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Leica entwickelt Kamerasensoren wieder selbst
Leica will Sensoren wieder selbst entwickeln
Im „Leica Enthusiast Podcast“ mit Michel Birnbacher kündigte Leicas Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Kaufmann an, dass das Unternehmen wieder eigene Sensoren entwickle.
Dabei fokussiere man sich, so Dr. Kaufmann im Podcast, auf die M-Serie an Messucherkameras. Dort setzte man zuletzt für die M11 auf Sensoren von Sony und zuvor auf eine Kooperation mit AMS Osram für die M10. Die Entwicklung erfolge bereits „seit ein paar Jahren“ und habe etwa zeitgleich mit dem Umstieg auf den Sony-Sensor für die M11 begonnen. Aktuell ist noch unklar, ob Leica es die Sensoren nicht nur selbst entwickelt, sondern auch selbst fertigt – die Ko-Entwicklung mit AMS Osram wurde beispielsweise laut Dr. Kaufmann in Grenoble gefertigt, zudem dürfte Sony Semiconductor Solutions über entsprechende Kapazitäten verfügen.
Das M steht eigentlich für Messsucher, doch genau diesen ersetzte Leica bei der M EV1 durch einen elektronischen Sucher als Ergänzung zum bestehenden Portfolio.
Unklar ist bisher, inwieweit sich diese Ankündigung auf andere Kameras des Wetzlarer Herstellers auswirkt wie beispielsweise die SL-Serie an „klassischen“ Kameras, welche in den letzten Versionen SL 3 und SL3-S im Grunde Leicas Versionen von Panasonics S1-Serie sind. Kernthema der Podcast-Episode waren unter anderem weitere Fragen zur nicht videofähigen M-Serie, die im nächsten Modell wieder über einen klassischen Messsucher verfüge – diesen hatte Leica in der Variante M EV1 durch einen elektronischen Sucher ersetzt. In Zukunft solle die M-Serie sowohl in Varianten mit elektronischem Sucher als auch mit Messucher erscheinen. Generell habe man für 2026 einige neue Produkte in Entwicklung – ob diese nur für Fotografen oder auch für Videografen interessant sind, wird die Zukunft zeigen
Leicas SL-Kameras sind klassische Hybridkameras à la Panasonic S1II und S1IIR. Ob zukünftige Modelle wieder intern entwickelte Sensoren besitzenwerden, ist bisher aber reine Spekulation.
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Hamburg Open 2026: Stages, Guided Tours und Live Lab
Hamburg Open 2026: Stages, Guided Tours und Live Lab
Die HAMBURG OPEN findet nächste Woche Mittwoch den 14. und Donnerstag 15. Januar statt. Zeit die Veranstaltung zu planen, denn es gibt wieder reichlich Programm und rund 200 ausstellende Unternehmen.
Das Programm verteilt sich auf drei Stages: Vision Stage presented by Microsoft, OPEN Stage und Media Tec Stage. Während die Vision Stage aktuelle Technologie- und Zukunftsthemen in den Fokus rückt, liefert die OPEN Stage Impulse aus der Praxis – von Workflows und Produktionstrends bis zu Herausforderungen in Broadcast, Streaming und Content Creation. Die Media Tec Stage setzt Schwerpunkte bei Corporate Video, UCC und professioneller Medientechnik.
Im von der FKTG präsentierten Panel „Von Abhängigkeit zu Souveränität: Die europäische Cloud im Mediensektor“ geht es um Perspektiven für souveräne Cloud-Infrastrukturen und deren Bedeutung für Medienproduktion und -distribution. Ergänzend zeigt Joanna Eberhardt (x-dream-distribution GmbH) in einem vom IABM DACH Member Council präsentierten Vortrag, wie KI Cross-Media Publishing effizienter machen kann – und wo redaktionelle Kontrolle unverzichtbar bleibt.
Die Hamburg Open ist eine Messe, bei der die direkte Kommunikation im Mittelpunkt steht. Am Mittwoch Abend ist das Get-to-Gether.
Auf der Media Tec Stage dreht sich alles um Corporate Video und Unified Communications and Collaboration (UCC) – mit Diskussionen über Workflows und Lösungen für hybride Arbeitswelten. Im Vortrag „How to create Corporate Content (fast)“ zeigt Marc Jonas (Nachtblau), wie KI-gestützte Analyse und automatisierte Workflows Videoproduktion beschleunigen können. Neu im Programm sind die Guided Tours für Corporate Video: Unter Führung des Partners Studio Hamburg MCI erhalten Fachbesuchende Einblicke in Corporate-Video-Lösungen und deren Einsatz im Unternehmenskontext. Die Tour führt zu ausgewählten Anbietern und zeigt Komponenten sowie Anwendungsszenarien moderner Setups. Termine: Mittwoch und Donnerstag, jeweils 12:30 Uhr. Hier geht es zur Anmeldung.
Rund 200 Ausstellende und gleich drei Bühnen wollen für den ersten Input im Jahr sorgen.
Beim neuen Format LIVE LAB schaffen die Content Creator Ian und Daniel Budiman (Budibros) eine Umgebung, in der aktuelle Kamera- und Live-Broadcast-Technik gemeinsam mit Fachbesuchenden, C-PRO-Usern und Ambassadoren getestet und diskutiert wird. Das LIVE LAB setzt auf persönliche Gespräche, Produkttests und Challenges – live produziert und nah an der Community. Es streamt an beiden Messetagen auf dem budibros-Twitch-Kanal und nutzt Restreams, um Reichweiten zusätzlich zu erhöhen. Dazu gibt es wieder die parallelen Masterclasses, die Einblicke in KI-Projekte und Start-ups geben.
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Link zum Hersteller: Hamburg Open
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CES 2026: Sandisk Optimus ersetzt WD_BLACK und WD Blue NVMe
CES 2026: Sandisk Optimus ersetzt WD_BLACK und WD Blue NVMe
Auf der CES hat Sandisk seine neue Markenstrategie für SSDs im High-End-Segment verkündet, die man derzeit noch unter Western Digital- beziehungsweise WD-Logo labelt, obwohl man inzwischen getrennte Wege geht.
Die bislang unter WD_BLACK und WD Blue bekannten SSDs werden künftig unter SANDISK Optimus geführt und nach der Trennung vom Mutterkonzert Western Digital enger mit der Sandisk-Marke angebunden. SANDISK Optimus umfasst drei Produktlinien: SANDISK Optimus, SANDISK Optimus GX und SANDISK Optimus GX PRO. Damit erweitert der Hersteller sein Portfolio und will Gamer, Creator und professionellen Anwender ansprechen. Das Portfolio soll dabei eine intuitive Einordnung der Leistungsklassen bieten, so dass Kunden das für sie passende Produkt leicht finden können:
- SANDISK Optimus ist für Content Creator und Anwender mit hohen Leistungsanforderungen hedacht. Die SSDs bieten ein optimales Verhältnis aus Geschwindigkeit, Effizienz und Preis-Leistung, so der Hersteller, der diese Produktserie zuvor als WD Blue, inklusive WD Blue SN5100 NVMe SSD vermarktet hat.
Die Produkte bleiben an für sich unverändert, doch Sandisk labelt nun unter der eigenen Marke und vollzieht damit die endgültige Trennung mit dem einstigen Mutterkonzern Western Digital.
- SANDISK Optimus GX soll Spieler ansprechen, die besonders schnelle Ladezeiten, hohe Kapazitäten und energieeffiziente Performance wünschen. Diese Produkte wurden bisher unter WD_BLACK, inklusive WD_BLACK SN7100 NVMe SSD vermaktet.
- SANDISK Optimus GX PRO ist das Flaggschiff des SANDISK Optimus Portfolios und die höchste Performance-Klasse. Konzipiert für Entwickler, professionelle Anwender und ambitionierte Gamer, die KI-PCs, Workstations oder High-End-Systeme bauen und kompromisslose Leistung sowie die neuesten technologischen Innovationen nutzen möchten. Auch diese Produkte wurden als WD_BLACK vermaktet wie zum Beispiel die WD_BLACK SN8100 NVMe.
Der Übergang von WD_BLACK und WD Blue zur neuen Markenidentität SANDISK Optimus beginnt ab sofort, wobei Produkte mit dem neuen Branding voraussichtlich ab der ersten Hälfte 2026 verfügbar sind. Trotz oder gerade mit dem neuen Erscheinungsbild von SANDISK Optimus will man den Ruf als Pionier der Flash-Speichertechnologie unterstreichen.
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Drei Laptops, drei Top-Prozessoren: welcher Rechner für welchen Zweck?
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Broadcast Solutions Group: Übernahme von PMT Professional Motion Technology
Broadcast Solutions Group: Übernahme von PMT Professional Motion Technology
Die Broadcast Solutions Group hat die Übernahme der PMT Professional Motion Technology GmbH bekannt und will diese mit der im September übernommenen Egripment Deutschland GmbH zusammenführen.
Künftig werden die beiden Unternehmen gemeinsam unter dem Namen PMT Professional Motion Technology GmbH auftreten, wobei man die Marke Egripment mit dem niederländischen Standort, dem Rental Business und der Herstellung von Camera Support Equipment zumindest derzeit noch erhalten will. Künftig betreut PMT Professional Motion Technology mit 20 Mitarbeitenden Kunden von den bestehenden Standorten in Hamburg und Köln, wobei es mit der Übernahme der PMT eine Neuausrichtung in der Unternehmensführung gibt, denn Christian Gärtner, bisheriger Geschäftsführer und Gesellschafter der PMT, übergibt seine Verantwortung an den CEO Maximilian Breder sowie an Philip von Senden, der sich künftig als COO um Vertrieb und Marketing des Unternehmens kümmert. Gärtner soll den Übergang aber aktiv begleichten und PMT als erfahrener Berater erhalten bleiben. So will man Kontinuität und Stabilität sicherstellen. Die technische Leitung liegt künftig bei Tim Ritter und Martin Dreesbach. Tim Ritter ist weiterhin als CTO tätig und Martin Dreesbach, bisher CTO von Egripment Deutschland, wird CTIO von Egripment und PMT.
Das Vater/Sohn-Gespann Stefan und Maximilian Breder von Broadcast Solutions sieht in der von bisher von Christian Gärtner geführten PMT (Mitte) eine Zukunft und will damit die Marktposition von PMT und Broadcast Solutions verbessern.
Broadcast Solutions erhofft sich mit dem Zukauf eine starke Position im Bereich Special Camera Systems und definiert das Ziel die Marktposition in der DACH-Region bei Sportproduktionen, Entertainment und Live-Events auszubauen. Die weiter bestehende Rental-Division von Egripment Camera Support in den Niederlanden soll die neuen Synergien mitnutzen, wobei man es als Vorteil sieht dass es eine Produktentwicklung der Egripment Camera Support in den Niederlanden gibt. Das Engineering- und Produktionsteam soll das Rental-Geschäft mit maßgeschneiderten Lösungen und schnellem Support unterstützen. Neue Produkte sollen individuell für Rental-Anforderungen entwickelt und angepasst werden.
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Lesertest: Nikon ZR beim Dreh für Radiosender und für Imagevideos
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Sony HDC-F5500V: „Urbi et orbi“ in Kinoqualität
Sony HDC-F5500V: „Urbi et orbi“ in Kinoqualität
Vatican Media testet die Liveübertragung mit der Super-35-mm-Sensor-Systemkamera von Sony und verspricht sich damit bei einer der meistgesehenen christlichen Feierlichkeiten des Jahres eine kinematographische Bildsprache.
Die HDC-F5500V ist ein Super-35-mm 4K CMOS-Kamerasystem mit vorinstalliertem und verstellbarem ND-Filter, die nun beim feierlichen apostolischen Segen „Urbi et Orbi“ durch Papst Leo XIV. am 25. Dezember 2025 auf dem Petersplatz in Rom von Vatican Media auf die Möglichkeiten, Live-Bilder in kinoreifer Anmutung weltweiten zu übertragen getestet wird. Vatican Media – Teil des im Vatikan für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Dikasteriums für Kommunikation – will die kinematographische Bildsprache mit den technischen Anforderungen weltweiter Live-Übertragungen in Einklang bringen. Die HDC-5500V-Kameras werden in die bestehenden Übertragungsabläufe eingebunden, ohne die Struktur der internationalen Produktion zu verändern. So sollen neue Perspektiven für zukünftige Live-Übertragungen des Papstes erarbeitet und Inhalten für das audiovisuelle Archiv des Vatikans gesammelt werden.
Die HDC-F5500V steht (zumindest virtuell) schon mal an der Stelle an der sie zum Einsatz kommen soll: Vor dem Petersdom in Rom. Sie soll mit dem Super-35-Sensor besonders packende Bilder vom Weihnachtssegen einfangen.
Sony betont, dass man auf eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Dikasterium für Kommunikation aufbaut und man so „die schrittweise Einführung modernster Technologien im Dienste der Kommunikation des Heiligen Stuhls gefördert hat.“ Im Vordergrund steht dabei die Geschichte, die Liturgie und die Botschaft des Papstes den Gläubigen und Zuschauern auf der ganzen Welt zugänglich zu machen.
Der Vatikan hat eine eigene Kommunikationsabteilung mit reichlich Equipment und stellt die weltweiten Bilder von Großveranstaltungen bereit.
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Lesertest: Nikon ZR beim Dreh für Radiosender und für Imagevideos
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| Bildquellen: Sony |