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Klappe, die Zweite

| Joachim Sauer

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unbenannt Schnitteinführung: Die Anleitung zum Schnitt ist oft mit vielen Verständnisfragen der Kinder verknüpft. unbenannt1 Gekonnt: Fernsehkameramann Steffen weißt den Nachwuchs in die Arbeit ein. unbenannt3 Lagebesprechung: Studio London hat bereits viele Szenen abgedreht. Als Storyboard wurde die Tafel verwendet.   pfeil_kl Die Studios Die Struktur hinter „Klappe“ ist einfach: Die 160 Kinder und Jugendlichen werden dem Alter nach in 16 Studios eingeteilt und von jeweils drei bis vier Mitarbeitern angeleitet. Die Studios sind dabei nach deutschen Städten (Alter 8-12 Jahre) und europäischen Städten (12-15 Jahre) benannt. Unter den Studios finden sich auch ein Trickfilmstudio, sowie ein Nachrichtensender und ein Außenstudio auf der Sindelfinger Jugendfarm, das die Möglichkeit hat, auch mit Tieren als „Schauspieler“ zu arbeiten. Die Studios haben fünf Tage lang Zeit, einen Kurzfilm zu produzieren, der am Ende der Woche bei einer großen Abschlussgala vor riesigem Publikum präsentiert wird. Ziel des Projektes ist es, Kindern und Jugendlichen Erfolgserlebnisse im Umgang mit dem Medium Video zu verschaffen und mögliche Hemmschwellen abzubauen. Dabei wird auf besondere Weise ein ganzheitliches Lernen ermöglicht. Für die Produktion des Films ist Teamarbeit notwendig und unterschiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen können gefördert werden. Die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zur Mitbestimmung stehen an erster Stelle. Über die Arbeit in festen Gruppen werden den Teilnehmern soziale Kompetenzen vermittelt. Denn sie erwerben spielerisch Fachwissen über Film im Allgemeinen und konkretes Wissen in Bezug auf Kameraführung, Schnitttechnik, Kulissenbau und können sich als Moderatoren und Schauspieler ausprobieren. Jedes Kind bekommt dadurch seine feste Aufgabe und Position im Team, mit der er oder sie sich identifizieren kann. Um den Teilnehmern den Start im Studio zu erleichtern, werden die Betreuer auf Schulungen technisch und pädagogisch fortgebildet. Dabei lernen sie den Umgang mit Kamera und Casablanca, Gestaltungsgrundlagen für Licht und Ton sowie die Entwicklung von Filmideen und Drehbüchern. Besonderer Augenmerk liegt dabei auf den Transfer zu den Teilnehmern, denn die Mitarbeiter sollen den Kindern den Verlauf einer Filmproduktion auch vermitteln, damit diese das Erlernte zu Hause selber nachgestalten können. So wird bei „Klappe, die Zweite“ auch professionell vorgegangen: Nach der Ideenfindung, erstellt jedes Studio sein eigenes Drehbuch zu seiner Geschichte. Neben ersten Kameraübungen wird aus dem Drehbuch ein Storyboard entwickelt, indem schon die geplanten Einstellungen festgehalten werden. Ein Drehplan koordiniert die Dreharbeiten. Diese werden dann nach Schauspiel und Stellproben gestartet. Im Anschluss geht es an den Schnitt, Effektbearbeitung und Nachvertonung. Wer noch Zeit hat erstellt dann eine DVD des Filmes. pfeil_kl zu "Die Technik"
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