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DJI Avata 360: 8K-Flugaufnahmen mit 360-Grad-Rundumsicht

| Joachim Sauer

Die DJI Avata ist bekannt und viele haben sicher schon mitbekommen, dass die Avata 360 in China bereits am Markt ist – jetzt gibt es das angepasste europäische Modell hierzulande zu kaufen und bei uns bereits im Test.

Wir konnten mit der Drohne bereits vorab filmen und berichten im ausführlichen Test direkt aus der professionellen Drehpraxis:

Dass DJI sich keinen Trend vormachen lassen will, ist spätestens seit der Osmo 360 klar, mit der der Hersteller schon vorgelegt und die Basis für die Avata 360 geschaffen hat. Die Kamera arbeitet entsprechend mit 1-Zoll-äquivalenten Sensoren und baut aus den zwei Kameraeinheiten ein 8K/60fps-HDR-Video. Fotos kann sie mit 30 oder 120 Megapixel machen, wobei letzteres ein interpoliertes Bild ist. Denn die Sensoren haben 2,4-μm-Pixel, so dass die 30 Megapixel die native zusammengerechnete Auflösung beider Sensoren sein dürfte. Damit sind die Pixel aber relativ groß, so dass sich erklärt, warum wir in unserem Test von der Bildqualität bezüglich Dynamikumfang durchaus angetan sind. Der eigentliche Trick in den 360-Grad-Aufnahmen ist die Option, später den Blickwinkel festlegen zu können – das gilt auch bei Flugaufnahmen, die so deutlich flexibler nutzbar sind und weniger Flugerfahrung fordern.

DJIs neue Drohne kombiniert Action-Multicopter und 360-Grad-Actioncam – VIDEOAKTIV konnte sie bereits testen.

Die Avata 360 bietet zwei Objektive, deren Schutzlinsen gewechselt werden können. Sie nutzt das O4+ Videoübertragungssystem von DJI, das dank der starken Störungsresistenz eine hochauflösende Übertragung mit hoher Bildrate in 1080p/60 fps bietet und eine Reichweite von bis zu 20 km unterstützen soll. Wohlgemerkt: So weit fliegen darf man mit der Avata 360 hierzulande nicht, denn es besteht die Pflicht, die Drohne auf Sicht zu fliegen. Die Avata hat die Klassifizierung C1 und bedingt neben einer Haftpflichtversicherung den Kenntnisnachweis A1 respektive A3. DJI gibt für die Avata 360 mit einem Akku eine Flugzeit von 23 Minuten an, was unser Test nahezu bestätigt – solange man nicht allzu wilde Flugmanöver ausführt. Für den Fall, dass man dies doch vor hat, verfügt sie mehrere Sicherheitsfunktionen, darunter die omnidirektionale Hinderniserkennung bei Nacht sowie integrierte Propellerschutzvorrichtungen.

DJI wirbt mit austauschbaren Linsen und einem internem Speicher mit einer Kapazität von 42 Gigabyte.

In der Postproduktion kann mithilfe der DJI Fly und DJI Studio Apps eine einzelne Aufnahme mit dem 360°-Imaging der Drohne in mehrere Kreationen verwandelt werden, wobei wir die spannendste cavon, die Active Track-Funktion, mit dem Rennrad ausprobiert haben und mehr dazu im Test erklären. Gespeichert wir übrigens wahlweise auf den 42 GB internern Speicher oder auf microSD-Karte. Die Avata 360 kann mit den DJI-Fernsteuerungen (RC 2, RC-N2, RC-N3) geflogen werden. Das besondere Flugerlebnis bekommt man mit der DJI Goggles und der Handsteuerung (Motion Controller). Die DJI Avata 360 ist ab sofort vorbestellbar, wobei der Versand bereits im April erfolgen soll. Die Drohne allein kostet 459 Euro, die DJI Avata 360 mit DJI RC 2 liegt bei 719 Euro und nochmal aufgestockt um eine Tasche und zwei Akkus samt Schnellladestation ist die DJI Avata 360 Fly More Combo (DJI RC 2) für 939 Euro erhältlich. Als weitere Option gibt es die DJI Avata 360 Motion Fly More Combo mit der Goggles-Brille und Motion Controller für ebenfalls 939 Euro.