Zum Hauptinhalt springen

Ratgeber: Schnittstellen Teil 4 - USB-C: verloren im Versions-Wirrwar

Thunderbolt 4 verdrängt langsam, aber sicher die alternde Thunderbolt-3-Schnittstelle. Doch welche Unterschiede gibt’s hier eigentlich? Wir erklären die Details in diesem Ratgeber. Der letzte Teil behandelt das undurchsichtige Wirrwar, das USB-C mittlerweile ist.


Ratgeber - Schnittstellen erklärt:Teil 4: USB-C - verloren im Versions-Wirrwar

USB-C als Anschlussart kann sehr verwirrend sein, da es hier rund sieben Evolutionsstufen gab, die dann über die Jahre für eine stetige „Leistungsanpassung“ gesorgt haben. USB 3.0 als Grundlage ließ dann USB 3.1 Gen 1 sowie USB 3.1 Gen 2 auf sich folgen. Die Vorteile waren hier, kurz erklärt, dass USB 3.1 Gen 2 erstmals eine Datenübertragung von 10 GBit/s gegenüber den 5 GBit/s der Vorgänger-Versionen erlaubte. Um die Verwirrung perfekt zu machen, kam dann USB 3.2 ins Spiel, das im Grunde eine weiter verbesserte Variante von USB 3.1, allerdings unter neuem Namen, war respektive ist. Hier unterscheidet man in USB 3.2 Gen 1 (oder auch USB 3.0 respektive USB 3.1 Gen 1), das maximal 5 GBit/s erlaubt und sowohl als USB-C wie auch in USB-Typ-A (alte Anschlussvariante) vorliegen kann.

USB IF original web

USB teilt sich in viele verschiedene Unterarten mit eigenen Leistungsdaten auf. Auch vom vermeintlich eindeutigen USB-C gibt es Versionen mit unterschiedlicher Stromstärke.

USB 3.2 Gen 1x2 kann bereits 10 GBit/s übertragen und verbindet sich auch nur via USB-C. Anders hingegen USB 3.2 Gen 2x1 (auch als USB 3.2 Gen 2 bekannt), das wiederum auch als USB-ASchnittstelle zum Einsatz kommt, allerdings mit 10 GBit/s für die maximale Datenübertragung. Die modernste Variante von USBC trägt indes den Namen USB 3.2 Gen 2x2, erlaubt Transfergeschwindigkeiten von bis zu 20 GBit/s und wird ausschließlich für USB-C-Ports verwendet. Wichtig auch: Die maximal machbare Stromzufuhr sowie die Option zum Anzeigen eines Videosignals via DisplayPort-Adapter, das nicht alle Versionen unterstützen. Details dazu haben wir bereits in diesem Ratgeber auf VIDEOAKTIV.tv veröffentlicht.

USB IF Symbole original web

Bei USB-C ist die Verwirrung perfekt: Es gibt eine Vielzahl von Anschluss-Versionen, die aber unterschiedliche Datenübertragung bieten und die auch nicht alle die Verbindung anhand eines DisplayPort-Adapters unterstützen.

Autor: Philipp Mohaupt / Bilder: Intel, Mika Baumester @ Unsplash, Raghavendra v Konkathi @Unsplash, Ian Powell @Unsplash, Mishaal Zaheed @Unsplash, denvit @pixabay, USB-IF, Apple, Philipp Mohaupt

Weitere Artikel dieser Serie:

Teil 1: Thunderbolt 3 - die Unterschiede zu USB-C Teil 2: Vorteile von Thunderbolt 4 Teil 3: Was sich über Thunderbolt 4 anschließen lässt Teil 4: USB-C - Verloren im Versions-Wirrwar

 

Newsübersicht - Zubehör

Videoaktiv 5/22:

Autor:
Bildquellen:

Weitere Praxis-Artikel

| Magazin Praxis
Mit eindeutigem Namen und Kampfpreis tritt Manfrottos One-Stativ mit dem Anspruch an, im Einstiegssegment des Video-Stativmarktes den Standard zu setzen und die Konkurrenz aus Fernost mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Ob das gelingt,…
| Magazin Praxis
Im Gespräch mit Martin Wagner von Ringfoto erklärte Joachim Sauer auf der erstmals fürs breite Publikum geöffneten Imaging World, warum Licht- und Farbmesser wichtig sind und was das Spyder LightColor Meter besonders macht. …
| Magazin Praxis
In der dritten und letzten Folge unserer kleinen Serie zum Thema Finanzierung in der Medienwelt gehen wir auf verschiedene Aspekte ein. Unser Ziel ist es, das betriebswirtschaftliche Arbeitstool Finanzierung transparenter und…