Tonvergleich: DJI Mic Mini 2S – gegen Mic Mini 2, Mic 2 und Mic 3 - Praxis und Fazit
Seite 4 von 4: Praxis und Fazit
PRAXIS
In der Ladeschale finden Sender, Empfänger, Magnete und TRS-Kabel Platz. Während des Tests bekamen wir den Akku nicht einmal ansatzweise in die Knie.
FAZIT
Stellt man DJIs aktuelles Portfolio gegeneinander, so fällt die klare Strategie auf, die der Hersteller bei seinen aktuellen Funkstrecken verfolgt. Offensichtlich fährt man mit den leichten Miniatur-Sendern eine auf Lifestyle und Content Creation fokussierte Schiene, bei welcher man die Gratis-Werbung durch das immer klar erkennbare Herstellerlogo gerne mitnimmt. Für Profis bleibt damit im Grunde nur das Mic 2 als Option, um über den TRS-Anschluss ein weniger auffälliges Lavaliermikrofon anschließen zu können – auch wenn der Sender an sich schwerer ist und mehr an der Kleidung zieht.
Das Mic Mini 2 bietet hingegen reine Tonübertragung ohne interne Aufnahme und nur per Smartphone sinnvoll steuerbaren Zusatzfunktionen. Die Nebengeräusch-Reduzierung funktioniert dabei sehr gut, doch wer einfach eine Funkstrecke mit gutem Ton braucht, findet viele Optionen wie beispielsweise die originale Mic Mini-Lösung, die klanglich sehr ähnlich am Mic Mini 2 dran ist.
Das Mic 3 besitzt den im Vergleich besten Klang, aber mit 259 Euro auch den teuersten Preis. Statt TRS-Buchse bekommt man immerhin Timecode, was nahtlose Synchronisation mit allen Geräten am Filmset ermöglicht und für Profis in Film und Fernsehen wichtig ist. Der Empfänger ist leicht bedienbar umfassend im Funktionsumfang und lässt sich am besten bedienen. Hier muss aber am Ende jeder selbst entscheiden, ob die Eigenschaften den Aufpreis wert sind.
Mit 189 Euro reiht sich das Mic Mini 2S erwartungsgemäß zwischen Mic Mini 2 und Mic 3 ein und bleibt damit für ambitionierte Amateure ebenso interessant wie für Profis, die mit dem eigenschaftsreduzierten Sender leben können. Für die Funkstrecke spricht die Vier-Kanal-Möglichkeit eine sehr gute Reichweite sowie die derzeit klassenbeste Nebengeräusch-Reduzierung (zusammen mit Mic Mini 2 und Mic 3) und nicht zuletzt die interne 32-Bit-Aufnahme. Vor allem letzteres ist für uns einen Kauftipp wert, denn auch wenn 189 Euro gerade im Vergleich zum Mic Mini 2 ein saftiger Aufpreis sind, gibt es wohl wenig Möglichkeiten, günstiger an eine 32-Bit-Funkstrecke zu kommen. Wer dafür über den spartanischen Empfänger und die nur per App sinnvoll steuerbaren Zusatzfunktionen hinwegsehen kann und keinen Mikrofonanschluss braucht, wird mit dem Mic Mini 2S glücklich werden.
+ interne 32-Bit-Aufnahme
+ großer interner Speicher
+ vier Sender pro Empfänger unterstützt
o Bauartbedingt kein Mikrofonanschluss
- Zusatzfunktionen nur über App sinnvoll steuerbar
- Empfänger nicht so kompatibel wie beworben
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DATEN
DATEN UND TESTERGEBNISSE
| Hersteller | DJI | |
| Modell | Mic Mini 2 | |
| Preis | 99 Euro (1x Sender, 1x Empfänger, Ladeschale) 189 Euro (2x Sender, 1x Empfänger, Ladeschale) |
|
| Internet | dji.com | |
| DATEN | ||
| Bauart | Stereo-Funkstrecke (2 Sender, 1 Empfänger) | |
| Funktionsweise | kabellos | |
| Mikrofon | 2x in Sender integriert | |
| Mikrofonanschluss | - | |
| Stromversorgung | interner Akku | |
| Ausstattung | 2x Fell-Windschutz (schwarz und grau), USB-C-Kabel, 2x Magnet, TRS-Kabel, Mikrofon-USB-C-Adapterkabel | |
| Urteil | sehr gut | |
| Preis/Leistung | gut | |
Autor: | Jonas Schupp |
Bildquellen: | DJI, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU |
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