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Praxistipps: Filmmusik und Sprachbearbeitung - Teil 2

| Joachim Sauer

Seite 2 von 3: Teil 2

Die Sprachbearbeitung:

Die gängigsten Tools bei der Sprachbearbeitung sind Kompressoren, Limiter und Equalizer. Ein Kompressor hat die Aufgabe die natürlichen Lautstärkeschwankungen der Stimme zu eliminieren, um somit einen ständig gleichlauten Pegel zu erhalten. Durch den Kompressor wird die Sprache also auf ein einheitliches Level gebracht - die leisen Stellen werden hochgezogen und so präsenter, die lauten Stellen abgesenkt, so dass man insgesamt die Sprachspur lauter fahren kann.Da bei einem Kompressionsvorgang auch leise Stellen angehoben werden, hört man durch die Kompression auch sehr viele störende Nebengeräusche, wie beispielsweise das Rascheln der Kleidung oder das Brummen der Klimaanlage im Hintergrund. Diese Störfaktoren sollten beim Bearbeiten der Sprachaufnahme entfernt werden.

filmersclub_Sound_1 Sucher: Mit dem Equalizer und mithilfe eines sogenannten Frequenzbandes kann die störende Frequenz gesucht werden. Sound_Montage2 Störer: Im oberen Fenster wurde die Störfrequenz durch scrollen gefunden und darauffolgend soll die Lautstäre an der Stelle reduziert werden. Dazu geht man wie folgt vor. Mit dem Equalizer sucht man die Frequenz, in deren Bereich sich die Störfrequenz befindet. Dies geschieht durch das Anheben eines Frequenzbandes (hoher Q-Wert, hoher Gain). Dann „scrollt" man durch die Frequenzen, bis die Störfrequenz gefunden ist. In unserem Beispiel liegt sie bei ca. 1300 kHz. Wenn ihr die Störfrequenz entdeckt habt, dann senkt ihr die Lautstärke der Frequenz natürlich ab.
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