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Vergleich: echter Camcorder gegen kleine filmende Fotokamera - Praxis

| Jonas Schupp

Seite 4 von 5: Praxis

PRAXIS-AUTOFOKUS

Für Einsteiger besonders wichtig ist ein guter Autofokus. Eigentlich müsste man meinen, dass der Panasonic-Camcorder hier mit seinem kleinen Sensor im Vorteil wäre. Dem ist jedoch nicht so. Wenngleich  der Autofokus im Weitwinkel aufgrund der hohen Schärfentiefe wenig Probleme hat, kommt er bei höheren Brennweiten und sich bewegenden Objekten nicht hinterher. Die integrierte Personenerkennung funktioniert mal, mal nicht und verliert die Person sehr schnell, sobald sich diese dreht oder bewegt. Der Autofokus der X-M5 ist dem Camcorder trotz deutlich größerem Sensor Welten voraus, erkennt und verfolgt Personen nahezu immer zuverlässig und präzise und bietet darüber hinaus die Erkennung von Tieren, Vögeln, Autos, Motorrädern und Fahrrädern, Flugzeugen und Zügen an. Leider funktionieren die letzteren Einstellungen nur bei deaktivierter Personenerkennung. Dennoch: Auch wenn der Autofokus der X-M5 nicht ganz das Niveau erreicht, was beispielsweise Canon mit der C80 vorgibt, ist er doch uneingeschränkt praxistauglich und verlässlich.

Fuji X M5 Camcordervergleich VX3 Autofokus

Nicht nur arbeitet die Personenerkennung des Panasonic-Camcorders lückenhaft, sie verliert einmal erkannte Menschen auch schnell wieder aus dem Fokus.

PRAXIS-MOTORZOOM

Alleinstellungsmerkmal von Camcordern sind die Zoomwippen, welche in der Theorie harmonische Zoomfahrten mit sanftem Anfahren und Ausgleiten zulassen. ADer VX3 ermöglicht mittels Schiebe-Zoomwippe Zoomfahrten, die jedoch aufgrund des breiten Totpunktes der Wippe auch bei ruhiger Hand ruckartig anfangen und aufhören. Auch die Kitoptik der Fujifilm X-M5 hat einen Motorzoom, der über den entsprechenden Objektivring steuerbar ist. Im Gegensatz zum 18-120mm-Objektiv des Herstellers ist die Steuerung aber nicht harmonisch, sodass Geschwindigkeitssprünge genau wie ruckartige Stopps an der Tagesordnung sind.

Panasonic HC VX3 Zoomwippe

Die Zoomwippe des VX3 hat eine relativ breite Totzone, wodurch Zoomfahren hart anfahren und ebenso ruppig wieder aufhören.

 

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