Neumann KK 104 A und KK 105 A: Kapselköpfe für Sennheiser-Funksysteme
Zwei neue Kondensator-Kapselköpfe erweitern Sennheiser-Handsender um Neumann-Technik und sind für Sprach- und Gesangsaufnahmen optimiert.
Neumann führt mit dem KK 104 A und KK 105 A zwei neue Kapselköpfe für Sennheiser-Funkstrecken ein. Sie sind für Handsender der Systeme Spectera, EW-D, EW-DX sowie Digital 6000 und Digital 9000 vorgesehen und knüpfen an die bisherigen Modelle KK 204 und KK 205 an. Beide Varianten verwenden Kondensator-Technik aus Neumanns KMS-Bühnenmikrofonen. unterscheiden sich in ihrer Richtcharakteristik: Der KK 104 A arbeitet als Niere und lässt dem Sprecher oder Sänger mehr Bewegungsfreiheit vor der Kapsel. Seine etwas offenere Aufnahme soll Stimmen räumlicher abbilden. Der KK 105 A nutzt dagegen eine Superniere und fokussiert stärker auf Schall von vorn und dürfte damit auch für Interviewsituationen in sehr lauter Umgebung gut funktionieren. Nach Angaben des Herstellers sollen ein überarbeitetes Design und eine integrierte Stoßdämpfung Handgeräusche verringern, während die Kapseln ein schnelles Transientenverhalten (Einschwingverhalten) und eine detailreiche Stimmwiedergabe ermöglichen sollen. Eine feste Bassabsenkung kompensiert den Nahbesprechungseffekt bei geringem Abstand zum Mund. Der Korb besteht aus gehärtetem Stahl und enthält einen Popschirm, der die Kapsel vor Feuchtigkeit schützt und Plosiv- sowie Zischlaute dämpfen soll. Außerdem sollen beide Kapseln hohe Schalldruckpegel aushalten und die frequenzunabhängige Richtcharakteristik soll auf Bühnen eine kontrollierte Verstärkung vor Rückkopplungen ermöglichen. Beide Kapselköpfe erscheinen jeweils in Nickel matt oder Schwarz. Die Auslieferung an Kunden ist für Ende September 2026 geplant; einen Preis für den KK 104 A oder KK 105 A nennt Neumann bislang nicht.
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Bildquellen: Neumann |