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Drohnentest: HoverAir Aqua – die Drohne für Wassersport - Praxis und Fazit

| Jonas Schupp

Seite 3 von 3: Praxis und Fazit

PRAXIS

Die Aqua soll zwar aus dem Wasser starten können, nähere Angaben macht HoverAir aber nicht. Wir können nach dem Test bestätigen, dass die Drohne keinen Wellengang mag und schon bei den sanft auf das Ufer auflaufenden Wellen des Comer Sees nicht mehr starten wollte. Auf dem Bodensee bei nahezu Windstille klappte der Start hingegen ohne Probleme. Bei wenig Wind liegt die Drohne auch gut in der Luft, doch bei stärkerem Wind wurde die Lage unruhiger. Zudem bricht die Drohne gerne mal etwa einen Meter aus – ein Problem, was beispielsweise auch die Vcopter Falcon Mini hatte, welche ebenfalls von ZeroZero Robotics kommt und auch schon zum Test in der VIDEOAKTIV-Reaktion war.

HoverAir Aqua ComerSee WellenDie sanften, auf das Ufer auflaufenden Wellen waren für den Start auf dem Wasser schon zu viel, auf dem größeren Bodensee klappte es aber. 

Ein ähnliches Bild bot sich auch bei den Flugmanövern, welche die Drohne gerne mit Schwankungen durchführte und beispielsweise bei Umrundungen nicht den vorgegebenen Abstand einhielt. Die Fernbedienung erlaubt dabei nur eine rudimentäre Steuerung – wer die Drohne manuell fliegen will, kann das über die App tun, bei welcher man dann zwei virtuelle Joysticks bekommt. Zwischen X1 und Aqua hat HoverAir offensichtlich an der Umsetzung gearbeitet, denn die Steuerung über die App lief überraschend flüssig, so dass wir uns auch Flüge knapp über der Wasseroberfläche trauten. Für eine Steuerung, wie man es von Drohnen mit klassischer Fernbedienung kennt, bietet HoverAir ein optionales Steuerungsmodul (Beacon & Joysticks) für 149 Euro an.

HoverAir Aqua FernbedienungDie Handgelenk-Fernbedienung bietet nicht wirklich eine manuelle Steuerung, sondern dient eher der Navigation sowie der Ausrichtung vor dem nächsten Flugmanöver.

Was gefällt, ist trotz des kleinen Sensors der Bildeindruck, denn die Drohne kann mit natürlichen Farben und guter Bilddynamik überzeugen, was ebenso auf H-Log, wie auch den Normalmodus zutrifft – auch wenn das Log-Profil natürlich ein gutes Stück mehr Dynamik besitzt. Außerdem war die Drohne mit maximal 55 km/h schnell genug, um dem im Test verwendeten Motorboot zu folgen. Das schnelle Fliegen zieht jedoch ordentlich Akku, deshalb ist es gut, dass deren Ladung für etwa 15 Minuten intensive Flugzeit reicht. Ersatzakkus sind bei normalem Gebrauch dennoch zwingend notwendig.

HoverAir Aqua BildeindruckDas Bild der HoverAir Aqua kann sich sehen lassen und muss den Vergleich zu Branchenprimus DJI nicht scheuen. 

 

 

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Eine Drohne, die nach IP67-Standard gegen Staub und Wasser geschützt ist, ist derzeit wohl einzigartig. Wer regelmäßig bei schlechtem Wetter filmt, muss hier eigentlich schon zugreifen. 4Kp100, Log-Format sowie gute Steuermöglichkeiten machen die Drohne auch professionell nutzbar. Auf der anderen Seite stehen ein nicht ganz sauberes Flugverhalten, aber vor allem der hohe Preis, der ein großes Stück über den Mittbewerbern liegt. Damit ist sie, obwohl eigentlich klar auf den Freizeit-Wassersport ausgelegt, eigentlich zu teuer für genau diese Zielgruppe. Ohne Smartphone ist die Steuerung am Gerät und der Fernbedienung zudem etwas mühsam. Dafür lässt die App eine manuelle Steuerung zu, die ausreichend präzise ist, dass man auch knapp über der Wasseroberfläche dahinrasen kann. Und sollte die Drohne dabei doch ins Wasser fallen, macht ihr das ohnehin nichts aus.

+ nach IP67-Standard wasser- und staubgeschützt
+ gutes Bild dank H-Log
+ bis zu 100p in 4K
- nicht immer stabil in der Luft
- teuer

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DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

Canon EOS C50 Tabellenbild

Hersteller HoverAir
Modell  Aqua 
Preis

1300 Euro (Basismodell)
1500 Euro (Fly-More-Paket)

Internet www.hoverair.com
DATEN
Abfluggewicht 0,249 Kilogramm 
Abmessungen  201 x 206 x 62 mm (flugfähig)
Max. Flugzeit 15 Minuten (pro Akku)
Geschwindigkeit  55 km/h 
Gimbal-Neigeachse steuerbar -90 bis +30 Grad
Rotations-/Drehachse  -
Panorama-Achse 360 Grad (durch Flugbewegung)
Kamera-Sensoren  1/1,28 Zoll CMOS, 12 Megapixel 
Optik (KB-äq) nicht spezifiziert
Adapterring  - 
Videoauflösung UHD (100/60/50/30/25p),
UHD 9:16 (30/25/24p),
2,7K 9:16 1512 x 2688 (60/50/30/25p), 
FHD (100/60/50/30/25p),
FHD 9:16 1512 x 2688 (60/50/30/25p)
Videoformat MP4 (H.264, H.265), max. 160 Megabit/s
va logo kl 100  
Urteil  gut
Preis/Leistung befriedigend

 

 

Seite
Autor:
Jonas Schupp
Bildquellen:
HoverAir, MEDIENBUREAU

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