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Sigma FP2: kompakte Vollformatkamera mit 6K-Video

| Joachim Sauer

Die Sigma FP2 bewirbt der Hersteller als kleinste Vollformatkamera und zielt mit 6K Open Gate, ProRes RAW und 70 GB internen Speicher auf Cine-Anwendungen.

Bei der FP2 hält Sigma am quaderförmigen, modularen Gehäusekonzept der bisherigen fp-Kameras fest, ergänzt aber ein nach oben um 90 Grad und nach unten um 45 Grad neigbares 3,15-Zoll-Touchdisplay. Der 24,5-Megapixel-Vollformatsensor nutzt eine teilweise gestapelte Bauweise für eine schnellere Auslesung und arbeitet mit Phasen- sowie Kontrast-Autofokus. Die Motiverkennung umfasst Menschen, Hunde, Katzen und Vögel. Bewegtbild zeichnet die FP2 Open-Gate-Material in 6K mit bis zu 59,94 Bildern pro Sekunde auf. ProRes RAW beziehungsweise ProRes RAW HQ sind in 6K auf höchstens 29,97p begrenzt. In 4K stehen im Crop-Modus bis zu 119,88p zur Verfügung. Als weitere Optionen nennt Sigma H.264, H.265, L-Log, Waveform, Zebra, False Color, anamorphotische Entzerrung und eine Director's-Viewfinder-Funktion für Bildwinkel verschiedener Cine-Kameras. Den Dynamikumfang gibt der Hersteller bei 4K-Vollformataufzeichnung in L-Log mit bis zu 14,1 Blendenstufen an. Eine mechanische Bildstabilisierung ist nicht vorgesehen; für Video steht eine elektronische Stabilisierung zur Verfügung. Der Verschluss arbeitet ausschließlich elektronisch, mit Zeiten bis 1/25.600 Sekunde. 32-Bit-Float-Audio erfordert den optionalen Blitzschuhadapter HU-21 zusammen mit kompatiblem Panasonic-Zubehör.

Extrem kompakt und sehr klar auf Cine-Funktionen ausgelegt will Sigma mit der fp2 die Bewegtbildbranche erobern. 

Serienbilder nimmt die Kamera mit bis zu 20 Bildern pro Sekunde auf, dabei sollen laut Datenblatt bis zu 200 JPEGs oder 180 DNG-Dateien möglich sein. Neben UHS-II-SDXC-Karten akzeptiert die Kamera USB-SSDs und bietet 70 GB eingebauten Speicher. Sigma nennt rund 370 Fotos beziehungsweise 130 Minuten Video pro Akkuladung. Das Gehäuse misst etwa 112,8 x 69,9 x 41,8 Millimeter und wiegt 376 Gramm ohne Akku und Karte. Zur Erweiterung dienen zwei USB-C-Buchsen, HDMI Typ A, Mikrofoneingang und drei 1/4-Zoll-Gewinde; einen Sucher oder Blitzschuh integriert Sigma nicht, sondern bietet EVF-21 und HU-21 separat an. Die Kamera verfügt über Staub- und Spritzschutz, ist aber nicht wasserdicht. Die Sigma FP2 soll im November 2026 für 2.199 Euro in den Handel kommen.

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