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Praxistest Proton Cam und Proton Zoom: Broadcast-Zwerge statt Actioncam - Proton Cam

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Seite 2 von 4: Proton Cam

PROTON CAM

Auf den ersten Blick ist die Proton Cam natürlich kompakt, aber konkurriert sie wirklich mit einer Actioncam? Immerhin ist das Konzept ist grundlegend anders: Die Kamera besitzt weder Akku noch Speicher oder Display. Sie benötigt eine externe Stromversorgung und gibt ihr Bild über SDI an einen Recorder, Monitor oder Bildmischer aus. Das macht die Signalkette aufwendiger, erlaubt aber die direkte Integration in professionelle Produktionsumgebungen.

Proton Camera ObjektiveWelche Optik soll es sein? Die Proton Cam arbeitet mit M12-, C- oder CS-Bajonett und kann mit ganz unterschiedlichen Brennweiten ausgestattet werden.

Der entscheidende Vorteil der Proton gegenüber Actioncams liegt bei der Optik. Statt eines fest verbauten, elektronisch korrigierten Ultraweitwinkels verwendet die Proton Cam wechselbare M12-Objektive, wobei man die Kamera auf Wunsch auch mit C- oder CS-Bajonett bekommt. Die Bajonettauswahl deutet es schon an: Autofokus ist nicht an Bord, dafür kann man den Schärfepunkt gezielt bis weit in den Nahbereich verschieben. Bei unseren Makroaufnahmen kleiner Nützlinge konnten wir so mit minimalem Aufnahmeabstand Perspektiven realisieren, die mit einer üblichen Actioncam nicht erreichbar sind und auch mit großen Kameras samt Macro-Objektiv aufgrund des wesentlich größeren Formfaktors mitsamt höherem Gewicht kaum möglich gewesen wären. Gleichzeitig entsteht das Bild optisch und nicht erst durch eine starke elektronische Entzerrung, wie es eben bei Actioncams der Fall ist. Das sorgt sichtbar für eine natürlichere Abbildung und eine überzeugende Detailwiedergabe.

Proton Camera Groessenvergleich 2Der Kamerakopf arbeitet gibt das Signal via SDI aus und wird extern mit Strom versorgt, was Platz spart.

Mit ihrer kompakten Bauform lässt sich die Kamera an Stellen montieren, an denen selbst eine Actioncam bereits zu groß oder zu schwer sein kann. Der Hersteller bietet neben der Version mit fest angeschlossenen Kabeln auch Varianten mit rückseitigen Mini-SDI- und Hirose-Anschlüssen an. Die Versorgungsspannung darf zwischen 4,5 und 25 Volt liegen, die Leistungsaufnahme gibt Proton mit lediglich 2,5 Watt an. Zum modularen System gehört außerdem eine Ausführung, bei der Kamerakopf und Bildverarbeitung über ein Flachbandkabel voneinander getrennt sind. So sitzt die wärmeerzeugende Elektronik nicht unmittelbar am Aufnahmeort. Das ist beispielsweise bei Einbauten in Helmen, Fahrzeugen oder sehr engen Gehäusen ein handfester Vorteil.

Proton Camera GroessenvergleichNoch kompakter geht es kaum – sieht man von der zweiteiligen Proton Flex ab, welche die Sensoreinheit und die Elektronik über ein Flachband-Kabel trennt.

Proton 4K Zoom und Konfiguration
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Autor:
Joachim Sauer, Jonas Schupp
Bildquellen:
Proton, MEDIENBUREAU

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