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Test: Sony AX100: Testergebnisse, Zoom, Fotofunktion

| Joachim Sauer

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Lesen Sie Teil 2 zum Test des echten, ersten 4K-Camcorders. Die Tester gehen auf die Zoom-Qualitäten sowie die Fotofunktion des AX 100 ein und erklären, wie gut sich das eingebaute Mikrofon des 4K-Consumers schlägt. Im zweiten Test-Teil liefern wir zudem alle Testergebnisse, mit Testtabelle im kostenfreien PDF-Download des Artikels.


 

Zoom

Die Zoomwirkung reicht bei 4K weniger weit als bei HD-Aufzeichnung. Das liegt daran, dass der Prozessor seine 20 Megapixel ausnutzt und dynamisch ins Bild hineinzoomt. Da 4K die vierfache Pixelmenge braucht, kann hier nur bis zur 18-fachen Vergrößerung eingezoomt werden. Das Bild verschlechtert sich dabei im Unterschied zu Digitalzooom nur unmerklich. Der Camcorder gibt ein Live-Signal zur Monitorkontrolle aus dem winzigen HDMI-Anschluss aus. Dieses Signal ist ebenfalls 4K und 25p und zur Schärfekontrolle bestens geeignet. Doch auch wer den HDMI-Ausgang nicht nutzt, kann sich auf die roten Kantenanhebungen als Schärfeindikator zusammen mit der Lupenfunktion gut verlassen. Auch manuelles Durchzoomen der Optik beließ die Schärfe auf dem Punkt. Das schaffen Fotooptiken selten.

Für richtige Belichtung sorgte die Zebra-Schraffierung überbelichtungsbedrohter Bildteile. Mit dem Ein-Zoll-Sensor lassen sich bei der Lichtstärke von 2,8 bis 4 im Zoom durchaus auch nette Schärfentiefe-Aufnahmen realisieren. Für Spielfilme reicht es freilich nicht.

Noch eine glatte Eins erhielt der AX 100 wegen des klaren, moireefreien Bilds mit dem hervorragenden Bokeh. Ins Deutsche übersetzt heißt das: Beim Zoomen auf detailreiche Flächen wie etwa geschindelte Dächer gibt es keine flirrenden Bildmuster, und die Blende hat ausreichend viele Lamellen, um im Gegenlicht kreisrunde Blendenflecke ohne Überstrahlungen zu produzieren.

AX100Hand Der brandneue FDR-AX 100 dagegen, den wir als Vorserienmodell zum ersten Test bekamen, ist mit seinen kompakten Maßen und einem sensationellen Preis von 1999 Euro ein echter Consumer-Camcorder. B7 Bildanalyse einer 4K-Aufnahme: sehr gute Gegenlichtstabilität und kreisrunde Blendenringe (1), keine Moirees in feinen Mustern (2). Extremauflösung: Das Nummernschild war auf dem 56-Zoll-TV mühelos zu lesen (3). In 25p verschleift die Bewegung – auch bei einem langsamen Radler (4). Gute Farbtrennung: viele realistische Grün- und Braunnuancen (5).

Und wo ist nun der Haken? Nun ja, 4K kann der AX 100 in der uns zur Verfügung gestellten E-Version mit 25p, und dieses Format neigt (je nach TV) zum Ruckeln. Bei Schwenks ist dann die ganze schöne Kantenschärfe, die bei den 50p-Aufnahmen zu sehen war (vor allem in XAVC-S) wieder beim Teufel, und vorbeifahrende Radler ziehen einen Unschärfeschweif hinter sich her. Doch in den Settings versteckt sich, Gott sei Dank, die Umschaltung auf 24 Bilder pro Sekunde – Kinomodus. Und der gefiel unserem Fernseher merklich besser! Am besten waren die Ergebnisse mit 1/48 Sekunde Belichtungszeit – eine sanfte, langsame Schwenkbewegung und recht scharfe Bildkanten waren das Resultat.

An dieser Stelle sei die famose Zeitlupe erwähnt, die im 24p-Modus mit 120 Bildern pro Sekunde aufzeichnet. Im Ergebnis ist das eine fünffache Zeitlupe, die endlos aufgezeichnet werden kann, in voller HD-Auflösung. Schade wiederum, dass schnelle Bewegungen dennoch leicht gesoftete Kanten aufweisen – und natürlich hätten wir so etwas auch gerne in 4K!

Testergebnisse und PDF-Download
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