Objektivtest: Nikon Nikkor 70–200 mm 1:2,8 VR S II – ein echtes Allround-Telezoom
Nikons neues 70-200 mm-Telezoom soll in der Fotografie ebenso wie bei Videodrehs glänzen und so ein treuer Begleiter in der Hybridära sein. Wir haben das Objektiv an der Z8 getestet.
IM TEST:
Nikon Nikkor 70–200 mm 1:2,8 VR S II, 3349 Euro
Joachim Sauer und Jonas Schupp nahmen das Nikkor 70–200 mm auf Foto- und Videojobs mit und berichten aus der Praxis über Bokeh, Lens Flare, Focus Breathing und vieles mehr.
AUFBAU
Vervollständigt werden die Bedienelemente von AFL-Tasten sowie Schaltern für Fokus, Fokus-Begrenzung und Multifunktionsring-Klick.
AUTOFOKUS UND BILDSTABILISATOR
Filmen aus der Hand mit hohen Brennweiten ist dank des guten Bildstabilisators gut möglich.
FOCUS BREATHING
Das Fokus Breathing testeten wir am Bootssteg, wo die Optik eine hervorragende Performance offenbarte.
BOKEH UND LENS FLARE
Während das Bokeh bei F2.8 komplett rund ist, kann man bei F4 mit Adleraugen Ecken und Kanten ausmachen, die bei F8 nicht mehr wegzudiskutieren sind.
Am Tele-Ende treten um starke Lichtquellen coronaartige Lichtkreise auf, einzeln brechen Strahlen halbkreisförmig aus.
FAZIT
Einen wichtigen Punkt für Videographen haben wir in unserem Test noch nicht erwähnt: sie konnte im Test mit Parfokalität überzeugen, sprich bei Veränderung der Brennweite bleibt der Dokus an der gleichen Stelle – eine Eigenschaft, die für Filmende unverzichtbar ist. Auch sonst konnte das Nikkor 70–200 mm 1:2,8 VR S II mit seinen optischen Eigenschaften überzeugen und hat sich als zuverlässiges Objektiv für Profi-Einsätze in Foto und Video entpuppt – von dem kleinen Makel beim Autofokus abgesehen, was aber nicht am Objektiv, sondern an der Kamera lag. Wenn man etwas kritisieren kann, dann die Tatsache, dass das Nikon im Vergleich zu anderen 70-200 mm-Objektiven weniger Bedienelemente besitzt und beispielsweise keinen Schalter für den Bildstabilisator. Dafür kann sie mit einem hervorragendem, weil quasi nicht vorhandenem Focus Breathing punkten und auch bei Lens Flare und Bokeh überzeugen. Damit ist das Nikon Nikkor 70–200 mm 1:2,8 VR S II ein uneingeschränktes, wenn auch nicht ganz günstiges Profiwerkzeug. Aber wem die 3349 Euro zu teuer sind, bekommt die Vorgängerversion aktuell fast 1000 Euro günstiger – auch wenn die Mark II-Version optisch natürlich besser abliefert und knapp an der Bestnote vorbeischrammt.
+ sehr geringes Focus Breathing
+ wenig Lens Flare-Effekte
+ parfokal
- im Vergleich zur Konkurrenz weniger Bedienelemente
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DATEN
DATEN UND TESTERGEBNISSE

| Hersteller | Nikon | |
| Modell | Nikkor 70–200 mm 1:2,8 VR S II | |
| Preis | 3499 Euro | |
| Objektiv (Preis) | RF 24-105mm F2.8L IS USM Z (3599 Euro) | |
| Internet | www.nikon.de | |
| DATEN | ||
| Verfügbare Bajonette | Z-Mount | |
| Bildfeldabdeckung | Vollformat | |
| Lichtstärke | F2.8 | |
| Länge | 20,8 cm | |
| Frontdurchmesser | 9 cm | |
| Gewicht | 998 g (ohne Stativadapter) 1180 g (mit Stativadapter) |
|
| Filterdurchmesser | 77 mm | |
| Anzahl der Blendenlamellen | 11 | |
| Naheinstellgrenze | 38-80 cm | |
| Besonderheiten | Custom-Knöpfe, Multifunktionsring (deklickbar) | |
| BEWERTUNG | ||
| Lens Flare | sehr gut | |
| Bokeh | sehr gut | |
| Focus Breathing | hervorragend | |
| Urteil | sehr gut | |
| Preis/Leistung | sehr gut bis gut | |
Autor: | Jonas Schupp |
Bildquellen: | Nikon, MEDIENBUREAU |
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