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Actioncam-Test: Kandao QooCam 3 – 360°-Kamera im Drehalltag - Praxis

| Joachim Sauer

Seite 2 von 3: Praxis

PRAXIS

Wie wichtig die hohe Auflösung ist, wird deutlich, wenn man die Videoaufnahmen in ein Schnittprogramm lädt. Denn damit die beiden Kameras die gesamten 360°-Bildbereich abdecken können, verwenden sie Ultraweitwinkel-Optiken, vergleichbar mit einer Brennweite von zehn Millimetern im Kleinwinkel-Format. Das resultiert in einem starken Fischaugeneffekt im Nahbereich. Durch die 5,3-Auflösung kann man jedoch so stark in den gewünschten Bildausschnitt hinein zoomen, dass dieser Effekt nicht groß auffällt – zumindest im Vergleich zu den üblichen Actioncam-Bildern. Kehrseite von hoher Auflösung bei vergleichsweise kleiner Sensorgröße ist die geringe Lichtstärke. Trotz einer festen Blende von F1.6 hat die Actioncam mit lichtschwachen Umgebungen Probleme, schon bei ISO 200 ist im Bild ein Bildrauschen auszumachen und Aufnahmen mit ISO 400 würden wir nur noch in Ausnahmefällen verwenden.

QooCam 3 ISO 400

Die native ISO-Empfindlichkeit der QooCam 3 liegt bei ISO 100. Schon bei ISO 400 ist das Bildrauschen wie hier zu sehen so hoch, dass wir nur noch in Ausnahmefällen auf das Material zurückgreifen würden.

Die gute optische Stabilisierung erlaubt Aufnahmen mit bewegter Camera im Vlog-Stil, Selfie-Sticks oder kleine Stative unter der Kamera blendet die QooCam 3 selbstständig aus, wobei die Ausblendung bei 180°-Winkel von Kamera zu Stick oder Stativ am besten funktioniert. Auch das Stitching (also das zusammenfügen der zwei Videoaufzeichnungen) funktioniert gut, auch wenn der Stitching-Bereich etwas dunkler als der Rest des Bildes ist und bei Bewegungen ein perspektivischer Cut-Effekt auftritt.

QooCam 3 Stitching

Der Stitching-Bereich, also der Übergang zwischen den beiden Kameras, ist in der Aufnahme dunkler als der Rest des Bildes. Auch kleine Bildfehler treten auf, hier etwa bei der Oberkante des Blattes.

 

Eine sinnvolle Investition?
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