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GoPro Mission 1 Pro: Actioncam mit 1-Zoll-Sensor als Zukunftshoffnung

| Joachim Sauer

GoPro signalisiert bereits mit dem Namen, dass es sich bei der Mission 1 um eine neue Serie handelt – mit größerem Sensor und einer besonderen Mission: Sie muss die Basis für einen Erstarken von GoPro sein, denn sonst sieht es düster aus beim Actioncam-Erfinder.

360 Grad Kameravergleich Titel

IM TEST:
GoPro Mission 1 Pro, 700 Euro
getestet in der Grip Edition, 780 Euro

 

Schon der erste Quartalsbericht von GoPro hat klar gemacht, dass der Erfinder der Actioncam in der Krise steckt. Trotzdem lief die Entwicklung neuer Kameras auf Hochtouren, so dass nun das brandneue Modell Mission 1 Pro am Start ist – gleichzeitig GoPro aber nach Börsen- und Kreditrichtlinien eine Warnung ausgeben musste, dass der Fortbestand gefährdet ist. Derzeit sucht man händeringend nach einer Lösung, die sicher zum einen in der Verhandlung mit Kreditgebern, aber ohne Zweifel auch im Verkauf der gesamten Marke liegen könnte. Wichtig dabei: Wie gut ist die Mission 1 Pro als Basisprodukt? Erfüllt sie die Erwartungen der Branche und verkauft sich wieder gut, ist dies wohl der wichtigste Baustein von GoPro im Überlebenskampf. Wichtig dafür ist es zwangsläufig auch das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten – deshalb widmen wir uns in diesem Test nicht nur den klassischen Fragen eines Kameratests, sondern wagen auch eine Einstufung, ob man den Kauf wagen kann.

Seit gut vier Wochen arbeitet Joachim Sauer nun mit der GoPro Mission 1 Pro inklusive dem Cage aus der Grip Edition – entsprechend liefern wir nicht nur schnöde Moderation, sondern wieder viele Bildeindrücke, die mit der Kamera entstanden sind.

FORMFAKTOR

Actioncams stehen für besonders kleine und robuste Kameras, doch schon seit mehreren Generationen werden zumindest die gehobenen Modelle wieder größer. So ist auch die Mission 1 Pro gegenüber der Hero 13 um 6 Millimeter in die Breite gewachsen und da der Sensor größer geworden ist, benötigt die Mission 1 auch eine größere Optik, so dass die Höhe (6 cm) sogar um einen Zentimeter zugelegt hat. Die über das Gehäuse ragende Optik schafft den Platz, dass auch die zwei Tasten größer und höher werden durften und damit erstmals wieder einen richtig guten Druckpunkt bieten. Weiterhin ist die Actioncam ohne Gehäuse bis Wasserdicht – immerhin bis 20 Meter. Das ist dann auch ein entscheidender Vorteil gegenüber dem eigentlichen Top-Modell GoPro Mission 1 Pro ILS, die mit einem MFT-Bajonett kommt und somit verschiedene Optiken aufnehmen kann – aber eben nicht mehr wasserdicht ist.

360 Grad Kameravergleich GRDie Mission 1 Pro (rechts) hat, wie die kleinere Mission 1, eine größere Optik und damit letztlich gegenüber der Hero 13 (links) doch deutlich sichtbar mehr Volumen.

LIEFERUMFANG

Besonderheit bei unserer Grip Edition ist das entsprechend 80 Euro teure Gehäuse, das aus einem 68 Gramm schweren Cage besteht und für einen Schutz der Actioncam sorgt. Dazu bekommt man zudem einen leicht montierbaren Griff sowie einer Verlängerung für den Auslöser besteht, die nochmal zusammen 96 Gramm wiegen. Entsprechend wiegt die gesamte Kamera dann 374 Gramm – was für eine Actioncam schon nicht mehr ganz so leicht ist – aber die gesamte Konstruktion macht aus der Actioncam eine Kamera, die nicht nur bei Action, sondern auch in der Street-Fotografie oder dem Vlogging zuhause ist. Und daran gemessen geht das Gewicht in Ordnung. Ebenfalls im Lieferumfang der Gripp Edition ist ein zweiter Akku sowie ein Ladegerät, in das gleich beide reinpassen und parallel geladen werden.

GoPro Mission1 KaefigDer Käfig macht die Mission 1 Pro robuster und der passende Handgriff sorgt für deutlich mehr Komfort bei Aufnahmen aus der Hand.


BEDIENUNG

Auch wenn GoPro als Begriff für die Actioncam-Gattung steht: Konkurrenzlos ist man schon länger nicht mehr, denn DJI hat mit der Action 6 und Insta360 mit der AcePro 2 gewaltig GoPro gewaltig Marktanzeile abgenommen. Technisch gesehen spielten bisher die drei Hersteller auf Augenhöhe – je nachdem worauf man Wert legt kann die Wahl unterschiedlich ausfallen. Für GoPro spricht dabei ein wesentlicher Punkt: Hier gibt es keine sinnfreie Registrierungspflicht wie bei der chinesischen Konkurrenz. Natürlich bietet auch GoPro eine App. Doch während die anderen Hersteller ohne die Verbindung zur App nach fünfmaligen Einschalten ohne Registrierung die weitere Arbeit einstellen, bleibt die Quik-App eine reine Option für die Fernsteuerung der Mission 1 Pro, aber auch für die Nachbearbeitung. Die Grundeinstellungen lassen sich hier zwar auch machen – doch genau genommen sind diese über das Touchdisplay genauso schnell und sogar etwas bequemer gemacht.

GoPro Mission1 Menue GrundeinstellungenStreicht man von oben nach unten über das Display, öffnen sich die Grundeinstellungen, die recht übersichtlich in mehreren Seiten angeordnet sind und nicht nur auf Piktogramme, sondern auch kleine Texte setzen.

Beim Kameramenü bleibt sich GoPro weitgehend treu, so dass man mit einem Wisch von oben nach unten in die Grundeinstellungen kommt, von unten nach oben schon aufgezeichnete Clips anschauen kann und mit dem horizontalen Wischen die Kameramodi durchwechselt. Um die Videoformate zu verändern genügt ein Tipp auf die im unteren Displaybereich angezeigte Videoauflösung, wobei hier GoPro nun einen deutlichen Systemwechsel vollzieht: Statt wie bisher erstmal eine Übersicht über die verschiedenen voreingestellten oder individualisierten Profile zu geben sieht man nun alle Einstelloptionen von der Auflösung über die Bildrate, Bildprofile und Stabilisierungsoptionen. Das wirkt auf den Einsteiger zuerstmal unübersichtlicher, entspricht aber viel eher der professionellen Arbeitsweise und ist uns deshalb deutlich angenehmer. Man sieht mit einem Blick was eingestellt ist und erhält zudem einen Überblick über die unterschiedlichen Optionen.

GoPro Mission1 Menue Film EinstellungenDie Preset-Übersicht hat GoPro beseitigt und liefert dafür alle Optionen in einem Menü, wobei in den Einstellungen gleich klar wird, welche Optionen man im entsprechenden Format hat.

VIDEOFORMATE

Open Gate heißt das Stichwort, mit dem man inzwischen vor allem die Social Media Produzenten ansprechen will. Denn in der GoPro Mission 1 arbeitet ein 1-Zoll-Sensor im 4:3-Format. Wer den gesamten Sensor auslesen lässt kann mit 8K mit 30 Bildern in der Sekunde aufzeichnen. Wer auf 4K-Auflösung schaltet bekommt dann höhere Bildraten bis 120 Bilder hin. Noch etwas flexibler wird es im klassischen 16:9-Format in dem in 8K-Qualität immerhin bis zu 60 Bilder und in 4K bis zu 240 Bilder in der Sekunde machbar sind. In 16:9 mit Full-HD sind sogar bis zu 480 Bilder machbar. Im Hochformat wird es dagegen deutlich unflexibler, denn hier beherrscht die Mission 1 Pro nur maximal 4K mit 30 Bildern – wobei man sich den Modus auch sparen kann, denn wer die Kamera hochkant hält muss nur in der Nachbarbeitung das Bild hochkant stellen. Apropos Flexibilität der Formate: Das ist letztlich der größte Unterschied zur kleineren Mission 1 (ohne das Pro), denn diese beherrscht in 8K kein Open Gate und in 16:9 statt 8K nur 30p beziehungsweise in 4K nur 120p.

GoPro Mission1 FramingDie hohe Auflösung erlaubt flexibles Nachkadrieren in Hoch- und Querformat.


BILDPROFILE

Mit Log-Profilen arbeiten, das gehört inzwischen genauso zum Standard wie 10 Bit-Farbtiefe. Die Besonderheit liegt eher darin, dass es dabei keine Einschränkungen in Auflösung und Bildraten gibt. Zwangsläufig fordert die Arbeit mit GP-Log2 eine Nachbearbeitung um das bewusst recht flau aufgezeichnete Bild wieder hinzubiegen und die Lichter und Schatten herauszuarbeiten. Wer sich einen gefallen tun will wählt aber wenigstens die hohe Bitrate (160 Mbit), was sich aufgrund der geringeren Komprimierung sogar leichter bearbeiten lässt. Wer als Profi auf einer potenten Workstation die Nachbearbeitung macht gönnt sich dann die maximale Bitrate von bis zu 240 Mbit. Wer es schneller haben möchte und beispielsweise über die Quik-App arbeitet findet zudem die Option ohne Log-Profil eine tatsächlich sehr „neutrale“ Farbauslegung auszuwählen und kann zudem in Filmisch, Natürlich und Dynamisch wechseln. Bildbeispiele für diese Profile liefern wir im Video – um es kurz zu machen: Außer der neutralen Darstellung sind die anderen Modi reine Geschmacksache und eher vergleichsweise bunt ausgelegt.

GoPro Mission1 Menue GP LogGoPro integriert GP-Log2, so dass man in der Nachbearbeitung mehr Dynamik aus dem Bild holen kann. 

BLICKWINKEL

Die GoPro Mission 1 hat eine Objektiv und wie üblich kein optisches Zoom, auch wenn man über das Menü bis zu 4-fach in das Bild zoomen kann. Das funktioniert dann zwangsläufig Digital auf dem Sensor, was in 8K-Auflösung sofort zu sichtbarem Rauschen führt, in 4K aber immerhin bis Zoomfaktor 2 noch ganz in Ordnung ist. Zudem kann man verschiedene Blickwinkel einstellen – ebenfalls abhängig von der Auflösung. So kann man in 8K nur zwischen Linear und Weitwinkel wählen, während es bei 4K-Auflösung noch den SuperView gibt. Wobei bei letzterem die Verzeichnung Actioncam-Typisch sehr stark sind. Aber auch schon im Weitwinkel ist eine deutliche Krümmung zu erkennen, die zumindest bei professioneller Verwendung ungern gesehen wird. Entsprechend gibt es den Linear-Modus, der tatsächlich gute und nahezu verzerrungsfreie Aufnahmen liefert – wobei der Blickwinkel immer noch weit genug ist um damit auch Selfies produzieren zu können.

GoPro Mission1 BildwinkelIm Superview ist die Verzeichnung nur bei echter Action verkraftbar – und von vielen schon als Actioncam-typisch akzeptiert. Im professionellen Umfeld in Dokumentationen kommt eigentlich nur der Linear-Modus in Frage.

BILDSTABILISATOR

In Sachen Bildstabilisierung macht GoPro so schnell niemand was vor und auch die Mission 1 Pro beweist das erneut. Ob bei schneller Fahrt auf dem Fahrrad montiert oder handgeführt auf von Wurzeln überwuchertem Waldweg – die Actioncam beruhigte in allen Testsituationen trotz neuem Sensor sehr gut. Im Gegensatz zu 360-Grad-Kameras, die dank entsprechendem Panorama das Bild nachträglich immer ruckelfrei hinbiegen können, sind natürlich bei „normalen“ Actioncams irgendwann Grenzen erreicht. Allerdings mutet es schon etwas merkwürdig an, dass bei maximalem Bildwinkel und normaler Beruhigung immer wieder die Sonnenblende ins Bild kommt. Der Fehler: Die Sonnenblende hat eine Markierung, die uns nicht aufgefallen ist. Wer sie richtig aufsetzt vermeidet diesen Fehler. Solange man mit der Mission 1 Pro keine grobschotterige Buckelpiste befährt, bekommt man immer ein gut beruhigtes Bild. Auch wenn man bei unruhigem Terrain die verstärkte Stabilisierung, von GoPro „HyperSmooth Boost“ genannt, aktivieren sollte. Sehr gut ist auch die Horizontsperre, die dennoch leichtes kippen erlaubt, so dass die Bilder sehr authentisch wirken.

GoPro Mission1 AbdeckungWer dieses Bild mit der Randabschattung sieht, hat die Sonnenblende falsch rum aufgesetzt. Wer auf die Markierung achtet bekommt auch bei gröberem Ausgleich ein saubere beruhigtes Bild. 


BILDEINDRUCK

GoPro hat lange Jahre nun an seinem Hardware-Konzept festgehalten – wohl auch gezwungenermaßen, da man an Komponenten gebunden war. Die Mission 1 ist eine Neukonzeption, unterstützt durch das neue GP-log2, mit dem man aus dem 1 Zoll Sensor sichtbar mehr Bilddynamik holen kann. Der Sensor bringt die derzeit beliebte geringere Schärfentiefe, die damit den typischen Actioncam-Look, mit ständiger Schärfe im gesamten Bild, etwas auflöst. Damit einher geht, dass die Kamera nun Objekte erkennen und im Idealfall verfolgen muss, damit die Schärfe auch an der korrekten Stelle im Bild ist und bleibt. Genau hier überzeugt uns die Kamera noch nicht vollständig – sowohl die Bedienung ist zu fummelig als auch das Ergebnis zu ungenau. Der größte Haken dabei ist, dass man die Schärfe nicht auf dem zwar größeren aber immer noch kleinen Display beurteilen kann. Problematisch wird dies nur wenn man mit der Kamera beweglich arbeitet und zudem man nicht genau weiß, was vor der Kamera passiert. Für sicher scharfe Aufnahmen lässt man dann lieber den Fokus in der Entfernung und riskiert, dass Nahaufnahmen unscharf sind. Gerade die Eignung als Bodycam ist damit eher problematisch. Doch auch bei Selfies mit dem Wechsel zwischen sich und dem, was man sieht, ist das ebenfalls schwer – und hat uns einige unscharfe Aufnahmen beschert, die mit der Hero13 zuverlässig geklappt hätten. Gut klappt das dagegen in Festinstallationen, wenn die Kameraposition genauso klar ist wie der Handlungsort, welcher scharf sein soll.

GoPro Mission1 Unschaerfe 1Dank des für eine Actioncam vergleichsweise großen Sensors kann man mit der Mission 1 durchaus Unschärfe in seine Einstellungen bekommen.

Eine Abteilung, in der GoPro der Konkurrenz aber meilenweit hinterherhinkte, war die Lichtstärke. Bis jetzt, denn die Mission 1 präsentiert sich markenuntypisch lichtstark. Durch 8K-Auflösun ist das Bildrauschen natürlich feiner, dennoch können wir der Actioncam bis ISO 3200 ein gutes Rauschverhalten attestieren – auch wenn wir zu letzterer Lichtstärke nur selten greifen wollen würden, was aber mehr an der deutlichen Detailabnahme durch die Interne Rauschreduzierung liegt. Hier hat sich GoPro offensichtlich etwas von der chinesischen Konkurrenz abgeschaut und auch der spezielle Nachtmodus der Mission 1 ist von Insta360 und DJI abgeschaut. Allerdings ist man als Nutzer des Nachtmodus nicht einem festen Farbprofil „ausgeliefert“, sondern kann weiterhin aus den vorhandenen Looks sowie GP-Log2 wählen. Auch wenn der Nachtmodus nicht das Niveau einer Ace Pro 2 erreicht und das Bild im Test etwas blau abgestimmt hat, ist die Einstellung bei Nacht und fortgeschrittener Dämmerung immer eine Überlegung wert, auch wenn die Kamera dann in 8K 16:9 maximal 30 Bilder in der Sekunde schafft.

GoPro Mission1 ISO3200Die native ISO-Empfindlichkeit der Mission 1 liegt bei ISO 100. Bei ISO 3200 (Bild) ist für uns die Grenze des professionell Nutzbaren erreicht, alles darüber ist zu verrauscht. Für GoPro ist das jedoch ein beachtliches Ergebnis.

AKKULAUFZEIT UND WÄRMEABSCHALTUNG

„Enduro 2“ nennt GoPro selbstbewusst die Akkus der Mission 1 Pro und legt in der Grip Edition zwei Exemplare samt passendem Ladegerät bei. Mit einem Akku konnten wir im Praxistest etwa fünf Stunden arbeiten, wobei wir hier nicht durchgehend gefilmt und die Kamera in den Drehpausen ausgeschaltet haben. Bei maximaler Belastung, sprich in höchster Auflösung und Datenrate sowie mit angeschalteten Displays und Hilfen, kamen wir mit einer Akkuladung auf nahezu 60 Minuten Aufnahmezeit. Allerdings wurde es der Mission 1 nach 23 Minuten und 68 Prozent verbleibender Akkuladung zu heiß. Einmal 15 Minuten abgekühlt und wieder angeschaltet trat nach 14,5 Minuten und 43 Prozent verbleibender Akkuladung die nächste Überhitzung auf. Auch wenn diese Werte für GoPro gut sind, schaffen andere Hersteller inzwischen deutlich bessere Werte. Besonders ärgerlich fanden wir allerdings, dass unsere Akkus nach einer Woche bereits gut 30 Prozent der Ladung verloren hatten. Das ist für neue Akkus ein sehr schlechter Wert und beeinträchtigt die Nutzbarkeit in der Praxis.

GoPro Mission1 AkkuGoPro hat wieder die Akkubauform geändert, so dass die Akkus der letzten Hero-Modelle nicht mehr passen. Praktisch ist das (optionale) Doppelladegerät.

 

FAZIT

Joachim Sauer VIDEOAKTIV Autor

Man kann festhalten: Die Mission 1 Pro ist der richtige Schritt von GoPro, um die Vorherrschaft im Actioncam-Segment zurückzugewinnen: Die Kamera liefert eine gute Bildqualität mit hoher Bilddynamik, hat die passenden Modi und eine gute Bildberuhigung. Aber eben auch Schwächen, wie die Sonnenblende, die bei starker Bewegung immer mal wieder das Bild abschattete oder die nun notwendige Fokussierung, die eben noch nicht optimal funktioniert. Hier kann GoPro sicher durch künftige Firmware-Updates nachbessern – wenn die Entwickler dazu die Chance bekommen. Denn dazu braucht man frisches Geld von Investoren und Verbraucher, die mitziehen und ein durchaus überzeugendes neues Produkt kaufen.

Dabei dürfte die Mission 1 Pro das Hauptprodukt im Sortiment sein, denn die Ersparnis für die Mission 1 ist vergleichsweise gering und die Einschränkungen bei den Formaten durchaus empfindlich. Denn was die Mission 1 Pro besonders gut kann ist die Zeitlupe – und das passt sehr gut in den Zeitgeist, wo man mit sogenannten Speed-Ramps einen cineastischen Look erzeugt. Genau zu diesem Look passt auch die höhere Bilddynamik und die gewonnene geringere Schärfentiefe – wenn man sie gezielt einsetzt. Auch wenn die Bedienung der Kamera immer noch einfach ist, hat sie in Sachen der zuverlässigen Bildquelle durch den größeren Sensor etwas eingebüßt. Spannend bleibt für uns deshalb die Frage, wie das dann bei der Mission 1 Pro ILS wird, die mit MFT-Optiken arbeitet. Hier wagen wir derzeit noch keine Aussicht – hoffen aber sehr, dass GoPro den Turnaround hinbekommt und sich damit die grundsätzliche Neuentwicklung gelohnt hat.

+ gute Bilddynamik mit GP-Log2
+ hohe Zeitlupen
+ hohe Auflösung
+ einfache Bedienung
- langsamerer Kamerastart
- frühe Hitzeabschaltung

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DATEN

DATEN UND TESTERGEBNISSE

GoPro Mission1 Tabellenbild

Hersteller GoPro
Modell Mission 1 Pro
Preis 700 Euro (Basismodell)
780 Euro (Grip Edition mit Cage, Griff und Zusatzakku)
Abmessungen 8,5 x 5,8 x 5 cm
Gewicht 150 g
Internet www.gopro.com
DATEN
Aufzeichnungsformate 8K (60/50/30/25/24p), UHD (240/120/100/60/50/30/25/24p),Full-HD (480/240/120/100/60/50/30/25/24p)
max. Datenrate 240 Mbit/s
Codecs (Dateiformate) H.265, H.264
Max. Abtastung intern 4:2:0 (10 Bit)
Aufnahmemedien Micro-SDXC
Bildwandler/Auflösung 1 Zoll/50 Megapixel
BILDQUALITÄT max. 44 Punkte 32,3/sehr gut
Outdoor sehr gut
Indoor sehr gut
Lowlight sehr gut
Bildberuhigung sehr gut
Aufnahmewinkel (min - max.) 72 - 158 Grad
TON max. 7 Punkte 5,5/sehr gut
Tonaufnahme stereo
Mikrofonanschluss drahtlos
Tonqualität gut
AUSSTATTUNG max.23 Punkte 20,4/sehr gut
GPS-Empfänger/Bluetooth/WLAN ○/●/●
Akkufach/Zusatz-Akku ●/●
Anschlüsse USB-C
Speicher (intern/Karte) —/Micro-SD
Spritzwasserschutz
wasserdicht/Tiefenangabe  ●/20 Meter
Unterwassergehäuse
Objektiv drehbar
Überkopfkorrektur manuell/automatisch
LED-Leuchte optional
Intervall-Fotofunktion
Aufnahmeloop
Pre-Recording 15 Sek.
Lieferumfang Klebehalterung, Stativgewinde, sonstige Halterung
BEDIENUNG max.26 Punkte 20,5/sehr gut
Bedienungsanleitung nur digital, vollständig, verständlich
Akkulaufzeit  80 Minuten 
Akku-Ladezustand in Prozent
Fernbedienung via App
Smartphone-App GoPro Quick
Touch-Dsplay
Status/Kontroll-Display (Diagonale) ●/● (6,5 cm)
Ein-Tasten-Aufnahme
gut erkennbare Record-Funktion
Menüstruktur übersichtlich und logisch
Fernsteuermöglichkeit sehr gut
Tasten/Handhabung gut bedienbar (auch mittels Sprachsteuerung), sehr klare Logik
va logo kl 100  
Urteil max.100 Punkte sehr gut 81,7
Preis/Leistung sehr gut

 

 

Autor:
Joachim Sauer
Bildquellen:
GoPro, Joachim Sauer, Jonas Schupp MEDIENBUREAU

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