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Test: DJI Osmo Nano mit Vergleich zur Insta360 Go Ultra - Ergonomie und Ausstattung

| Joachim Sauer

Seite 2 von 4: Ergonomie und Ausstattung

Klein, sehr klein ist die Osmo Nano – was nun angesichts des Namens aber auch eher Programm ist. Mit ihrer Bauform ist sie rein intuitiv eher für den Hochkant-Betrieb geeignet und schmiegt sich hier in die Hand – allerdings so gut, dass man all zu leicht das Mirofon mit abdeckt, das sich dann auf der Oberseite befindet. Doch auch im Querformat muss man aufpassen, weil die Microfonöffnungen auch abdeckt, wenn man die Kamera mit zwei Fingern festhält. Insofern sei die magnetische Halterung und ein Selfiestick empfohlen, denn erst dann wird das kleine Format tatsächlich ergonomisch. Der Monitor wird unten fest angedockt und bietet seinerseits keine Möglichkeit den Winkel anzupassen – insofern ist hier das Konzept von Insta360 etwas im Vorteil. Die Monitorhelligkeit ist bei beiden Kameras vergleichbar.

Die Versuchung liegt nahe, die Actioncam nur mit zwei Fingern zu halten. Doch so deckt man fast mit Sicherheit die Mikrofonöffnungen ab.

AUSSTATTUNG

Ein großer Unterschied zur konkurrierenden Insta360 Go Ultra: Die Osmo Nano gibt es wahlweise mit 64 oder 128 GB integriertem Speicher. Dennoch hat DJI in der Monitor-Einheit ein Micro-SD-Kartenslot integriert, wobei dieser nicht direkt zum Speichern, sondern zum verschieben von Videodateien gedacht ist, was aus dem Menü in einem Rutsch klappt, wenn die Micro-SD-Karte groß genug ist. Man kann aber auch auf den Schritt verzichten, wenn man die Kamera direkt mit der daneben befindlichen USB-C-Schnittstelle mit dem Rechner verbindet, denn dann lassen sich die Videos ins Dateisystem kopieren.

In der Monitor-Einheit bringt DJI einen Micro-SD-Kartenschacht unter, doch genaugenommen hat man die Videodaten vom integrierten Speicher via USB-C schneller zum Rechner übertragen.

Mit an Bord ist natürlich Bluetooth – denn die Osmo Nano gliedert sich ins Ökosystem bei DJI ein und kann mit den Mikrofonen des Herstellers direkt Kontakt aufnehmen. Allerdings kann man hier über die Bedienfreundlichkeit durchaus diskutieren, denn eine Pegelung im Menü der Actioncam gibt es nicht. Entsprechend muss man das Mikrofon via Mimo-App pegeln, den Pegel aber über die Monitor-Anzeige kontrollieren. Gleichzeitig zeigt sich hier die Schwäche des modularen Systems: Während man das Mikrofon mit der Osmo Nano verbunden hat, lässt sich nicht parallel ein Bild zum abgedockten Monitor übertragen.

Wie bei DJI üblich ist die Osmo Nano mit DJIs Funkstrecken kompatibel. Dann funktioniert allerdings die Videovorschau nur, solange der Monitor angedockt ist.

Akkulaufzeit und Bildstabilisierung
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Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
DJI, Joachim Sauer MEDIENBUREAU

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