Zum Hauptinhalt springen

Test: Panasonic Lumix DMC-GH 1

| Joachim Sauer

Seite 1 von 3

Wir hatten eine der ersten testfähigen GH1-Modelle zum Test. Dieser kompakte Wechseloptik-Fotoapparat mit Full HD-Videofunktion wird unter Filmern heiß gehandelt, da er mit 4/3 Zoll-Chip geringere Schärfentiefe besitzt als jede 2/3-Zoll-Profi-Videokamera. Wie gut sind Handling und Bildqualität - das hat uns interessiert.



lumixgh1_frei.jpg Lumix GH1: Unser Europa-Testmodell im Goldgewand wird in Deutschland nur in rot und schwarz zu haben sein.   gh1_top.jpg Wechseloptik: Das 14-140mm Set-Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 28 bis 280mm ab. Das ist für Camcorder Weitwinkelrekord. 

Wir hatten eine der ersten testfähigen GH1-Modelle zum Test. Dieser kompakte Wechseloptik-Fotoapparat mit Full HD-Videofunktion wird unter Filmern heiß gehandelt, da er mit 4/3 Zoll-Chip geringere Schärfentiefe besitzt als jede 2/3-Zoll-Profi-Videokamera. Wie gut sind Handling und Bildqualität - das hat uns interessiert.

Die Kamera kam mit einem 14-140mm 10fach-Objektiv, was beim 4/3-Bildformat exakt einer Halbierung des Kleinbild-Formates entspricht, somit einer Verdoppelung der Brennweite bedeutet: also 28-280mm. Die Lichtstärke ist mit 4 – 5,8 für ein Fotokamera-Objektiv nicht eben berauschend, doch dafür ist es extra auf Videoanwendungen konzipiert, da es einen unhörbaren Autofokus hat und einen besonders sanften Zoomauszug. Für Kamera und Objektiv verlangt Panasonic 1500 Euro. Weitere videogeeignete Objektive sollen folgen. Für den stolzen Preis gibt es dann aber auch die handlichste Wechselobjektivcam mit 12 Megapixel auf dem Markt – mit dem hochauflösendsten Display und dem besten Elektrosucher mit 1,44 Megapixeln. Handling Man nimmt die Kamera am besten wie eine SLR um das Gewicht zwischen Einstellhand und Führungshand zu verteilen. Dann drückt man hinten mit dem Daumen der rechten Hand den Filmauslöser statt oben den Fotoauslöser und die Aufnahme startet. Die Kamera fokussiert automatisch oder manuell, automatisch allerdings sehr langsam, während die Autoblende recht zügig funktioniert – ähnlich schnell wie beim Camcorder. Das heißt, man müsste beim Verlagern des Fokusses während der Aufnahme am manuellen Ring der Kamera drehen. Das müsste man auch, um zu zoomen, denn eine Zoomwippe ist nicht integriert. Diese Ringe sind nicht auf die Filmerei optimiert und nicht während der Aufnahme aus der Hand ruckfrei zu positionieren. Schon deshalb nicht, weil ein Teil des Gewichtes eben von der Einstellhand abgefangen werden muss. Es ist für anspruchsvollere Aufgaben also unabdingbar, vom Stativ zu arbeiten – trotz des optischen Bildstabilisators im Objektiv. Als Fokussierhilfe für den Full-HD-Modus gibt es eine Bildvergrößerung, mit der das Scharfstellen auch zuverlässig gelingt – allerdings steht diese Vergrößerung so lange, dass sie das Einstellen des Motivausschnittes behindert. Druck auf Auslöser oder Set-Taste läßt die Vergrößerung verschwinden. Denoch ist Disziplin gefragt: Erst den Auschnitt einstellen und danach Fokussieren.

Video+AVCHD-Datei zur Panasonic Lumix DMC-GH 1 finden Sie hier. Das Testvideo finden Sie hier: Testvideo: Panasonic Lumix DMC-GH 1
Autor:
Bildquellen:

Weitere Kamera-Artikel

| Magazin Kamera
Winzige Kameras gehören längst zum Werkzeug professioneller Drehteams. Meist übernehmen Actioncams diese Rolle – doch mit wechselbaren Optiken und der direkten Einbindung in eine SDI-Signalkette bedienen die Proton Cam und Proton Zoom Pro…
| Magazin Kamera
Etwa ein Jahr, nachdem sich DJI mit der ersten Osmo 360 auf das Terrain von Insta360 vorgewagt hat, soll nun das Nachfolgemodell dem großen Konkurrenten den Rang ablaufen. Gelingt das?   IM TEST: DJI Osmo 360 II, 589…
| Magazin Kamera
Mit der A1 bringt Antigravity seine erste Drohne auf den Markt. Hinter der neuen Marke steht die 360-Grad-Kompetenz von Insta360 – und genau die prägt das Konzept. Aber wie gut sind die 360-Grad-Videos und wie fliegt sich die erste Drohne…