erforderlich. Als mögliche Einsatzbereiche nennt Sandisk den Austausch von Festplatten, die Einrichtung eines SSD-Caches und die Ergänzung einer weiteren Speicherebene. Die SATA-SSD soll sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 560 MB/s erreichen. Für das Modell mit 4 TB nennt Sandisk eine Schreibausdauer von bis zu 2.500 TBW sowie eine mittlere Ausfallzeit von bis zu 2,25 Millionen Stunden. Letzterer Wert basiert auf statistischen Berechnungen, kann aber bei einzelnen Laufwerken abweichen. Die NAS 600 SATA soll mit Kapazitäten zwischen 500 GB und 4 TB erscheinen.
Für höhere Leistungsanforderungen ist die Sandisk NAS 800 NVMe mit PCIe 5.0 und M.2-2280-Formfaktor vorgesehen. Sie könne als Cache, zusätzliche Speicherebene oder Primärspeicher eingesetzt werden. Das Modell mit 3,84 TB soll beim zufälligen Lesen bis zu 2,3 Millionen IOPS und beim Schreiben bis zu 2 Millionen IOPS erreichen. Für die Ausführung mit 1,92 TB nennt der Hersteller sequenzielle Transferraten von bis zu 14.900 MB/s beim Lesen und 13.200 MB/s beim Schreiben. Beim Modell mit 7,68 TB gibt Sandisk eine Schreibausdauer von bis zu 14 PBW an. Die NAS 800 NVMe soll mit Kapazitäten von 960 GB bis 7,68 TB und TLC-3D-NAND angeboten werden.
Beide SSD-Serien sollen ab September 2026 über die Website des Herstellers sowie im Handel erhältlich sein, wobei Sandisk bislang keine Preise nennt. Die SSD-Preise bewegen sich 2026 weiterhin aufwärts. Ursache sind vor allem die Nachfrage nach Speicher für KI-Server und begrenzte Produktionskapazitäten für NAND-Flash. TrendForce rechnet für das dritte Quartal 2026 mit einem Anstieg der NAND-Vertragspreise um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit verlangsamt sich immerhin die Preissteigerung im Vergleich zum im ersten Halbjahr. Die höheren Einkaufskosten könnten sich zeitversetzt und je nach Kapazität, Schnittstelle und Marktsegment unterschiedlich auf die Endkundenpreise von SSDs auswirken. Eine kurzfristige Rückkehr zum niedrigeren Preisniveau früherer Jahre zeichnet sich derzeit nicht ab.
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