OWC SoftRAID 9: RAID 6 für große Speicherverbünde
OWC ergänzt SoftRAID um doppelten Laufwerksausfallschutz, verschlüsselten APFS-Zugriff unter Windows und definiert neue Lizenzstufen.
OWC erweitert seine RAID-Verwaltung SoftRAID 9 um RAID 6 und RAID 6+. Beide Verfahren sollen einen Speicherverbund beim gleichzeitigen Ausfall von zwei Laufwerken arbeitsfähig halten. Während RAID 6 die Paritätsdaten über alle beteiligten Datenträger verteilt, nutzt RAID 6+ zwei dedizierte Paritätslaufwerke und richtet sich damit besonders an SSD-Verbünde. Die neuen Modi benötigen mindestens vier Laufwerke und stehen ausschließlich unter macOS 27 oder neuer zur Verfügung. Die übrigen RAID-Stufen 0, 1, 4, 5 und 10 bleiben auf den unterstützten macOS-Versionen sowie unter Windows nutzbar. Neu ist außerdem der Zugriff auf verschlüsselte APFS-Volumes von Windows-Rechnern; unverschlüsselte APFS- und HFS+-Datenträger lassen sich ebenfalls plattformübergreifend einbinden. Nach Herstellerangaben soll die Software die Prozessorleistung des Rechners nutzen und je nach Schnittstelle bis zu 26.000 MB/s über PCIe erreichen. SoftRAID Monitor überwacht laut OWC Festplatten, SSDs und NVMe-Medien anhand von Zustandswerten, Temperatur und Verschleiß und soll vor möglichen Ausfällen warnen.
Die kostenlose Standard-Stufe ermöglicht den Lese- und Schreibzugriff auf bestehende SoftRAID-Volumes, Kompatibilitätsupdates und den Austausch eines defekten Laufwerks. Zum Erstellen und Verwalten neuer Verbünde, für RAID 6 und RAID 6+, die laufende Überwachung sowie den Herstellersupport ist Premium vorgesehen. Läuft das Abonnement aus, wechselt die Installation zu Standard; vorhandene Daten sollen weiter erreichbar bleiben. Ein RAID schützt allerdings nur vor bestimmten Laufwerksausfällen und ersetzt kein getrenntes Backup, etwa gegen versehentliches Löschen, Schadsoftware oder den Verlust des gesamten Systems. SoftRAID 9 ist ab sofort verfügbar und wie erwähnt in der Standard-Variante kostenlos. Die Premium-Variante kostet im ersten Jahr 150 US-Dollar (rund 130 Euro) und anschließend 80 US-Dollar (rund 70 Euro) pro Jahr.
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Bildquellen: OWC |