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Hands-On: Panasonic Lumix S1II - Fotokamera für Videoaufzeichnung - Sensor, Formate und Bildprofile

| Joachim Sauer

Seite 3 von 5: Sensor, Formate und Bildprofile

SENSOR UND FORMATEPanasonic setzt auf einen ganz neuen, rückwärtig belichteten Stracked CMOS Sensor mit 24,1 Megapixeln – ein sogenannter BSI-Sensor, bei dem die Schaltkreise nicht vor-, sondern hinter den Fotodioden liegen und somit das Licht durch dessen dünner geschliffenen Unterseite auf die Fotodioden trifft. Diese Bauweise ist nicht neu, sondern wird bereits seit Jahren eingesetzt. Panasonic verspricht mit dem neuen Sensor ein geringeres Bildrauschen. Besonderheit sind die sogenannten Open-Gate-Formate in 5.1 und 6K, die mit 10-Bit aufgezeichnet werden können – wahlweise mit bis zu 60 oder in 6K 30 Bildern in der Sekunde. Sinnvoll sind diese Open Gate Videos als Aufzeichnungsformat, wenn noch nicht exakt feststeht, in welchen Projekten diese eingesetzt werden. So lässt sich mit hoher Auflösung später noch bestimmen, wie der Bildausschnitt für Hoch- und Querformat oder auch ganz andere Ausschnitte aussehen soll.

Panasonic S1II Monitor

Der Klappmechanismus ist mechanisch stabil und sorgt für etwas mehr Bewegungsspielraum beim Display. Dieses kommt zudem so nicht den Anschlüssen in die Quere.

Gleichzeitig verspricht man aber eben auch wieder eine Speicherung als ProRes RAW sowie eine Blackmagic RAW via HDMI, wobei parallel intern eine Aufzeichnung auf Speicherkarte erfolgen kann. Optional, sprich für 200 Euro Aufpreis, gibt es die Möglichkeit mit Arri LogC3 und damit einem anerkannten professionellen Bildprofil aufzuzeichnen. Wobei das bei unserem Testgerät noch nicht aktiv war und erst „später im Jahr“ aktiv geschaltet werden kann. Dass es dann auch 4K-Formate mit 4:2:2, 10-Bit und All-Intra gibt, muss man bei Panasonic eigentlich kaum noch dazusagen. Eine echte Zeitlupe bietet die Kamera zudem in Full-HD-Auflösung mit 240p – ebenfalls mit  4:2:2, 10-Bit. Bei der S1II setzt man angesichts der Videoformate wieder auf zwei unterschiedliche Kartenformate, sprich CFexpress Typ B und SD-Karte. Ganz nebenbei: Die S1II beherrscht nun das bei Smartphones schon länger verbreitete HEIF-Bildformat, bei dem gleich eine Bildfolge aufgezeichnet werden kann und somit in der Fotonachbearbeitung mehr Freiheit entsteht.

Panasonic S1II Speicherkarten

Damit man die höheren Videoauflösungen mit hoher Datenrate sicher auf Speicherkarte bekommt, integriert Panasonic ein Kartenslot für CFexpress Typ B, wobei wir im Test unsere Videos parallel auf SD-Karte schreiben konnten.

BILDPROFILEStandardmäßig mit an Bord ist natürlich die V-Log-Aufzeichnung, wobei die angegebenen 15 Blendenstufen Dynamikumfang beim Betrachten unserer Testaufnahmen realistisch erscheinen. Bei 5,1 K Open Gate mit 60/50p sollen es dann 15+ Blendenstufen sein, was wir derzeit aber nicht weiter untersucht haben und dann im endgültigen Test nachliefern. Interessant sind aber noch die erweiterten Bildprofile von Scharz-Weiß über Cine-like und Cine A2, in den die Kamera tatsächlich erfreulich ausgewogene Bilder liefert, mit dem Vorteil diese direkt posten zu können – schließlich will man mit der Kamera auch das breite Feld der Social-Media-Blogger erreichen. Wie die verschiedenen Profile aussehen, zeigen wir im Video.

Panasonic S1II Echtzeit LUT

Die Kamera erlaubt die Nutzung von Echtzeit-LUTs, wobei wir hier einen Teal-and-Orange-LUT genutzt haben.

 

Bildqualität und Kommunikation
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