Zum Hauptinhalt springen

Test: Sigma 24-70mm DG DN Mark II | Art – fürs Filmen optimiert - Lens Flare, Bokeh und Fokus Breathing

| Joachim Sauer

Seite 2 von 3: Lens Flare, Bokeh und Fokus Breathing

LENS FLARE, BOKEH & FOCUS BREATHING

Im Objektiv sind 19 Linsenelemente in 15 Gruppen verbaut. Um störende Lens-Flare-Effekte zu vermeiden, trägt Sigma auf die Linsen eine dünne Siliziumoxidschicht auf die Linsen auf, welche das Licht durchlassen sollen, ohne es dabei zu streuen. Zusätzlich zu diesem als „Nano Porous Coating“ bezeichneten Prozess will Sigma die Linsen besonders vergütet haben. Versprechen hin oder her, eines können wir im Test feststellen: das Objektiv verfügt über exzellente Lens-Flare-Eigenschaften. Das Bild bleibt auch bei starken Gegenlichtquellen wie entgegenkommenden Autos klar, um die Lichtquellen bilden sich kleine Sterne mit kurzen, fein aufgelösten Strahlen. Lichtringe? Minimal und nur im unmittelbarem Umfeld der Lichtquelle. Auch Spiegelungen einzelner Linsen muss man, wenn sie denn auftreten, mit der Lupe suchen.

Sigma 24 70 II Lens Flare

Der Lens Flare des Sigma-Objektives gehört mit zu den besten, die wir bisher getestet haben. Das Bild bleibt stets klar, die auftretenden Effekte bleiben minimal.

 

Konnte man beim Vorgänger schon bei Offenblende leichte Ecken und Kanten im Bokeh ausmachen, ist das Bokeh des Mark II bei Blende F2.8 zumindest in der Bildmitte kreisrund. Bei beiden Objektiven treten Katzenaugen-Effekte an den Bildrändern auf, wobei diese beim neuen Modell deutlich symmetrischer sind. Bei Blende F4 ist das Bokeh des neuen Sigma in etwa mit dem Bokeh des Vorgängers bei Offenblende vergleichbar, sprich Ecken und Kanten sind im Bokeh erkennbar, jedoch nicht dominant. Bei Blende F8 hingegen ist das Bokeh mehr eckig als rund und man erkennt, dass auch die neue Optik wieder über elf Blendenlamellen verfügt. Zwangsläufig muss Sigma im Rahmen der Modellpflege auch die Blendenlamellen überarbeitet haben.

Sigma 24 70 II Bokeh

Bei Blende F2.8 ist das Bokeh in der Bildmitte rund, während an den Seiten Katzenaugen-Effekte auftreten. Bei Blende F4 schleichen sich erste Ecken und Kanten in das Bild, bleiben aber unauffällig.

Der vom Bokeh bekannte Trend setzt sich beim Fokus Breathing, also der Veränderung der Brennweite bei Veränderung der Fokussierung, weiter fort. Im Weitwinkel bei 24mm-Brennweite ist das Focus Breathing kaum merkbar, im Telebereich bei vollen 70mm-Brennweite immer noch gering und etwa auf dem Niveau des Vorgängers bei 24mm.

 

 

Autofokus und Fazit
Seite
Autor:
Bildquellen:

Weitere Kamera-Artikel

| Magazin Kamera
Nikons neues 70-200 mm-Telezoom soll in der Fotografie ebenso wie bei Videodrehs glänzen und so ein treuer Begleiter in der Hybridära sein. Wir haben das Objektiv an der Z8 getestet.   IM TEST: Nikon Nikkor 70–200 mm 1:2,8…
| Magazin Kamera
Die HoverAir Aqua von ZeroZero Robotics ist nicht nur wasserresistent, sondern soll auch aus dem Wasser starten und wieder landen können. Das macht sie zur idealen Kamerabegleitung bei Regen oder Aktivität auf dem See – wenn sie denn…
| Magazin Kamera
Insta360 geht den umgekehrten Weg von DJI und stellt nach der Luna Ultra die Luna Pro vor, die auf die Tele-Brennweite ihrer großen Schwester verzichtet, dafür aber günstiger ist. Ist sie damit die günstigere Wahl für budgetorientierte…