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Schnitt-Helfer Teil 1: Kleine Tools, die den Videoschnitt erleichtern - Seite 3

| Joachim Sauer

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CODECS

Bis vor wenigen Jahren lief die Videobearbeitung fast ausschließlich im DVFormat ab. Heute dagegen sind zahlreiche unterschiedliche Kompressionsverfahren üblich. Camcorder, Fotokameras und Handys zeichnen oft in MPEG-4 und seinen zahlreichen Spielarten auf – von AVCHD über 3GP bis MP4, QuickTime, DivX und XviD.Zum Abspielen oder Ausgeben dieser Formate benötigen Player und Schnittprogramme Erweiterungen - so genannte Codecs. Um ihre Installation muss sich der Cutter meist nicht kümmern - Schnittprogramme und Player bringen in der Regel die nötigen Erweiterungen schon mit. Vista hat beispielsweise DV-AVI, MPEG-2 und WMV schon an Bord. Andere Codecs stammen von Schnittprogrammen und Browser-Erweiterungen, selten muss der Cutter sie selbst installieren.

Apple Quicktime

QuickTime selbst ist kein Codec, sondern (wie AVI) ein Container-Format, zu dem verschiedene Codecs gehören können. Unter anderem enthält QuickTime Codecs für DV und MPEG-4 sowie H.264. So gut wie alle Schnittprogramme nutzen das Quick-Time-Paket, um Videos bearbeiten und ausgeben zu können. Manche liefern es gleich mit, andere setzen eine Installation voraus. Apple QuickTime gibt's in einer kostenlosen Version auf www.apple.com/ quicktime. Da es die Basis für zahlreiche andere Anwendungen bildet, gehört es eigentlichauf jeden Schnittrechner.

27_dv_mov Apfel-Codec: Der Apple QuickTime-Player spielt nicht nur Videos von zahlreichen Fotokameras ab, sondern bildet auch die Basis für die Import- und Export-Funktionen zahlreicher Schnittprogramme. ffdshow Der Tausendsassa: ffdshow vereint verschiedene MPEG-Kompressionsverfahren von MPEG-1 bis MPEG-4 unter einem Dach und beherrscht auch den Umgang mit MPEG-4-Varianten wie DivX und XviD.

ffdshow

Der Tausendsassa unter den Codecs ist ffdshow. Das Programm vereint verschiedene MPEG-Kompressionsverfahren von MPEG-1 bis MPEG-4 unter einem Dach und beherrscht auch den Umgang mit MPEG-4-Varianten wie DivX und XviD. So spart sich der Cutter die Installation jedes einzelnen Codecs. Als DirectShow-Filter klinkt sich ffdshow in Windows ein und kann von sämtlichen Windows-Playern und -Schnittprogrammen zum Lesen und Ausgeben der unterstützten Formate verwendet werden. Nach der Installation muss sich der Cutter nicht mehr um den Codec kümmern - er arbeitet im Hintergrund. Bemerkbar macht sich ffdshow in der Task-Leiste neben der Uhr nur dann, wenn ein Player auf ihn zurückgreift. Ein Doppelklick aufs Task-Leisten-Symbol führt dann zur Konfiguration des Codecs. Dort kann der Cutter bestimmen, welche Formate mit ffdshow decodiert werden und sogar die Qualität verbessernde Filter wie De-Blockingoder De-Interlacing aktivieren.

AC-3-Filter

Immer mehr HD-Cams zeichnen Videosmit 5.1-Ton auf. Windows spielt solche Filme jedoch zunächst stumm – ein passender Codec fehlt. Auch wer „PowerDVD" auf seinemRechner installiert hat, kommt aus Lizenzgründen in anderen Anwendungen unter Vista nicht in den Surround-Genuss. Abhilfe schafft der kostenlose AC-3-Filter. Einmal installiert, tönt der Sound fortan auch von Mehrkanalaufnahmen. Wer einen HiFi-Receiver per S/P-DIF am Rechner angeschlossen hat, kann zudem die Durchleitung des Dolby-Tons aktivieren. Das klappt mit so gut wie allen Sound-Karten.

 

Im zweiten Teil der Tools, die den Videoschnitt erleichtern, stellt VIDEOAKTIV kleine Helfer aus den Bereiche Effekte und Filter, Text- und Routenanimation sowie für das Entwackeln von Videos vor. Zum zweiten Teil gelangen Sie über diesen Link.


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