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Hitachi DZ-BD 7: Ein Blaumann in der Praxis

| Joachim Sauer

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hitachi_bd7_detail_3_web.jpg Tast-Sinn: Die Tasten am BD 7 sind großzügig geraten, an ein HD-Display geht es nur digital via HDMI.   hitachi_bd7_detail_1_web.jpg Drehbereit: Um gleich auf Disc aufzeichnen zu können liegt dem Camcorder eine Blu-ray-Scheibe bei, im Laufwerksdeckel steckt die Festplatte.   verbatim_minibd_r60min_package_3d.jpg Disc gefällig? Verbatim bietet seit November BD-R-Medien zum Stückpreis von 13 Euro an, BD-RE-Discs kosten 18 Euro.

Die Ã¼ppigen Maße sind möglicherweise auch der Grund dafür, dass die Zoomwippe und der Auslöser etwas weit voneinander entfernt liegen. Für größere Hände hat dies eine etwas verkrampfte Haltung zur Folge. Dennoch lässt sich der BD 7 gut greifen, auch wegen seines breiten Laufwerks. Auch die Tasten sind erfreulich groß geraten und deutlich beschriftet. Das Display ist mit über 200.000 Pixel nicht nur hoch aufgelöst, es lässt auch in heller Umgebung genügend erkennen. Einen Sucher hat Hitachi zudem spendiert, dessen Muschel schirmt Sonnenlicht jedoch nur schlecht ab, zudem geriet seine Farbdarstellung etwas zu kräftig.

A propos Farbe: Die musste auch das Vorseriengerät bei uns bekennen, denn so ganz konnten wir uns einen Blick auf die Bildqualität des BD 7 nicht verkneifen. Wohl wissend, dass ein Serienmodell einen anderen Eindruck machen könnte.

Das uns vorliegende Modell zeigte deutlich, dass es nicht für Lowlight-Aufnahmen geschaffen war. Zum einen rauschte das Bild stark und zeigte deutliche Störstrukturen bei Schwenks, zudem ließ auch die Schärfe zu wünschen übrig. Letzeres galt in geringerem Umfang leider auch bei besseren Lichtbedingungen. Ebenso vermochte es der BD 7 nicht, das Bildrauschen bei besseren Lichtbedingungen in den Griff zu bekommen und selbst bei Innenraumbeleuchtung zeigten sich noch Störstrukturen bei Schwenks. Ebenfalls als problematisch erwies sich die automatische Verschlusszeitenverlängerung, die sich nicht nur bei Lowlight, sondern auch bei Innenraumbeleuchtung unter etwa 130 Lux hinzuschaltete und so zu Bildruckeln führte.

Fazit: Dass die Bildqualität den hohen Ansprüchen an einen HD-Camcorder nicht genügen konnte ist besonders tragisch, da das Konzept an sich sehr schlüssig ist, vor allem in Kombination mit einer Festplatte. Wie es scheint, liegt der Knackpunkt beim BD 7 in erster Linie bei der geringen Lichtempfindlichkeit des Chips. Möglicherweise wäre der Verzicht auf eine hohe Fotoauflösung bei gleicher Chipgröße eine Lösung. Doch dies würde wohl erst bei der zweiten Blu-ray-Cam-Generation greifen. Bleibt die kleine Hoffnung, dass die endgültigen Seriengeräte besser abschneiden als unser Praxis-Test-Camcorder. (sh)   

 
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