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Feiyu Pocket 4: Gimbal-Kamera mit 4K/60p

| Joachim Sauer

Die Pocket 4 tritt als günstige Gimbal-Kamera gegen DJI Osmo Pocket 4 und Insta360 Luna Pro an, setzt dafür aber auf kleineren Sensor und Fixfokus.

Schon die Modellbezeichnung Pocket 4 wirkt wie eine Anlehnung an vor einem halben Jahr getestete DJIs Osmo Pocket 4. Auch technisch sind beide direkte Konkurrenten: Sie kombinieren ein Weitwinkel mit einem Drei-Achsen-Gimbal, zeichnen im normalen Videomodus bis zu 4K/60p auf und bringen rund 100 GB internen Speicher mit. FeiyuTech verwendet einen 1/1,55-Zoll-CMOS mit 50 Megapixeln und eine Fixfokus-Optik mit 110 Grad Bildwinkel, während die von VIDEOAKTIV getestete DJI auf einen 1-Zoll-Sensor mit 9,4 Megapixeln, Autofokus und 69 bis 84 Grad Bildwinkel setzt. Im speziellen Zeitlupenmodus erreicht DJI bis zu 240 Bilder pro Sekunde, die Feiyu maximal 120p in Full-HD. Beim internen Speicher liegt die Feiyu mit 111 GB knapp vor den 107 GB der DJI, verzichtet jedoch auf deren Micro-SD-Erweiterung. Mit 205 Gramm ist sie zudem schwerer als die 176 Gramm leichte Osmo Pocket 4. Als zweite direkte Konkurrentin arbeitet auch die Insta360 Luna Pro (hier im Test) mit nur einer Brennweite, liegt aber preislich ebenfalls darüber und bietet mit dem 1-Zoll-Sensor sogar 8K/30p, 4K/120p sowie intern 47 GB Speicher und Micro-SD. Die hier getesteten höher positionierten DJI Osmo Pocket 4P und Insta360 Luna Ultra grenzen sich mit zusätzlichen Telekameras und entsprechend höheren Preisen ab.

DJI hat die Gimbal Kamera mit der Pocket erfunden - jetzt lehnen sich andere Hersteller am Konzept an. FiyuTech übernimmt bei der Feiyu Pocket 4 macht sogar eine Anleihe beim Namen und der Versionsnummer. 

Die maximale Datenrate der Feiyu Pocket 4 beträgt 80 Mbit/s. Gesichts- und Objektverfolgung sowie Gestensteuerung sollen Aufnahmen ohne Assistenz erleichtern; als Naheinstellgrenze der fest fokussierten Optik nennt der Distributor 18 Zentimeter. Das 2,64 Zoll große Touchdisplay lässt sich verschieben: Nach unten geschoben startet die Kamera, nach oben gefahren schützt es das Gimbal-Modul. DJI setzt bei der Osmo Pocket 4 dagegen auf ein drehbares Display und eine separate Gimbalsperre, Insta360 bei der Luna Pro auf eine abnehmbare Bedieneinheit. Für Hochformatinhalte bietet FeiyuTech 9:16-Aufnahmen, Fotos speichert die Kamera mit bis zu 8192 × 6144 Pixeln als JPEG oder DNG. Die Feiyu Cam App übernimmt Fernsteuerung und Dateiübertragung per WLAN, zusätzlich lässt sich das Gerät per USB als Webcam verwenden. HDMI-Ausgabe und das FeiyuTech-Funkmikrofon werden unterstützt; Mikrofone anderer Anbieter sind offiziell nicht vorgesehen. Der 2600-mAh-Akku soll je nach Modus bis zu 150 Minuten durchhalten und in rund 95 Minuten laden. Das Gehäuse misst eingefahren etwa 141 × 53 × 32 Millimeter und ist damit ähnlich groß wie die direkte Konkurrenz; wetterfest ist es nicht. Die Feiyu Pocket 4 kostet 319 Euro und wird laut Presseinformation ab sofort ausgeliefert, während die Produktseite den offiziellen Marktstart für Ende Oktober 2026 nennt.

VIDEOAKTIV hat alle derzeit verfügbaren Gimbal-Kameras getestet - ein Blick in unsere Bestenliste hilft bei der Orientierung. 

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